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 Neues vom 28-Zöller: Rohbau Hut

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Ü B E R S I C H T    
Timm Erstellt am: 21.12.2017 : 21:34:38 Uhr
Hallo Freunde der großen Tüten,

es geht weiter mit dem großen "Reiseteleskop".
Die Spiegelbox mit der ultimativen Justierung: voll motorisiert!

Bei so großen und lichtstarken Spiegeln muss man manchmal nachjustieren.
Im Dunklen und alleine ist das ein mühseliges Unterfangen.
Deshalb habe ich mit überlegt, die Justageschrauben zu motorisieren.

Hier nun die ultrakompakte Spiegelbox in Bildern:
Die 54-Punkt-Lagerung wird zum Testen auf einen Dummi aus Holz gelegt.
Diese im Durchmesser nur 1mm größere Holzplatte aus Multiplex-Birke wird später als Transport-Deckel verwendet.



Zusammengebaut sieht das ganze so aus:



Erst aber der Test, ob der 71cm-Spiegel auch gut einzusetzen ist und reinpasst.



Das Reinheben geht erstaunlich leicht, wenn man sich diagonal über die Spiegelbox stellt. Die Stangen werden erst danach angebaut.

Nach der Montage der Einzelteile hier nun die fertige Spiegelbox mit dem Dummi:





Die laterale Lagerung mit Wippen und einem der Getriebemotoren für die Justierung. Das ist auch das Besondere an diesem Dobson.
Ich habe mir das ausgedacht, weil mir das perfekte Justieren wichtig ist.
Denn bei f/3,08 ist eine einfache Methode extrem hilfreich, wenn man schnell mal zwischendurch nachjustieren möchte.
Mit zwei Tastern in einer Handbox kann man, das Auge am Okular, sehr einfach an einem Stern eine perfekte Justage in Sekunden hinzubekommen.





Die Getriebemotore links und rechts:







Diese Spiegelbox wiegt etwas über 8 Kilo und zusammen mit dem 15,7 Kilo Spiegel nicht einmal 24 Kilo. Das ist für mich absolut tragbar.
Wenn ich alle anderen schon gewogenen Teile dazu rechne, werden es etwa 37 bis 38 Kilo Gesamtgewicht sein.
Für mich ist das schon etwas heftig, aber absolut gesehen, einer der leichtesten 28-Zöller der Welt!

Demnächst geht es mit dem kritischstem Bauteil weiter: dem Hut, der so leicht wie möglich werden sollte!
Ich werde berichten...

cs
Timm
D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
Timm Erstellt am: 14.01.2018 : 22:04:42 Uhr
Hallo Walter,

Titanblech kann man in der Bucht kaufen.
Man kann es wie Stahlblech mit der Blechschere schneiden und mit normalen Bohrern Löcher bohren.
Ich nehme es gerne für Spinnen, weil es leicht und stabil ist.
Nachteil: ziemlich teuer!

cs
Timm

P.S. weniger als 3 Monate bis Südafrika!
stardust3 Erstellt am: 14.01.2018 : 20:45:24 Uhr
Hallo Timm,

Titan Bleche!? Wo bekommt man das schon wieder her? Und wer bohrt einem die Löcher!
Du erstaunst immer wieder ;-). Saubere Arbeit und geniale Logistik, aber das sagte ich ja schon...

Grüße,
Walter
emilia Erstellt am: 14.01.2018 : 16:18:48 Uhr
Hallo Timm,

neue interessante Bilder vom Baufortschritt der grossen Tüte.

Weiterhin viel Spass und Erfolg bei der Arbeit

Grüsse Peter
Timm Erstellt am: 13.01.2018 : 16:11:25 Uhr
Hallo Freunde der Lichteimer,

es geht weiter mit dem Rohbau!
Jetzt ist der Hut dran... ein wahres Monster von der Größe her.
Der Außendurchmesser beträgt 770mm.



Die Spinne ist aus 0,4mm Titanblech. Sie ist extrem stabil und wiegt nicht viel.
Die Befestigung am Hut ist sehr simpel: eine M5 Augenschraube wird geschlitzt und das Blech dazwischen gesteckt und mit einer M3-Schraube befestigt.



Die Fangspiegeljustage im bewährten Konzept. Eine Zentralschraube mit starker Spiralfeder zieht die drei Justierschrauben gegen die Platte.






Auf dieses Teil wird eine Carbonplatte geschraubt.
Daran ist der riesige 20cm-Fangspiegel mit drei Silicon-Blobbs befestigt.



Jetzt kommt der Okularauszug mit dem Filterschieber dran.





Der Komakorrektor ist schon fest eingebaut. Referenz ist das Ethos 17mm... meine anderen Okulare sind dazu parfokal.



Die Halterung für den Okularauszug ist so gebaut, dass man sie zum Transport abbauen kann.



Der OAZ ist noch nicht fest eingebaut. Damit warte ich, bis der Dobson fertig ist.
Der Lowrider-Winkel ergibt sich erst dann, wenn alles zusammen gebaut ist.




Das sind die zum Transport zerlegten Teile.




Jetzt kommen alle Teile zum Pulverbeschichten. Das kann dann eine Weile dauern,
weil ich warten muss, bis Mattschwarz in der Produktion ist... sonst würde es zu teuer werden!

Wenn alles fertig ist werde ich wieder berichten...

cs
Timm
Erposs Erstellt am: 03.01.2018 : 09:24:40 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: MartinB


.....Elektrisch sollte das nicht so schwer sein: ....




Dafür gibts Umpol-Taster, z.B. https://www.pollin.de/p/kfz-fensterhebertaster-420663?&gclid=CjwKCAiAm7LSBRBBEiwAvL1-L7Ap1chzk0oIQS5LhINzGsJHseszNp4rjTx6wrLH_DlobuYTw0pWjBoCsdkQAvD_BwE

oder ev. eine drahtlose Lösung? So will ich das bei mir lösen. Mit einer drahtlosen Fernbedienung zwei Relais (pro Motor) schalten.
Timm Erstellt am: 26.12.2017 : 17:11:40 Uhr
Hallo Stefan,

der Neue wird bestimmt fertig zum DSM.
Zur motorischen Justage:
In der Steuerbox ist ein 9V-Block eingebaut. Der hält stundenlang, also ausreichend für 1000 Justagen!
Ein Resereblock ist iaber mmer dabei...

Ich bin auch schon auf die Fünflinge gespannt.
Der Ben hatte ja ein erfolgreiches Weihnachtsspechteln gehabt und vom Leichtgewicht geschwärmt.
Es muss nicht immer groß sein um Spass zu haben.
Auch noch eine schöne Zeit zwischen den Jahren und cs

Timm
StefanSLS Erstellt am: 26.12.2017 : 16:10:37 Uhr
Hallo Timm,


phantastisches Projekt! Die motorische Justage ist sicher eine Sache...aber immer drauf achten, dass die Batterien nicht im entscheidenden Moment leer sind!

Zum DSM fertig...klasse, noch ein Grund mehr zu kommen...ich seh's kommen, dein Leviathan in der Mitte, umzingelt von unseren Fünflingen :-))

Frohes Fest und CS,
Stefan
Timm Erstellt am: 23.12.2017 : 19:52:28 Uhr
Hallo Stathis,

ja, ich beeile mich mit dem großen Dobson.
Er sollte bis zum DSM fertig werden.
Dass schon andere Leute auf die Idee mit motorischer Justage gekommen sind,
wundert mich nicht. Es ist so leicht zu verwirklichen und ist echt praktisch.
Beim googeln habe ich darüber nichts gefunden und so musste ich selbst auf die beste Bauweise kommen.

Die Lagerung habe ich vom Kai übernommen, die gut ist und sehr niedrig baut.
Die mittleren Dreiecke waren etwas schwerer und sind deshalb leichter gemacht worden.
Die laterale Lagerung ist eine bewegliche Wippe. Die Lager drücken so gleichmäßig auf die Schwerpunktlinie des Spiegels.

Ich dachte, es wird übersichtlicher, wenn ich mehrere Threats aufmache, damit man nicht immer durch die Seiten stöbern muss. Wenn es anders sein soll, mache ich es halt.

Ein frohes Fest und cs
Timm
Stathis Erstellt am: 23.12.2017 : 19:38:56 Uhr
Hallo Tim,

das geht ja richtig schnell vorwärts mit dem großen Alu- Dobson. Ganz besonders gefallen mir die Schweißarbeiten. So einen Schweißer hätte ich auch gerne im Raum München - aber die verlangen hier für präzise Arbeit so viel Geld, dass es sich für Amateur Projekte kaum lohnt. Zum Glück kann man auch auf auf Niet- und Klebetechnik ausweichen.

Motoren zum justieren habe ich schon bei Amis gesehen und natürlich bei Jörg Peters:
http://www.stathis-firstlight.de/atm/joerg_28bino_mechanics.htm

An der Spiegelzelle finde ich interessant, dass die 18 kleinen Dreiecke unterhalb von den 6 großen angeordnet sind - spart Bauhöhe! Warum sind die inneren Dreiecke sternförmig ausgeschnitten sind und die äußeren nicht? Hat das Schwerpunkt - Gründe?

Warum hast du 4 laterale Lager? Ist die Wippe frei drehbar gelagert, oder wie stellst du sicher, dass beide Lager der Wippe gleich aufliegen?

Freu mich schon auf die weiteren Schritte

p.s.
Warum machst du für jeden Schritt ein neues Thema auf?
Da wird das Verfolgen schwer, vor allem für diejenigen, die nicht hier regelmäßig rein schauen. Hier der Link zu den Schweißarbeiten.
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=218617
emilia Erstellt am: 23.12.2017 : 18:54:13 Uhr
Hallo Timm,

das ist ja wieder ganz grosses Kino.
Ich freue mich schon auf die nächsten Bilder.
Weiterhin viel Erfolg beim Konstruieren und Bauen
der grossen Lichttüte

Peter
Timm Erstellt am: 22.12.2017 : 15:17:15 Uhr
Hallo Martin,

die 2-Punktjustage verwende ich schon ewig, ich meine bei den letzten sechs Dobsons!
Das ist einfach einfacher
Die motorische Justage schwirrt mir schon lange im Kopf herum und endlich habe ich sie mal gebaut.
Das ist so simpel und kostengünstig zu bauen und mit Tastern sehr feinfühlig zu bedienen,
dass es mich wundert, dass es meines Wissens noch niemand gebaut hat.

Der Dobson wird zum DSM fertig und vorgestellt.
Natürlich komme ich auch zum ITV, dann kannst du testen und ausprobieren, wie die Justage funzt.

cs
Timm
MartinB Erstellt am: 22.12.2017 : 13:57:41 Uhr
Hallo Timm,

2-Punkt Justage mache ich bei allen meinen Dobsons. Die hintere Aufhängung (= die obere bei Schwenk zum Horizont) bleibt auf "Werkseinstellung", nur die anderen beiden werden verstellt.

Motor-Justage sollte oberhalb 1/2 m Öffnung zum Standard werden!
Mit den Motoren hast Du eine zusätzliche Justiermöglichkeit, die bei manueller Verstellung so nicht möglich ist:

Wenn Du die Motoren entweder gleichsinnig oder gegensinnig bewegst, hast Du eine Justage in 2 Achsen, die 90° statt 60° versetzt sind. Das könnte einfacher zu justieren sein.

Elektrisch sollte das nicht so schwer sein: Einfacher 2poliger Umschalter als Polwender für einen der Motoren und 2 Tipptaster, evtl mit 2 Geschwindigkeitsstufen zusätzlich, für die Verstellung. Kann man leicht so bauen, dass sich einerseits nix von selbst verstellt und man andrerseits zur Bedienung nur den Tastsinn benötigt. Und es geht mit wenig bis keiner Elektronik, statt dessen simple Elektrik.

Ich hoffe, das gute Stück können wir dann auf dem ITV bewundern und testen?

Gruß,
Martin
Rastaban Erstellt am: 22.12.2017 : 12:13:07 Uhr
Hi Timm,

vielen Dank für diese Bilder!
Du schenkst uns gerade noch vor Weihnachten den allerschönsten Fotoroman des Jahres deiner Baukunst.
Begeisterte Astronomen wie wir können das so gut wie einen feinen gebratenen Truthahn geniessen!
Mensch, möchte ich schon so gerne im Juli in Südafrika sein...!

Beste Grüsse
pescadorTT Erstellt am: 22.12.2017 : 10:19:25 Uhr
Hallo Timm,

ja dann hoffe ich mal, dass er sich bis dahin noch nicht in Südafrika befinden wird

Liebe Grüße,
Sven
Timm Erstellt am: 22.12.2017 : 08:02:16 Uhr
Hallo Sven,

danke, ja da braut sich ein tolles Instrument zusammen.
Ich bin selbst gespannt, wie das weiter geht. Der Hut ist das nächste Teil in Arbeit... nächstes Jahr!
Ich weiß noch nicht, ob ich mit dem 28-Zöller oder wieder mit dem 21-Zöller zum HuTT komme.
Möglicherweise ist das Monster dann schon in Südafrika.


Hallo Günter,

ich brauche nur zwei Motore. Der dritte Punkt ist manuell verstellbar, wird aber nie bewegt.
Trotzdem kann man den Spiegel in alle Richtungen neigen.
Ich denke, dass ich so stabil bauen werde, dass Justieren nur nach dem Aufbau nötig sein wird.
Also kein automatisches Nachjustieren nötig. ;-)

cs
Timm

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