Statistik
Besucher jetzt online : 170
Benutzer registriert : 21962
Gesamtanzahl Postings : 1082125
Die Bresser Astronews ...
Benutzername:
Passwort:
Passwort speichern
Passwort vergessen?

 Alle Foren
 Astronomie - die Beobachtungen, Bilder, Ereignisse
 Beobachterforum Deepsky interstellare Objekte
 Messier im Fernglas

Hinweis: Sie müssen sich registrieren, um eine Antwort schreiben zu können.
Um sich zu registrieren, klicken Sie hier. Die Registrierung ist kostenlos!

Auflösung:
Benutzer:
Passwort:
Funktion:
Format: FettKursivUnterstreichenDurchstreichen Links ausrichtenZentrierenRechts ausrichten Horizontale Line Hyperlink einfügenEmail einfügenBild einfügen Code einfügenZitat einfügenListe einfügen Spoiler einfügen
   
Nachricht:

* HTML ist AUS
* Forum Code ist AN
Smilies
Lächeln [:)] Lachen [:D] Cool [8D] Erröten [:I]
Lechzen [:P] Teufel [):] Winken [;)] Clown [:o)]
Blaues Auge [B)] Achter Kugel [8] Angst [:(] Schüchtern [8)]
Schockiert [:0] Verärgert [:(!] Erschöpft [xx(] Müde [|)]
Küsse [:X] Zustimmen [^] Mißbilligen [V] Frage [?]

  Signatur anhängen.
Dieses Thema abonnieren.
    

Ü B E R S I C H T    
ReneM Erstellt am: 14.09.2018 : 16:08:53 Uhr
Hallo zusammen,

Christopher hat mich in einem anderen Thread auf eine Idee gebracht, die ich hier kurz vorstellen möchte.

Wir (die Freunde der Nacht) beobachten gerade mit viel Enthusiasmus alle Messier-Objekte mit Ferngläsern unterschiedlichster Größe, denn es gibt nach unseren Recherchen im deutschen Sprachraum im Netz keine vollständige Referenzbeobachtungsliste.
Viele von Euch haben sicher schon an etwas ähnliches gedacht oder selbst schon einen Beobachtungsversuch mit dem Fernglas unternommen.

Deshalb folgender Vorschlag.
Wer diese Idee gut findet, sucht sich ein in seinem Besitz befindliches Fernglas seiner Wahl aus und beginnt unter diesem Thread einen Beitrag mit seinen Beobachtungsergebnissen, den er dann stetig aktualisiert/erweitert. Das Projekt kann auch schon abgeschlossen sein oder länger zurückliegen. Völlig egal.

So können wir viele Beobachtungen sammeln und hätten eine coole Referenzauswahl an Fernglasbeobachtungen zu Messierobjekten.

Die Bedingungen so knapp wie möglich, denke ich:

Erlaubt sind:
- Ferngläser bis 70 mm Öffnung
- bildstabilisierte Ferngläser
- Nebelfilter
- Stativbeobachtung

Vor den Beobachtungsergebnissen sollte stehen:
- verwendetes Fernglas
- Beobachtungsort und Himmelsbedingungen, unter denen normalerweise beobachtet wird (Abweichungen davon können bei der Beobachtungsbeschreibung erwähnt werden)
- ggf. noch ein Satz zur Beobachtererfahrung, obwohl das relativ zu sehen ist

Dabei sind mehrere Beiträge zu Ferngläsern gleicher Größe wie bspw. das klassische 10x50 FG erwünscht. So könnten hier schön unterschiedliche Ergebnisse je nach Himmel, Standort und/oder Beobachtererfahrung dokumentiert werden.
Jeder kann sich auch gern mit mehreren Ferngläsern beteiligen.
Und, das soll kein Wettbewerb sein, sondern eine schöne Sammlung, bei denen Fehlsichtungen jeder Art ausdrücklich erlaubt sind.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------

So könnte ein Beispiel aussehen:

Fernglas: 8x40 Nikon freihändig - auf Stativ - mit XY-Montierung
Ort: Kleinkleckersberg +50° nördlicher Breite
Himmel: 5.8 - 6.2 mag
Beobachtererfahrung: Einsteiger - Fortgeschrittener - Experte

M11 - OS - Vorstadthimmel - direkt sichtbar, wie Puderzucker

Wer mag, kann Farben bei den Messierbezeichnungen verwenden, um die Schwierigkeit anzuzeigen.
M11 = leicht
M11 = mittelschwer
M11 = hart an der Grenze
M11 = außer Spesen nix gewesen

------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Ich bin gespannt, ob diese Idee ankommt.
Wenn nicht, ist das auch nicht schlimm, und ich sammle unter diesem Thread fleißig allein meine Beobachtungsergebnisse .

Viele Grüße

Rene

Edit wg. Präzisierung/Straffung Text
D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
j.gardavsky Erstellt am: 30.06.2019 : 17:47:23 Uhr
Hallo Rene,

einige mehr Messiers kamen dazu durch das 15x60 Docter Porro Nobilem:
27. Juni 2019, Coma Berenices
M53 Kugelsternhaufen, diffuse nicht richtig helle Erscheinung
M64 Galaxie, auch eine diffuse nicht richtig helle Erscheinung

29: Juni 2019, einige Kugelsternhaufen oberhalb des südlichen aufgehellten Horizonts waren gerade noch sichtbar:
M4 in der Antares Region, groß, aber verschwommen
M80 NW von Antares: es war richtig ein Hammer diesen kleinen sicher zu sehen
M9 in Ophiucus: klein,lichtschwach, aber gerade noch zu sehen
M19 in Ophiucus: klein,lichtschwach und noch mehr mühsam

Gegen 02:00 wurde endlich der offene Haufen
M34 am anderen Ende des Nachthimmels sichtbar

Es ist halt eben die Zeit nach der Sonnenwende, in 2 - 3 Wochen wird es besser seien.

Gruß

JG

ReneM Erstellt am: 27.06.2019 : 18:13:50 Uhr
Lieber Andreas,
Zitat:
Original erstellt von: Andreas72202

...auch ich habe dieses Projekt mit großem Interesse verfolgt. Da ich aber gar kein kleines Fernglas unter 50 mm Apertur habe, fühlte ich mich unwürdig, hier mitzuspielen und habe stattdessen mein eigenes Projekt "Messiers im Großfernglas" gestartet. Etwa die Hälfte der M's habe ich inzwischen bewusst besucht und dokumentiert

Holla, klasse! Schön, dass Du das hier schreibst. Das vergesse ich (und viele andere hier im Forum sicherlich auch) immer wieder, dass es viele gibt, die einfach nur mitlesen und sich freuen ... oder Anregungen für sich mitnehmen. Dich zum systematischen Abfahren aller Messiers mit Deinem Riesenosch-Bino animiert zu haben, freut mich außerordentlich.

Zitat:
Original erstellt von: Andreas72202

...Eigens, um in Deinem Projekt doch noch etwas beizutragen, habe ich meiner Frau ein 8x40 Nikon-Glas zum Geburtstag geschenkt. Nachts beobachtet sie keine Vögel, da kann ich es gefahrlos ausleihen Leider bin ich noch nicht weit gekommen, Du weißt ja, der große Bino-Bruder ist meistens auch dabei und ist bei Nicht-Beachtung schnell beleidigt Aber wenn ich etwas Material beisammen habe, werde ich es hier zum Besten geben, versprochen!

Du Fuchs, Du Filou ... hoffentlich verirrt sich Deine Frau nicht in dieses Forum
Und ein Versprechen, mutig, klasse. Da können wir beim nächsten HTT mal drüber philosophieren und Deinen großen Bino-Bruder ein wenig Trost-Streicheln.
Da fällt mir ein, mein 12,5" hat auch schon ordentlich Staub angesetzt

Hallo Jiri,

74 Lenze, meine Fresse. Hoffentlich habe ich dann in dem Alter auch noch soviel Elan wie Du (oder Timm). Ich ziehe meinen Hut.

Novoflex macht tolle Sachen, das Equipment von denen habe ich geliebt, als ich noch fotografisch unterwegs war.
Dein Fernglas-Arsenal kann sich auch sehen lassen. Und fast überall hast Du Dir die passenden Filter mit dazu besorgt! Alle Achtung. Ich halte hinter all meine Ferngläser immer meine 2" Astronomik-Filter, habe ja zwei Hände frei durch das Stativ
Der Einblick ist dann zwar nicht immer der beste, aber für Objekte wie M 20 reicht es. Der GN ploppt regelrecht auf bei Filternutzung, vorher ist die Beobachtung im Fernglas eher grenzwertig.

Und wieder eine schöne Zusammenfasssung von Dir. 48 Objekte in 1 1/2 Stunden, das spricht von großer Erfahrung und guter Kenntnis am Himmel.
Mir ging es gestern Nacht ähnlich wie Dir. Miese Transparenz trieb mich am Ende mit meinem 16x70 FG in Regionen oberhalb der Schildwolke. Alle Objekte darunter waren ein einziger Krampf und ich hatte teilweise schlechtere Beobachtunsergebnisse als noch vor zwei Tagen mit dem 10x50 FG.
Hinzu kam noch gefühlt 30° C (als ich mich um 23:30 Uhr aufmachte, waren es tatsächlich noch 30°C), Brandgeruch vom Waldbrand in der nahen Lieberoser Heide und unheimliche Tiergeräusche aus dem nahen Wald. Bin ich aber selber Schuld, ich hatte mein Lager genau neben einem Wasserloch aufgeschlagen, das von den Tieren des Waldes nachts vermutlich sehr häufig aufgesucht wird. Die Geräusche waren so abenteuerlich, ich hab zwischendurch öfter mal in die Hände geklatscht ... mehr um mir Mut zu machen. Vertrieben habe ich damit nichts.

Viele Grüße

Rene
j.gardavsky Erstellt am: 27.06.2019 : 14:48:53 Uhr
Hallo Rene,

besten Dank für Deine freundlichen Worte.
Ich war mir nicht so ganz sicher, ob das 15x60 zu Deinem Projekt passt, ich bin nun an einigen Tests damit.
Sonst kann ich auch Beobachtungen mit dem Leica Ultravid 7x42, oder mit dem Swaro 8,5x42 anbieten.

Freihändig geht es noch mit dem 15x60, das schwere BA8 15x85 muss ich mit einem Shoulderpod von Novoflex stützen,
http://www.astronomyforum.net/members/j-gardavsky-albums-binoculars-picture140385-15x85-binos-novoflex.html
Die Zeiten als ich mit dem 25x100 FB die Messier und NGC Galaxien eine nach der anderen freihändig runter schüttelte sind vorbei. Auch der Nachthimmel ist nicht mehr so wie davor.
Sonst versuche ich mich mit 74 fit zu halten.

Und hier sind weitere Messiers aus der letzten Nacht:

Die Nacht vom 26. Auf den 27. Juni bot bessere Bedingungen an, um nach weiteren Messiers mit dem 15x60 Docter Nobilem zu suchen.
Zunächst habe ich zwei weitere Galaxien gesehen,
M101: einfach gefunden, nicht besonders hell, aber gut
M63: zunächst wollte sich nicht zeigen, dann ein kleines, nicht besonders helles Oval

Der Südhorizont war noch aufgehellt, aber trotzdem,
M8: der Lagunennebel war gut sichtbar
M21: ja, aber der Trifidnebel einfach nein
M23: schön aufgelöster offene Sternhaufen
M22: sehr hell und nicht klein
M28: war nicht sichtbar
Mehr war im südlichen Sagittarius nicht zu holen, und die M55, M75 und M72 werden irgendwann Mal später dran seien.

Die weiteren Beobachtungen konzentrierten sich auf die Kugelsternhaufen in Serpens und Ophiucus:
M5: sehr hell
M107: klein und lichtschwach
M10 und M12: ein schönes Paar von großen aber nicht übermäßig hellen Kugelsternhaufen
M14: nicht groß und nicht sehr hell, einer der Kugelsternhaufen die ich nicht häufig besuche

Dann versuchte ich mich an dem M56, den ich über die Jahre mit größeren Ferngläsern beobachtete,
M56: es dauerte nicht lange und ein lichtschwaches Bällchen hob von dem reichen Sternfeld zwischen Lyra und Beta Cygni ab.

Der letzte Kugelsternhaufen war der M15 an der Grenze Pegasus-Delphinus:
M15: einfach zu finden, klein aber fein, und sehr hell

Beobachtet vom Garten in Erlanger Oberland, Uhrzeit 23:30 – 01:00, aufgehellter Nachthimmel,
Aquila Rift gerade sichtbar.

Mit den nicht-Messiers waren es insgesamt 48 DSOs.

Gruß, Jiri


Andreas72202 Erstellt am: 26.06.2019 : 19:50:07 Uhr
Hallo Rene,

auch ich habe dieses Projekt mit großem Interesse verfolgt. Da ich aber gar kein kleines Fernglas unter 50 mm Apertur habe, fühlte ich mich unwürdig, hier mitzuspielen und habe stattdessen mein eigenes Projekt "Messiers im Großfernglas" gestartet. Etwa die Hälfte der M's habe ich inzwischen bewusst besucht und dokumentiert

Eigens, um in Deinem Projekt doch noch etwas beizutragen, habe ich meiner Frau ein 8x40 Nikon-Glas zum Geburtstag geschenkt. Nachts beobachtet sie keine Vögel, da kann ich es gefahrlos ausleihen Leider bin ich noch nicht weit gekommen, Du weißt ja, der große Bino-Bruder ist meistens auch dabei und ist bei Nicht-Beachtung schnell beleidigt Aber wenn ich etwas Material beisammen habe, werde ich es hier zum Besten geben, versprochen!

Viele Grüße
Andreas
ReneM Erstellt am: 26.06.2019 : 19:32:41 Uhr
Hallo Jiri,
ein Docter 15x60 freihändig. Das ist wirklich sportlich. Ich finde das Bild meist schon in meinen 8-fach-Ferngläsern zu zittrig. Aber wahrscheinlich hast Du bärenstarke Arme und einen festen Griff
Deine Berichterstattung finde ich sehr anschaulich und bereichernd für diesen Thread. Es ist auch immer interessant, wieviel Objekte zu welcher Zeit in einer Nacht gehen (mal davon abgesehen, dass ein Messier-Marathon zwischen März und April allemal möglich wäre).

Zitat:
Original erstellt von: TGM

Solche Projekt setzen einige Disziplin voraus, und zwar auch bei denen, die das Projekt nicht gestartet haben, das fällt nicht immer leicht und es ist im Grunde nicht so verwunderlich, dass der Elan nachlässt.

Lieber Thomas,
Du hast vollkommen recht. Es sollte ja auch nach dem Motto gehen: Jeder kann, keiner muss.
Zwischendurch habe ich vielleicht einfach zuviel erwartet.
Naja, meine Anfeuerungen lasse ich hier in Zukunft weg.
Vielleicht füllt sich der eine oder andere Beitrag ja doch noch ordentlich und es kommen einige schöne Beobachtungslisten zusammen.

Mit einem 8x20 FG geht schon eine Menge, denke ich.Ich finde die 2,5 mm AP an leicht aufgehelltem Himmel sogar ästhetischer als in einem 10x50 FG. Meine Sichtungen im 8x20 FG sind allerdings alle mit Stativ. Das sieht albern aus, dürfte aber einen Grenzgrößengewinn von schätzungsweise 1 mag ausmachen. Und irgendwie scheint das das Hobby von einigen im Moment zu sein, die Grenzen von Optiken nach unten zu testen. Das hat auch seinen Reiz, finde ich.

Viele Grüße

Rene

TGM Erstellt am: 26.06.2019 : 18:47:38 Uhr
Hallo Rene,

erst mal vielen Dank für deine Initiative für diesen Thread, ich bin einer der gelegentlich mit gelesen hat und auch vieles Interessantes entdeckt hat.

Solche Projekt setzen einige Disziplin voraus, und zwar auch bei denen, die das Projekt nicht gestartet haben, das fällt nicht immer leicht und es ist im Grunde nicht so verwunderlich, dass der Elan nachlässt.

Vielen Dank auch für das Link zur FdN-Seite, die Listen sind sehr informativ, mich freut auch dass dort Beobachtung mit 8x20 aufgelistet sind z.B., dass M31 mit M32 und NGC 205 geht. Gelegentlich trifft man auf das Vorurteil, dass solche Kompaktferngläser bestenfalls für die Tagesbeobachtung geeignet sind.

beste Grüße und viel Spaß weiterhin

Thomas
j.gardavsky Erstellt am: 24.06.2019 : 13:38:44 Uhr
Hallo Rene, hallo zusammen,

jetzt bin ich endlich dabei, ausgewählt wurde das Docter 15x60, also die untere Mittelklasse in den Feldstecheraperturen. Ohne Stativ, nur in meinen geübten Händen.

Obwohl die leuchtenden Nachtwolken noch störten, nahm ich die erste brauchbare Nacht nach der Sommerwende, den 23. Juni. In dem Zeitraum von 23:00 bis 24:00, fand ich ohne Mühe die folgenden Messiers:

M3: klein, aber hell, einfach gefunden auf dem Weg Arcturus - Cor Caroli.
M13: sehr hell, wie immer, und wenn schon in Hercules, dann
M92: auch sehr hell, aber viel kompakter als der M13

Dann machte ich eine Pause in der Hoffnung es wird dunkler.
Als mehr Sterne in der Aquila - Delphinus - Cygnus - Lyra sichtbar wurden,
M27 Hantelnebel: Ein eingermaßen heller runder Nebelfleck, von den Außenbereichen dieses PNs einfach nichts
M29: Sehr schwierig aufzulösen in einzelne Sterne, erschien mir wie ein kleiner Nebelfleck mit unsicher zählbaren Pünktchen. An anderen Nächten habe ich es schon richtig aufgelöst gesehen.
M57 Ringnebel: dieser planetarische Nebel zeigte die Grenze der kleinen Feldstecheröffnung. Gewusst wo, habe ich ein kleines unauffälliges Scheibchen doch gefunden.
M39: Ein einfach aufgelöster offener Sternhaufen.

Eine Pause wurde angesagt um die Region Scutum - Sagittarius bequemer zu sehen.

M11: Ein großer und heller Nebelfleck, nicht einmal ansatzweise aufgelöst in einzelne Sterne.
M24: Die Kleine Sagittariuswolke war das südlichste was ich an dieser Nacht beobachten konnte, mehr war nicht drin.
M25: Ein einfach aufgelöster Sternhaufen östlich von M24.
M18: Klein, nicht aufgelöst, aber bequem hell.
M17: Der Omeganebel, ein hell leuchtender Fleck.
M16: Der Adlernebel noch etwas größer als der M17, und auch bequem hell.

Und dann war Cassiopeia für ein check-in der beiden Messiers hoch genug.

M52: Südlich vom Harringtons Airplane Asterism einfach gefunden. Ein nicht aufgelöster Nebelfleck, sein einziger Riesenstern gerade noch sichtbar.
M103: Drei Sterne in diesem offenen Sternhaufen aufgelöst. (Der benachbarte NGC 663 war viel besser zu sehen.)

Das nächste Messierobjekt war der Kugelsternhaufen in Sagitta,
M71: ein kleiner, aber immer noch ausreichend heller, Nebelfleck.

Der letzte Abschnitt der Beobachtungen galt den Galaxien in den Sternbildern Ursa Major und Cannes Venatici.
M81: Ovalform, sehr hell.
M82: Ein dicker Strich, immer noch bequem hell.
M51: Ovalform, gerade noch beobachtbar.
M94: Klein, rund, hell.
M106: Es dauerte eine kurze Weile, bis diese sonst einfache Galaxie neben dem Pfeil Asterismus eine kleine Ovalform zeigte.

Zu diesem Zeitpunkt war die Milchstrasse Cygnus - Cepheus bereits sichtbar.

Die nächsten Beobachtungen der Messierobjekte werde ich in Juli/August machen.

Gruß
ReneM Erstellt am: 24.06.2019 : 11:21:04 Uhr
Hallo zusammen,

Neun Monate sind nach meinem Aufruf vergangen. Zeit für ein Fazit.

Mich freut es sehr, dass dieses Thema hier im Forum auf große Resonanz gestoßen ist, zumindest die vielen positiven Antworten und Zugriffszahlen bestätigen das.
Eure ersten Antworten machten mir Mut, dass wir mit diesem gemeinsamen Beobachtungsprojekt in der deutschen Astronomieszene wenn nicht sogar weltweit etwas Einmaliges schaffen können.
Leider scheinen bis auf wenige Ausnahmen die meisten Sternfreunde, die hier mit einer Auflistung ihrer Beobachtungsergebnisse begonnen haben, ihr Ziel aus den Augen verloren zu haben.
Das finde ich sehr sehr schade. Das Projekt hier hat mir bislang sehr am Herz gelegen, aber anscheinend haben meine Animationskünste nicht ausgereicht.
Ich werde meine drei Beobachtungslisten hier sicher noch vervollständigen, den Thread aber in Zukunft nicht mehr moderieren .
Was solls, einen Versuch war es wert.

Für alle, die hier fleißig mitgelesen haben, die Idee prinzipiell gut finden und künftig vor oder nach eigenen Beobachtungen auf eine vollständige Messier-Fernglas-Beobachtungsliste zurückgreifen wollen, denen kann ich das [Messier-Projekt auf unserer FdN-Homepage ans Herz legen.
Mathias, Christopher und ich - wir haben es inzwischen geschafft, alle Messierobjekte mit Ferngläsern bis 50 mm Öffnung erfolgreich zu beobachten.
Unsere Reise dort ist damit natürlich längst noch nicht abgeschlossen, wir wollen auch dort möglichst viele Beobachtungen mit verschiedenen Ferngläsern und Himmelsbedingungen sammeln,
die hammerharten Südhorizont-Kandidaten wollen wir allesamt auch von Deutschland aus schaffen.

Bleibt dran am Fernglas

Rene
j.gardavsky Erstellt am: 29.05.2019 : 18:52:57 Uhr
Hallo ReneM,

besten Dank für Deine Antwort javaskript:insertsmilie('')
Alle Messiers mit dem Leica 10x50 war von Dir eine super Leistung!
Mein Himmel ist meistens zwischen "suburban" und "country", Erlangen und Nürnberg bringen ganz schön viel Lichtverschmutzung. So bin ich froh bis zu 40 Messiers binnen von 3-4 Stunden mit dem Fernglas herunter zu holen.

Klaren Himmel.
ReneM Erstellt am: 26.05.2019 : 15:49:15 Uhr
Hallo Jiri,
ein Jahr ist sehr sportlich. Gratuliere, dass Du das seinerzeit so schnell hinbekommen hast.
Vor allem lastet einem dann nicht der Makel an, noch nicht alle Messiers gesehen zu haben. Ich hatte vor dem Projekt noch ganz viele weiße Flecken in dieser Liste, aber nicht mehr lange ...

Timm :-), fein fein. Ich schätze, wenn Du fortschreiben würdest, werden alle Objekt grün leuchten. Hinter Virgo schnell einen Haken, da dürften alle dabei gewesen sein ;-)

Viele Grüße

Rene
Timm Erstellt am: 20.05.2019 : 10:11:15 Uhr
Hallo Rene, hallo zusammen,

in einem anderen Threat schon beschrieben, hier noch einmal:
Beobachtungsort: Vryburg/Südafrika Anfang Mai.
Beste Bedingungen, 15° warm, SQM 21,90, windstill, bequemer Liegestuhl.
Beobachtet mit dem Canon 15x50 mit Stabi.

M83 fast im Zenith, sehr groß, etwas unregelmäßig geformt, gemottelt mit hellem Kern.

M68 im Zenith, kleine diffuse Scheibe mit Verdickung in der Mitte. Leicht zu finden.

M8, fast im Zenith, extrem groß, strukturiert mit deutlichem Dunkelband, viele Sterne eingebettet, leicht zu finden, da mit bloßem Auge sichtbar.

M20 fast im Zenith, zarter Nebel ohne Struktur, direkt neben M8.

M16, auffälliger Sternhaufen, eingebettet in zartem Nebel.

M17, deutlicher Nebelfleck mit Struktur, das Omega ist zu erahnen.

M4, im Zenith, großer auffälliger Nebelfleck, in der Mitte etwas heller, mit im Feld NGC6144, der aber unauffällig.

M80, auch im Zenith, kleiner unauffälliger Nebelfleck.

M22, groß und recht hell, zur Mitte etwas heller werdend. Auffällig. Mit im Gesichtsfeld sieht man

M28, kleiner und diffuser Fleck.

M104, im Zenith, zusammen mit dem Stargate und dem broken arrow, leicht zu finden, länglich.

M84 und
M86, recht einfach zu finden, beide groß und flächig, etwas hellere Kerne, in der Umgebung viele schwächere Galaxien.

Im Virgohaufen bekomme ich Probleme beim identifizieren, da man über das Canon-Glas schlecht peilen kann.
Wenn dann mehrere Galaxien im Gesichtsfeld sind, weiß ich nicht welche ich gerade sehen kann.
Beim Abschwenken des Virgohaufens konnte ich wenigstens zwei Dutzend kleine nicht sternförmige Fuzzies sehen.

cs
Timm
j.gardavsky Erstellt am: 19.05.2019 : 22:25:48 Uhr
Hallo Rene, hallo alle zusammen,

alle Messiers durch die Ferngläser, das ist ein sehr schönes Beobachtungsprogramm!
Bei mir hat es 1 Jahr gedauert und die südlichsten habe ich erst mit dem 10,5x70 BA8 in den Dolomiten gesehen.

Viel Spaß
ReneM Erstellt am: 01.05.2019 : 10:44:39 Uhr
Hallo zusammen,

nun sind doch ein paar Tage mehr als gedacht vergangen und in die Lieberoser Heide habe ich es auch wieder nicht geschafft .
Stattdessen konnte ich die letzten zwei Nächte jeweils knapp zwei Stunden im heimischen Garten nutzen, um mich den Galaxien in Virgo mit 10x50 und 16x70 zu nähern. Die Aktualisierungen folgen an den entsprechenden Stellen ...

Zu den etwas südlicher liegenden Gesellen:
Zitat:
Original erstellt von: Moonchild_27
M 104 wurde hier noch nicht probiert. Ist die Galaxie so schwierig fürs Fernglas ? Mal schauen, vielleicht nehme ich die mir mal vor diesen Frühling, das Fernglas ist trotz schönen Stativ immer noch mehr ein Pausenfüller zur Entspannung, hab da noch zu viele "Sehnsüchte" im Teleskop die ich mir anschauen will.

Achja, M83 auch noch, aber selbst im Teleskop bei niedrigen Stand säuft die ab. Beide probier ich dann spätestens ende Mai, falls Südhimmel erlaubt ist.

M 104 Mensch Mathias, da haste mir ja vorher richtig Angst gemacht, Holger hat sie mir wieder genommen ... M 104 ist wirklich leicht, die sollte auch mit kleineren Ferngläsern und etwas schlechterem Himmel gehen.
M 68 habe ich nur im 16x70 FG sehen können, dort relativ leicht, im 10x50 FG ging trotzdem nix.
Bei M 83 war in beiden Ferngläsern Fehlanzeige, zuviel Lichtsiff von der nahen Großstadt. Neumondbeobachtungen am Tage sind da leichter .

Mein Fazit zu diesen beiden Nächten sieht ähnlich aus wie das von Holger - kurzweilig und teilweise anspruchsvoll. In der ersten Nacht mit dem 10x50 FG habe ich unterstützend auch meinen Refraktor draußen gehabt, weil ich mich in der Gegend noch nicht so gut auskenne und keine Galaxie mit einem Stern oder einer Sternansammlung verwechseln wollte. Dementsprechend kamen auch nur gut 10-12 Objekte zusammen.
In der zweiten Nacht mit dem 16x70 FG war das dann eher wie ein Heimspiel. Da sind am Ende gut zwei Dutzend Messiers und einige NGC's zusammen gekommen. Eine rasanter Ritt, der viel Freude gemacht hat ...

Viele Grüße

Rene


ReneM Erstellt am: 22.04.2019 : 16:53:41 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: Cleo

...insgesamt ist das nicht weniger Arbeit, aber auch nicht weniger Spaß als das Beobachten mit dem großen Dobson - man muss halt von dem gewohnten Anblick abstrahieren, aufmerksam beobachten und sich über alles freuen, was man auf diese Weise wahrnimmt - z.B. knotige Details in M66 und eine diagonal verlaufende Sternkette in M67.

Hallo Holger, ganz genau - nicht weniger Spaß auf gar keinen Fall nicht!
Bin gespannt auf Deine Ergebnisse.
Du scheinst einen guten Südhorizont an Deinem Beobachtungsort zu haben. Für M 83 will ich am Wochenende in die Lieberoser Heide fahren, wenn das Wetter mitspielt. Heute sind die Virgo-Galaxien dran, da reicht mein Garten :-D. M 104 wird dann hier aber schwerer als die Leo-Galaxien. Die Galaxie hängt doch schon ordentlich im Lichtsiff fest.

Ich habe festgestellt, dass ich, wenn ich Beobachtungen vergleiche, als erstes immer auf die Farbindikatoren schaue. Ich weiß nicht, wie es Euch geht.

Viele Grüße

Rene
Cleo Erstellt am: 22.04.2019 : 10:49:42 Uhr
Hallo zusammen,

letzte Nacht habe ich die 1.5 Stunden zwischen Dämmerung und Mondaufgang genutzt, die Bedingungen waren ja bestens - folgende Objekte kommen hinzu mit dem 8x42: M53, M65, M66, M67, M68, M95, M96, M104, M105

Ausführlicherer Bericht bzw. Ergänzung der Liste auf Seite 1 dieses Threads folgt. Was war anders als erwartet: M104 war ein sehr einfaches Objekt mit länglicher Form und zentraler Verdickung. M95/96/105 dagegen relativ schwierig, die haben mir einiges abverlangt.

Insgesamt ist das nicht weniger Arbeit, aber auch nicht weniger Spaß als das Beobachten mit dem großen Dobson - man muss halt von dem gewohnten Anblick abstrahieren, aufmerksam beobachten und sich über alles freuen, was man auf diese Weise wahrnimmt - z.B. knotige Details in M66 und eine diagonal verlaufende Sternkette in M67.

Für die 9 Objekte habe ich aber auch die 1.5 Stunden gebraucht, für M83 hatte ich dann keine Energie mehr, ebensowenig wie für das Gewimmel der Frühlingsgalaxien, auch wenn das der perfekte Abend dafür gewesen wäre... ich habe mich dann lieber am aufgehenden Mond erfreut.

Viele Grüße - und danke nochmal für die Anregung!

Edit: hab die Beobachtungen jetzt auf Seite 1 eingetragen. Als Dreingabe gab's jeweils im Gesichtsfeld einen netten Satellitenflare bei M65/66 und einen Durchflug des chinesischen Spionagesatellitenpärchens Yaogan 32 A/B bei M44/67.

Holger

Astrotreff - Astronomie Treffpunkt © Astrotreff 2001 - 2019 Zum Anfang der Seite
Diese Seite wurde in 0.33 sec erzeugt. Snitz Forums 2000

Der Astrotreff bedankt sich für die Unterstützung von:



?