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Ü B E R S I C H T    
ReneM Erstellt am: 14.09.2018 : 16:08:53 Uhr
Hallo zusammen,

Christopher hat mich in einem anderen Thread auf eine Idee gebracht, die ich hier kurz vorstellen möchte.

Wir (die Freunde der Nacht) beobachten gerade mit viel Enthusiasmus alle Messier-Objekte mit Ferngläsern unterschiedlichster Größe, denn es gibt nach unseren Recherchen im deutschen Sprachraum im Netz keine vollständige Referenzbeobachtungsliste.
Viele von Euch haben sicher schon an etwas ähnliches gedacht oder selbst schon einen Beobachtungsversuch mit dem Fernglas unternommen.

Deshalb folgender Vorschlag.
Wer diese Idee gut findet, sucht sich ein in seinem Besitz befindliches Fernglas seiner Wahl aus und beginnt unter diesem Thread einen Beitrag mit seinen Beobachtungsergebnissen, den er dann stetig aktualisiert/erweitert. Das Projekt kann auch schon abgeschlossen sein oder länger zurückliegen. Völlig egal.

So können wir viele Beobachtungen sammeln und hätten eine coole Referenzauswahl an Fernglasbeobachtungen zu Messierobjekten.

Die Bedingungen so knapp wie möglich, denke ich:

Erlaubt sind:
- Ferngläser bis 70 mm Öffnung
- bildstabilisierte Ferngläser
- Nebelfilter
- Stativbeobachtung

Vor den Beobachtungsergebnissen sollte stehen:
- verwendetes Fernglas
- Beobachtungsort und Himmelsbedingungen, unter denen normalerweise beobachtet wird (Abweichungen davon können bei der Beobachtungsbeschreibung erwähnt werden)
- ggf. noch ein Satz zur Beobachtererfahrung, obwohl das relativ zu sehen ist

Dabei sind mehrere Beiträge zu Ferngläsern gleicher Größe wie bspw. das klassische 10x50 FG erwünscht. So könnten hier schön unterschiedliche Ergebnisse je nach Himmel, Standort und/oder Beobachtererfahrung dokumentiert werden.
Jeder kann sich auch gern mit mehreren Ferngläsern beteiligen.
Und, das soll kein Wettbewerb sein, sondern eine schöne Sammlung, bei denen Fehlsichtungen jeder Art ausdrücklich erlaubt sind.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------

So könnte ein Beispiel aussehen:

Fernglas: 8x40 Nikon freihändig - auf Stativ - mit XY-Montierung
Ort: Kleinkleckersberg +50° nördlicher Breite
Himmel: 5.8 - 6.2 mag
Beobachtererfahrung: Einsteiger - Fortgeschrittener - Experte

M11 - OS - Vorstadthimmel - direkt sichtbar, wie Puderzucker

Wer mag, kann Farben bei den Messierbezeichnungen verwenden, um die Schwierigkeit anzuzeigen.
M11 = leicht
M11 = mittelschwer
M11 = hart an der Grenze
M11 = außer Spesen nix gewesen

------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Ich bin gespannt, ob diese Idee ankommt.
Wenn nicht, ist das auch nicht schlimm, und ich sammle unter diesem Thread fleißig allein meine Beobachtungsergebnisse .

Viele Grüße

Rene

Edit wg. Präzisierung/Straffung Text
D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
Gesarah Erstellt am: 16.11.2019 : 14:18:30 Uhr
--> An Martin: Mh, auf die Grenzgröße habe ich leider nicht so wirklich geachtet. Bei Nicht-Vollmond ist sie 4 bis 4,5 mag. Gerade auf die Sternhaufen hatte ich ja auch gesetzt. Jetzt nicht die im Osten, da war alles hellstens erleuchtet, aber Richtung Westen rüber.
Den Karkoschka habe ich :) Er hilft mir da schon oft weiter mit den Würfelsymbolen, da hast du Recht.

--> Heiko, danke für den Tipp mit dem Abblenden. Ja, sowas kann ich bestimmt vernünftig mal basteln und testen! Ich erwarte ja nicht, dass ich mit dem Fernglas die abgefahrensten Entdeckungen mache, aber mir leuchtet gerade ein, dass die AP vom Fernglas größer ist als die vom Teleskop und warum ich entsprechend so manches nicht sehe.

--> Rene: Ja, einige der Messiers, die du nennst, hatte ich auch auf der Liste. Vor allem bei M13 war ich siegessicher, zumal ich seine Position auswendig kenne inzwischen War dann aber schlussendlich wieder so ein: "Mhh, ist das da jetzt ein nebliges Dingchen oder bilde ich mir das wieder nur ein?" Vielleicht gefunden, aber nicht so recht überzeugt davon ... Ich hatte wie du beschreibst, versucht, zu ermitteln, welche Objekte ihr mit kleineren als meinem FG gut gesichtet habt (dann freue ich mich hier und da schon, lese dann aber "Voralpenhimmel" und seufze doch wieder ;))
Meinen Filter vornedran halten, Mensch, natürlich! Das muss ich unbedingt mal ausprobieren und kann dann sogar mal links durchgucken und mal rechts, mit und ohne Filter, hihi. Du erinnerst mich an das Stativ, das vermisse ich oft schmerzlich. Genau wegen dem Argument, dass man damit nicht neu aufsuchen muss. Und der Arm nicht schwer wird. Ich gehe jetzt direkt in den Keller und schaue, ob ich das Ding von der GoPro umfunktionieren kann.

Ach, Wolken, verkrümelt euch. Jedes Mal, wenn es Tipps von euch hagelt, rast meine Motivation voll nach oben
ReneM Erstellt am: 16.11.2019 : 13:32:58 Uhr
Hallo Sarah,

Martin und Heiko waren ja schon so nett und haben hier viele Tipps gegeben.

Zitat:
Original erstellt von: Gesarah

...was meinst du denn aus deiner Erfahrung heraus? Kann rund um Neumond mit 7x50 und Stadthimmel doch mehr sichtbar sein? Tatsächlich auch einen Nebel, für den man doch im Teleskop einen Filter braucht (das verstehe ich nämlich nicht, wie ihr die im FG sehen könnt, im Teleskop aber nicht oder fast nicht, je nach Nebel)?


Du schreibst, Du hast es bei Vollmond probiert? Das ist eher Zeit für Mond, Planeten und Doppelsterne. Bei Neumond sollte schon etwas mehr und besser gehen trotz Deiner schlechten Bedinungen.
Mir geht es mitunter ähnlich wie Dir, wenn ich in meinem Garten horizontnah beobachte, dann kämpfe ich gegen die Lichtglocke einer nahen Großstadt und es artet es meist auch in den Kampf ums Sehen oder Nichtsehen aus. Von dem eigentlich prächtigen Objekt M 7 bspw. sehe ich nur wenige der hellsten Sterne. Also suche ich mir ab und an Standorte mit besserer Horizontsicht, ungern, aber es hilft ja nix.

Bei Deinen Verhältnissen eignen sich aktuell am ehesten größere helle Sternhaufen wie M 45, M 35, M 39, M 47 und einige der helleren Kugelsternhaufen wie M 13 und M 15.
Die galaktischen Emissionsnebel im Messierkatalog sind alle recht hell und im Teleskop bei guten Bedingungen ohne Filter beobachtbar. Wenn Du im Teleskop einen Filter brauchst, benötigst Du ihn auch am Fernglas. Manche haben Ferngläser mit Filtergewinde vor den Objektiven, ich halte meine Filter (UHC & OIII) in der Regel hinter die Okulare meines Fernglases.

Der Vorteil beim Fernglas-Beobachten ist die Flexibilität. Ich gebe zu, dass ich diese Freiheit bei meinem Beobachtungen etwas einschränke, indem ich meine Ferngläser alle auf ein Kurbel-Stativ schnalle. Das hat aber auch einige Vorteile, die aus meiner Sicht mehr wiegen. Ein 8x40 FG auf Stativ zeigt bspw. mehr als ein 10x50 FG freihändig. Und wenn sich die Suche nach einem Objekt mal schwierig gestaltet, muss ich das Glas nicht absetzen, um auf die Karte zu schauen.
Danach hattest Du zwar nicht gefragt, aber eine Stativ-Beobachtung bringt neben mehr Details durch das ruhigere Bild und grundsätzlich einen Grenzgrößengewinn von einer Größenklasse. Das kann bei schwierigen Messier-Objekten ebenfalls über Sehen oder Nichtsehen entscheiden. Die Galaxie M 91 ist so ein Beispiel, ich denke, die hätte ich im 10x50 FG ohne Stativ nicht gefunden.

Aber Du Sarah willst Dich zunächst sicherlich an die leichteren Objekte aus dem Messierkatalog wagen. Ein guter Indikator sind die Fernglas-Farbmarkierungen bei unseren Beobachtungen. Wenn ein Objekt in kleineren Ferngläsern wie einem 4x10 oder 6x20 FG grün markiert ist, dann solltes es möglicherweise auch in Deinem 7x50 FG gehen.

Viele Grüße

Rene
Hico Erstellt am: 16.11.2019 : 11:08:09 Uhr
Hallo Sarah,

wie Martin schon geschrieben hat, das 7x50 ist was für einen guten Alpenhimmel, z.B. ... Ich wohne auf dem Land und habe hier mit Grenzgrößen zwischen 6 und 6m5 schon wirklich guten Himmel für unsere Verhältnisse. Das 7x50 mit seinen 7mm Austrittspupille ist mir aber auch bei uns immer noch zu hell, d.h. der Himmelshintergrund ist mir zu hell. Neben der Bildästhetik leidet dadurch auch der Kontrast zum Objekt.

Bei mir ist ein FG mit AP zwischen 4 und 5mm sehr gut nutzbar und da Du ja unter lichtverschmutztem Himmel (Du hattest glaub ich 4 - 4m5) beobachtest, würde ich Dir zu einer AP von ca. 4mm raten.

Übrigens kann man das mit einem Zoomfernglas gut ausprobieren. Ich habe mir auf dem Gebrauchtmarkt zwei ältere Porst Gläser mit 6-12x30 und 8-20x50 gekauft und bin damit ganz happy. Das Kleinere ist mein „Immer-dabei-Fernglas“ im Auto. Damit kannst Du durch‘s Zoomen stufenlos eine AP zwischen 5 und 2,5mm erreichen. Beim größeren Glas sogar zwischen 6,25 und 2,5mm. Damit kann man wirklich schön am Objekt ausprobieren, welche AP förderlich für die Erkennung des Objekts bzw. von Details im Objekt ist. Die Abbildungsqualität der Gläser ist ganz o.k., solange man es mit der Vergrößerung nicht übertreibt. Im letzten Drittel bis zur max. Vergrößerung wird das Bild dann doch etwas flauer. Was man noch bedenken muss ist, dass man bei geringster Vergrößerung ein relativ kleines Gesichtsfeld hat (Tunnelblick) und dass man nach dem Zoomen wieder nachfokussieren muss. Genau diese Punkte sprechen dann auch gegen so ein Glas als Hauptglas. Aber zum experimentieren und Erkenntnisgewinnung sind die 20€ für so ein Teil gut angelegt ... meine ich.

Wenn Du erstmal nichts kaufen willst, Du aber gern mal was bastelst, dann gibt‘s noch eine andere Lösung für Dich ... Abblenden. Sprich Du bastelst Dir aus z.B. Bastelkarton kleine Runde Blenden, die Du vor die Öffnung Deines Fernglases steckst. Das könnte dann z.B. so aussehen wie in meinem FG-Sonnenfilter-Bastelbericht. Blendest Du die beiden Objektive Deines 7x50 Fernglases auf je 28mm ab, dann machst Du aus Deinen 7mm AP auch 4mm AP (28mm : 7fache Vergrösserung = 4mm AP) Probier einfach mal mit verschiedenen Blendengrössen rum.

Gruß und klaren Himmel
Heiko
MartinB Erstellt am: 15.11.2019 : 21:58:04 Uhr
Hallo Sarah,
Ein 7x50 Fernglas kannst Du nur unter sehr dunklem Himmel gut ausnutzen. Vollmond plus Stadthimmel zusammen ergeben äußerst bescheidene Bedingungen. Auch die Horizonthöhe der Objekte spielt oft eine große Rolle. Große helle Sternhaufen sollten fast immer gehen, Galaxien sind mit wenigen Ausnahmen nur bei guten Bedingungen sichtbar.
Was war denn die Grenzgröße der gerade noch mit bloßem Auge sichtbaren Sterne?

Du solltest dir vielleicht auch den "Karkoschka" (Atlas für Himmelsbeobachter) zulegen, der enthält sehr gut aufbereitete Hinweise, was unter welchen Bedingungen mit welchem Instrument möglich ist.

Ich kann dir auch nur wärmstens empfehlen, mal an einem dunklen Standort bei Neumond und sehr klarem Himmel zu beobachten.

Gruß,
Martin
Gesarah Erstellt am: 15.11.2019 : 21:05:15 Uhr
Hallo Rene,

ich habe eure Liste im Sommer durchgeschaut und notiert, was bei mir möglich sein könnte. Vor ein paar Tagen habe ich mich tatsächlich abends mit dem 7x50-Glas in den Garten gelegt, als es spontan aufklarte und das Teleskop zimmerwarm war.

Mein Fazit fällt sehr kurz aus: Nix. Kein einziges Objekt gefunden.
EDIT: Ok, stimmt nicht, den Andromedakern sehe ich immer, auch bei Vollmond.
Ich habe mich dann gefragt, ob einzig und allein der Vollmond Schuld war, oder ob zusätzlich mein Stadthimmel eine Sichtung unmöglich macht, oder ob 7x50 für die meisten Objekte zu wenig ist (auch im Messier-Buch steht leider oft "schon im 10x50-Fernglas sichtbar". Andererseits wirkt sich der Vollmond auf Offene oder KS-Haufen ja nicht so extrem aus wie auf Nebel).
Was meinst du denn aus deiner Erfahrung heraus? Kann rund um Neumond mit 7x50 und Stadthimmel doch mehr sichtbar sein? Tatsächlich auch einen Nebel, für den man doch im Teleskop einen Filter braucht (das verstehe ich nämlich nicht, wie ihr die im FG sehen könnt, im Teleskop aber nicht oder fast nicht, je nach Nebel)?

Ratlose Grüße,
Sarah
ReneM Erstellt am: 15.11.2019 : 20:52:47 Uhr
Hallo zusammen,

ich hoffe, ihr habt das Projekt noch auf dem Schirm und beobachtet weiterhin ab und an oder sogar fleißig Messiers mit Euren Ferngläsern.
Viele von Euch kennen vielleicht auch unser gleichnamiges Beobachtungsprojekt auf unserer FdN-Homepage. Es ist uns gelungen, Uwe G. als Gastbeobachter für unser Projekt zu gewinnen. Nein, das stimmt nicht ganz. Er hat unabhängig bereits vor unserem Aufruf begonnen, die Grenzen der Fernglasbeobachtung bei den Messierobjekten auszuloten. Nun hat er alle Messier-Objekte erfolgreich mit einem 8x30 Fernglas beobachtet (teilweise sogar mehrfach) und uns seine Aufzeichnungen für das Projekt zur Verfügung gestellt.
Wer sich von Uwes Beobachtungen ein Bild machen möchte: Messier im Fernglas
Hut ab vor dieser Leistung .
Für mich war das im Übrigen Ansporn, mich mit meinem 8x20 FG und Aufsuchkarte bewaffnet an einen der dunkelsten Orte hier in Brandenburg zu begeben, um M 76 zu knacken. Hat leider nicht funktioniert, aber der Versuch war trotzdem spannend.

Viele Grüße

Rene
j.gardavsky Erstellt am: 30.06.2019 : 17:47:23 Uhr
Hallo Rene,

einige mehr Messiers kamen dazu durch das 15x60 Docter Porro Nobilem:
27. Juni 2019, Coma Berenices
M53 Kugelsternhaufen, diffuse nicht richtig helle Erscheinung
M64 Galaxie, auch eine diffuse nicht richtig helle Erscheinung

29: Juni 2019, einige Kugelsternhaufen oberhalb des südlichen aufgehellten Horizonts waren gerade noch sichtbar:
M4 in der Antares Region, groß, aber verschwommen
M80 NW von Antares: es war richtig ein Hammer diesen kleinen sicher zu sehen
M9 in Ophiucus: klein,lichtschwach, aber gerade noch zu sehen
M19 in Ophiucus: klein,lichtschwach und noch mehr mühsam

Gegen 02:00 wurde endlich der offene Haufen
M34 am anderen Ende des Nachthimmels sichtbar

Es ist halt eben die Zeit nach der Sonnenwende, in 2 - 3 Wochen wird es besser seien.

Gruß

JG

ReneM Erstellt am: 27.06.2019 : 18:13:50 Uhr
Lieber Andreas,
Zitat:
Original erstellt von: Andreas72202

...auch ich habe dieses Projekt mit großem Interesse verfolgt. Da ich aber gar kein kleines Fernglas unter 50 mm Apertur habe, fühlte ich mich unwürdig, hier mitzuspielen und habe stattdessen mein eigenes Projekt "Messiers im Großfernglas" gestartet. Etwa die Hälfte der M's habe ich inzwischen bewusst besucht und dokumentiert

Holla, klasse! Schön, dass Du das hier schreibst. Das vergesse ich (und viele andere hier im Forum sicherlich auch) immer wieder, dass es viele gibt, die einfach nur mitlesen und sich freuen ... oder Anregungen für sich mitnehmen. Dich zum systematischen Abfahren aller Messiers mit Deinem Riesenosch-Bino animiert zu haben, freut mich außerordentlich.

Zitat:
Original erstellt von: Andreas72202

...Eigens, um in Deinem Projekt doch noch etwas beizutragen, habe ich meiner Frau ein 8x40 Nikon-Glas zum Geburtstag geschenkt. Nachts beobachtet sie keine Vögel, da kann ich es gefahrlos ausleihen Leider bin ich noch nicht weit gekommen, Du weißt ja, der große Bino-Bruder ist meistens auch dabei und ist bei Nicht-Beachtung schnell beleidigt Aber wenn ich etwas Material beisammen habe, werde ich es hier zum Besten geben, versprochen!

Du Fuchs, Du Filou ... hoffentlich verirrt sich Deine Frau nicht in dieses Forum
Und ein Versprechen, mutig, klasse. Da können wir beim nächsten HTT mal drüber philosophieren und Deinen großen Bino-Bruder ein wenig Trost-Streicheln.
Da fällt mir ein, mein 12,5" hat auch schon ordentlich Staub angesetzt

Hallo Jiri,

74 Lenze, meine Fresse. Hoffentlich habe ich dann in dem Alter auch noch soviel Elan wie Du (oder Timm). Ich ziehe meinen Hut.

Novoflex macht tolle Sachen, das Equipment von denen habe ich geliebt, als ich noch fotografisch unterwegs war.
Dein Fernglas-Arsenal kann sich auch sehen lassen. Und fast überall hast Du Dir die passenden Filter mit dazu besorgt! Alle Achtung. Ich halte hinter all meine Ferngläser immer meine 2" Astronomik-Filter, habe ja zwei Hände frei durch das Stativ
Der Einblick ist dann zwar nicht immer der beste, aber für Objekte wie M 20 reicht es. Der GN ploppt regelrecht auf bei Filternutzung, vorher ist die Beobachtung im Fernglas eher grenzwertig.

Und wieder eine schöne Zusammenfasssung von Dir. 48 Objekte in 1 1/2 Stunden, das spricht von großer Erfahrung und guter Kenntnis am Himmel.
Mir ging es gestern Nacht ähnlich wie Dir. Miese Transparenz trieb mich am Ende mit meinem 16x70 FG in Regionen oberhalb der Schildwolke. Alle Objekte darunter waren ein einziger Krampf und ich hatte teilweise schlechtere Beobachtunsergebnisse als noch vor zwei Tagen mit dem 10x50 FG.
Hinzu kam noch gefühlt 30° C (als ich mich um 23:30 Uhr aufmachte, waren es tatsächlich noch 30°C), Brandgeruch vom Waldbrand in der nahen Lieberoser Heide und unheimliche Tiergeräusche aus dem nahen Wald. Bin ich aber selber Schuld, ich hatte mein Lager genau neben einem Wasserloch aufgeschlagen, das von den Tieren des Waldes nachts vermutlich sehr häufig aufgesucht wird. Die Geräusche waren so abenteuerlich, ich hab zwischendurch öfter mal in die Hände geklatscht ... mehr um mir Mut zu machen. Vertrieben habe ich damit nichts.

Viele Grüße

Rene
j.gardavsky Erstellt am: 27.06.2019 : 14:48:53 Uhr
Hallo Rene,

besten Dank für Deine freundlichen Worte.
Ich war mir nicht so ganz sicher, ob das 15x60 zu Deinem Projekt passt, ich bin nun an einigen Tests damit.
Sonst kann ich auch Beobachtungen mit dem Leica Ultravid 7x42, oder mit dem Swaro 8,5x42 anbieten.

Freihändig geht es noch mit dem 15x60, das schwere BA8 15x85 muss ich mit einem Shoulderpod von Novoflex stützen,
http://www.astronomyforum.net/members/j-gardavsky-albums-binoculars-picture140385-15x85-binos-novoflex.html
Die Zeiten als ich mit dem 25x100 FB die Messier und NGC Galaxien eine nach der anderen freihändig runter schüttelte sind vorbei. Auch der Nachthimmel ist nicht mehr so wie davor.
Sonst versuche ich mich mit 74 fit zu halten.

Und hier sind weitere Messiers aus der letzten Nacht:

Die Nacht vom 26. Auf den 27. Juni bot bessere Bedingungen an, um nach weiteren Messiers mit dem 15x60 Docter Nobilem zu suchen.
Zunächst habe ich zwei weitere Galaxien gesehen,
M101: einfach gefunden, nicht besonders hell, aber gut
M63: zunächst wollte sich nicht zeigen, dann ein kleines, nicht besonders helles Oval

Der Südhorizont war noch aufgehellt, aber trotzdem,
M8: der Lagunennebel war gut sichtbar
M21: ja, aber der Trifidnebel einfach nein
M23: schön aufgelöster offene Sternhaufen
M22: sehr hell und nicht klein
M28: war nicht sichtbar
Mehr war im südlichen Sagittarius nicht zu holen, und die M55, M75 und M72 werden irgendwann Mal später dran seien.

Die weiteren Beobachtungen konzentrierten sich auf die Kugelsternhaufen in Serpens und Ophiucus:
M5: sehr hell
M107: klein und lichtschwach
M10 und M12: ein schönes Paar von großen aber nicht übermäßig hellen Kugelsternhaufen
M14: nicht groß und nicht sehr hell, einer der Kugelsternhaufen die ich nicht häufig besuche

Dann versuchte ich mich an dem M56, den ich über die Jahre mit größeren Ferngläsern beobachtete,
M56: es dauerte nicht lange und ein lichtschwaches Bällchen hob von dem reichen Sternfeld zwischen Lyra und Beta Cygni ab.

Der letzte Kugelsternhaufen war der M15 an der Grenze Pegasus-Delphinus:
M15: einfach zu finden, klein aber fein, und sehr hell

Beobachtet vom Garten in Erlanger Oberland, Uhrzeit 23:30 – 01:00, aufgehellter Nachthimmel,
Aquila Rift gerade sichtbar.

Mit den nicht-Messiers waren es insgesamt 48 DSOs.

Gruß, Jiri


Andreas72202 Erstellt am: 26.06.2019 : 19:50:07 Uhr
Hallo Rene,

auch ich habe dieses Projekt mit großem Interesse verfolgt. Da ich aber gar kein kleines Fernglas unter 50 mm Apertur habe, fühlte ich mich unwürdig, hier mitzuspielen und habe stattdessen mein eigenes Projekt "Messiers im Großfernglas" gestartet. Etwa die Hälfte der M's habe ich inzwischen bewusst besucht und dokumentiert

Eigens, um in Deinem Projekt doch noch etwas beizutragen, habe ich meiner Frau ein 8x40 Nikon-Glas zum Geburtstag geschenkt. Nachts beobachtet sie keine Vögel, da kann ich es gefahrlos ausleihen Leider bin ich noch nicht weit gekommen, Du weißt ja, der große Bino-Bruder ist meistens auch dabei und ist bei Nicht-Beachtung schnell beleidigt Aber wenn ich etwas Material beisammen habe, werde ich es hier zum Besten geben, versprochen!

Viele Grüße
Andreas
ReneM Erstellt am: 26.06.2019 : 19:32:41 Uhr
Hallo Jiri,
ein Docter 15x60 freihändig. Das ist wirklich sportlich. Ich finde das Bild meist schon in meinen 8-fach-Ferngläsern zu zittrig. Aber wahrscheinlich hast Du bärenstarke Arme und einen festen Griff
Deine Berichterstattung finde ich sehr anschaulich und bereichernd für diesen Thread. Es ist auch immer interessant, wieviel Objekte zu welcher Zeit in einer Nacht gehen (mal davon abgesehen, dass ein Messier-Marathon zwischen März und April allemal möglich wäre).

Zitat:
Original erstellt von: TGM

Solche Projekt setzen einige Disziplin voraus, und zwar auch bei denen, die das Projekt nicht gestartet haben, das fällt nicht immer leicht und es ist im Grunde nicht so verwunderlich, dass der Elan nachlässt.

Lieber Thomas,
Du hast vollkommen recht. Es sollte ja auch nach dem Motto gehen: Jeder kann, keiner muss.
Zwischendurch habe ich vielleicht einfach zuviel erwartet.
Naja, meine Anfeuerungen lasse ich hier in Zukunft weg.
Vielleicht füllt sich der eine oder andere Beitrag ja doch noch ordentlich und es kommen einige schöne Beobachtungslisten zusammen.

Mit einem 8x20 FG geht schon eine Menge, denke ich.Ich finde die 2,5 mm AP an leicht aufgehelltem Himmel sogar ästhetischer als in einem 10x50 FG. Meine Sichtungen im 8x20 FG sind allerdings alle mit Stativ. Das sieht albern aus, dürfte aber einen Grenzgrößengewinn von schätzungsweise 1 mag ausmachen. Und irgendwie scheint das das Hobby von einigen im Moment zu sein, die Grenzen von Optiken nach unten zu testen. Das hat auch seinen Reiz, finde ich.

Viele Grüße

Rene

TGM Erstellt am: 26.06.2019 : 18:47:38 Uhr
Hallo Rene,

erst mal vielen Dank für deine Initiative für diesen Thread, ich bin einer der gelegentlich mit gelesen hat und auch vieles Interessantes entdeckt hat.

Solche Projekt setzen einige Disziplin voraus, und zwar auch bei denen, die das Projekt nicht gestartet haben, das fällt nicht immer leicht und es ist im Grunde nicht so verwunderlich, dass der Elan nachlässt.

Vielen Dank auch für das Link zur FdN-Seite, die Listen sind sehr informativ, mich freut auch dass dort Beobachtung mit 8x20 aufgelistet sind z.B., dass M31 mit M32 und NGC 205 geht. Gelegentlich trifft man auf das Vorurteil, dass solche Kompaktferngläser bestenfalls für die Tagesbeobachtung geeignet sind.

beste Grüße und viel Spaß weiterhin

Thomas
j.gardavsky Erstellt am: 24.06.2019 : 13:38:44 Uhr
Hallo Rene, hallo zusammen,

jetzt bin ich endlich dabei, ausgewählt wurde das Docter 15x60, also die untere Mittelklasse in den Feldstecheraperturen. Ohne Stativ, nur in meinen geübten Händen.

Obwohl die leuchtenden Nachtwolken noch störten, nahm ich die erste brauchbare Nacht nach der Sommerwende, den 23. Juni. In dem Zeitraum von 23:00 bis 24:00, fand ich ohne Mühe die folgenden Messiers:

M3: klein, aber hell, einfach gefunden auf dem Weg Arcturus - Cor Caroli.
M13: sehr hell, wie immer, und wenn schon in Hercules, dann
M92: auch sehr hell, aber viel kompakter als der M13

Dann machte ich eine Pause in der Hoffnung es wird dunkler.
Als mehr Sterne in der Aquila - Delphinus - Cygnus - Lyra sichtbar wurden,
M27 Hantelnebel: Ein eingermaßen heller runder Nebelfleck, von den Außenbereichen dieses PNs einfach nichts
M29: Sehr schwierig aufzulösen in einzelne Sterne, erschien mir wie ein kleiner Nebelfleck mit unsicher zählbaren Pünktchen. An anderen Nächten habe ich es schon richtig aufgelöst gesehen.
M57 Ringnebel: dieser planetarische Nebel zeigte die Grenze der kleinen Feldstecheröffnung. Gewusst wo, habe ich ein kleines unauffälliges Scheibchen doch gefunden.
M39: Ein einfach aufgelöster offener Sternhaufen.

Eine Pause wurde angesagt um die Region Scutum - Sagittarius bequemer zu sehen.

M11: Ein großer und heller Nebelfleck, nicht einmal ansatzweise aufgelöst in einzelne Sterne.
M24: Die Kleine Sagittariuswolke war das südlichste was ich an dieser Nacht beobachten konnte, mehr war nicht drin.
M25: Ein einfach aufgelöster Sternhaufen östlich von M24.
M18: Klein, nicht aufgelöst, aber bequem hell.
M17: Der Omeganebel, ein hell leuchtender Fleck.
M16: Der Adlernebel noch etwas größer als der M17, und auch bequem hell.

Und dann war Cassiopeia für ein check-in der beiden Messiers hoch genug.

M52: Südlich vom Harringtons Airplane Asterism einfach gefunden. Ein nicht aufgelöster Nebelfleck, sein einziger Riesenstern gerade noch sichtbar.
M103: Drei Sterne in diesem offenen Sternhaufen aufgelöst. (Der benachbarte NGC 663 war viel besser zu sehen.)

Das nächste Messierobjekt war der Kugelsternhaufen in Sagitta,
M71: ein kleiner, aber immer noch ausreichend heller, Nebelfleck.

Der letzte Abschnitt der Beobachtungen galt den Galaxien in den Sternbildern Ursa Major und Cannes Venatici.
M81: Ovalform, sehr hell.
M82: Ein dicker Strich, immer noch bequem hell.
M51: Ovalform, gerade noch beobachtbar.
M94: Klein, rund, hell.
M106: Es dauerte eine kurze Weile, bis diese sonst einfache Galaxie neben dem Pfeil Asterismus eine kleine Ovalform zeigte.

Zu diesem Zeitpunkt war die Milchstrasse Cygnus - Cepheus bereits sichtbar.

Die nächsten Beobachtungen der Messierobjekte werde ich in Juli/August machen.

Gruß
ReneM Erstellt am: 24.06.2019 : 11:21:04 Uhr
Hallo zusammen,

Neun Monate sind nach meinem Aufruf vergangen. Zeit für ein Fazit.

Mich freut es sehr, dass dieses Thema hier im Forum auf große Resonanz gestoßen ist, zumindest die vielen positiven Antworten und Zugriffszahlen bestätigen das.
Eure ersten Antworten machten mir Mut, dass wir mit diesem gemeinsamen Beobachtungsprojekt in der deutschen Astronomieszene wenn nicht sogar weltweit etwas Einmaliges schaffen können.
Leider scheinen bis auf wenige Ausnahmen die meisten Sternfreunde, die hier mit einer Auflistung ihrer Beobachtungsergebnisse begonnen haben, ihr Ziel aus den Augen verloren zu haben.
Das finde ich sehr sehr schade. Das Projekt hier hat mir bislang sehr am Herz gelegen, aber anscheinend haben meine Animationskünste nicht ausgereicht.
Ich werde meine drei Beobachtungslisten hier sicher noch vervollständigen, den Thread aber in Zukunft nicht mehr moderieren .
Was solls, einen Versuch war es wert.

Für alle, die hier fleißig mitgelesen haben, die Idee prinzipiell gut finden und künftig vor oder nach eigenen Beobachtungen auf eine vollständige Messier-Fernglas-Beobachtungsliste zurückgreifen wollen, denen kann ich das [Messier-Projekt auf unserer FdN-Homepage ans Herz legen.
Mathias, Christopher und ich - wir haben es inzwischen geschafft, alle Messierobjekte mit Ferngläsern bis 50 mm Öffnung erfolgreich zu beobachten.
Unsere Reise dort ist damit natürlich längst noch nicht abgeschlossen, wir wollen auch dort möglichst viele Beobachtungen mit verschiedenen Ferngläsern und Himmelsbedingungen sammeln,
die hammerharten Südhorizont-Kandidaten wollen wir allesamt auch von Deutschland aus schaffen.

Bleibt dran am Fernglas

Rene
j.gardavsky Erstellt am: 29.05.2019 : 18:52:57 Uhr
Hallo ReneM,

besten Dank für Deine Antwort javaskript:insertsmilie('')
Alle Messiers mit dem Leica 10x50 war von Dir eine super Leistung!
Mein Himmel ist meistens zwischen "suburban" und "country", Erlangen und Nürnberg bringen ganz schön viel Lichtverschmutzung. So bin ich froh bis zu 40 Messiers binnen von 3-4 Stunden mit dem Fernglas herunter zu holen.

Klaren Himmel.

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