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Ü B E R S I C H T    
darksiteseeker Erstellt am: 08.11.2017 : 21:42:03 Uhr
Hallo Zusammen,

das Projekt scheint auf einem neuen Stand angekommen zu sein. Wenn es tatsächlich klappt, haben wir eine neue Form der Electronically Assisted Astronomy:

http://www.ingenieur.de/Branchen/Luft-Raumfahrt/Das-eVscope-Das-Teleskop-in-neuen-Dimension

http://unistellaroptics.com/product/

Beste Grüße

Dietmar
D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
Elektronengehirn Erstellt am: 31.03.2019 : 13:35:07 Uhr
Ich finde das evScope auch superspannend und könnte es mir durchaus als Zweitteleskop vorstellen.
Das Teil kann man in den Rucksack stopfen und damit raus aufs Feld fahren und DSO beobachten - das ist doch klasse.
Kein Alignment nötig, die Fotos hat man auch gleich auf dem Smartphone - das ist das ideale Gerät für Nicht- oder Anfänger-Astronomen, die wenig Zeit, aber eine gefüllte Geldbörse haben - und dafür gibt es eine Menge mehr als ernsthafte Astronomen.
Es wird, wenn es ansatzweise das hält was es verspricht, sicher ein Verkaufserfolg. Und etablierte Hersteller werden früher oder später auf den Zug aufspringen.

Ich freu mich drauf!
Gerd-2 Erstellt am: 19.01.2018 : 15:10:28 Uhr
Hallo Stefan,

es freut mich mit welcher Begeisterung du meine Beiträge auch im Nachbarforum liest.
Da wir hier im Astrotreff sind will ich mich nicht deinem Diskussionsstiel anpassen der eher in das andere Forum passt und will ohne deine Lachanfälle auskommen.
Nur ganz sachliche Informationen.

Zitat:
Nein, das OLED in Full-HD Auflösung gib es noch nicht. Auf der gelinkten Seite zu lesen (dazu muss man natürlich die gesetzten Links auch richtig anschauen- bevor man sie setzt ). Produktion on-going. Also noch nicht in Fertigung, ob schon entwickelt besagt das auch nicht. Selbst ein Display in nur XGA-Auflösung gibt es noch nicht zu kaufen.


Doch Full HD Mikro OLEDs gibt es schon eine ganze Weile und zwar nicht nur als einzelnes Display, auch als fertiges Produkt in Form von elektronischen Suchern zu kaufen.

https://www.videodata.de/shop/products/de/Kamerazubeh-246r/Sucher/Blackmagic-URSA-Viewfinder.html?_=srhgpnm8ff1s6jp0envk95hia1

Derart hochwertige und profanen Notebook TFTs haushoch überlegene Technologie ist allerdings nicht ganz billig.
Du leistest dir jetzt schon zum 2. Mal einen eklatanten Irrtum, Stichwort Leuchtpunktsucher.
Jedes Mal poltertest Du lautstark los und musst dann kleinlaut eingestehen das der Aufreger den du glaubtest gefunden zu haben gar keiner ist.
Aber gut ich verkneif mit mal das Lachen.

Zitat:
Auch hier klar Nein- es sind Patente eingereicht, aber noch nicht anerkannt.


Na ja gut sie sind angemeldet richtig aber ob man sie nun schon zugeteilt hat oder nicht schmälert die zum Patent angemeldete Innovation nicht.

Zitat:
Und auf was sich diese Patente beziehen, das weiß wohl nur eine Person hier dank einem Blick in die Kristallkugel


Also wenn du mich meinst ich habe die Information hier gefunden.

https://www.kickstarter.com/projects/unistellar/evscope-100-times-more-powerful-than-a-classical-t?lang=de

Und nicht in der Glaskugel.

Zitat

Patent Nr1.

"Unistellar’s Enhanced Vision is a patent-pending technology that is based on the accumulation of light over short periods of time using a low light sensor, as well as on our proprietary algorithms of image processing that run on an on-board calculation module."

Falls etwas nicht klar ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Propriet%C3%A4r


Patent Nr2.

"The Autonomous Field Detection (AFD) software is a patent-pending high accuracy sky recognition and telescope orientation technology. It automatically detects stars in the field of view and identifies its pointing direction by a comparison with a 20 million star coordinates database. Coupled with magneto-accelerometers and with a motorized mount, AFD allows the eVscope to automatically align with celestial coordinates and accurately pinpoint and identify any object in the sky. Anytime, users can get contextual information on the pointed objects on their smartphone."

Zitat:
Aber Hauptsache eine klare Behauptung in den Raum gestellt- wirklich nur lachhaft.


Wien gesagt dein Diskussionsstiel passt eher in das andere Forum, ich verzichte hier daher mal auf einen Kommentar. Ich stehe da eh drüber.

Grüße Gerd
stefan-h Erstellt am: 19.01.2018 : 12:15:13 Uhr
Hi,

mal wieder kurz aufwärmen.

Nachdem nebenan auf ade ja munter weiter gehypt wird und auch hier doch wieder Märchen erzählt wurden...

Zitat:
Dennoch gibt es welche mit echter Full HD Auflösung also 1920 x 1080 Pixeln und damit 2,07 MP

https://www.atdelectronique.com/micro-oled-displays
Nein, das OLED in Full-HD Auflösung gib es noch nicht. Auf der gelinkten Seite zu lesen (dazu muss man natürlich die gesetzten Links auch richtig anschauen- bevor man sie setzt ). Produktion on-going. Also noch nicht in Fertigung, ob schon entwickelt besagt das auch nicht. Selbst ein Display in nur XGA-Auflösung gibt es noch nicht zu kaufen.
Zitat:
Auf dem eVscope liegen 2 Patente, eines soll beim Live-Stacking liegen und das Andere liegt auf der Objekterkennung.
In diesen beiden Punkten wird das eVscope sich also auch in Zukunft von kostenlosen Lösungen unterscheiden.
Das Live-Stacking des eVscope unterscheidet sich also klar von irgendwelchen kostenlosen Lösungen sonst hätte man ja kein Patent darauf bekommen.
Auch hier klar Nein- es sind Patente eingereicht, aber noch nicht anerkannt. Und auf was sich diese Patente beziehen, das weiß wohl nur eine Person hier dank einem Blick in die Kristallkugel. Aber Hauptsache eine klare Behauptung in den Raum gestellt- wirklich nur lachhaft.

Doc HighCo Erstellt am: 25.12.2017 : 20:33:01 Uhr
Hallo Gerd,

erst mal frohe Weihnachten.

Wir sollten an Weihnachten wirklich etwas besseres zu tun haben, als uns über's eVscope zu unterhalten. Aber da ich sehe, daß Du mich hier noch mal direkt ansprichst, möchte ich Dir antworten.
Ich denke wir sollten das Thema eVscope ruhen lassen, bis es auf dem Markt ist. Dann kann man prüfen was es wert ist und es mit anderen Lösungen vergleichen. Wie gesagt, ich sehe nichts besonderes in der Funktionalität des eVscope und denke, man kann das, so man das will, heute schon haben. Daß die Entwickler einen Doktortitel haben ist für sich genommen noch kein Qualitätsmerkmal. Ich setze da einfach mal meinen eigenen dagegen und komme zu anderen Schlüssen. Und glaube mir, auch ein Patent zu bekommen bedeutet nicht, daß man immer etwas Revolutionäres losgetreten hat - meine Frau steht auch auf mehreren und wir sind trotzdem nicht reicher.
Aber man kann da natürlich anderer Meinung sein. Da Du so vom elektronischen Okular und von den Möglichkeiten das mit dem Handy zu steuern so begeistert bist, nehme ich an, wirst Du Dir ein eVscope kaufen. Ich bin dann mal auf Deinen Bericht gespannt.

Ansonsten wünsche ich Dir noch schöne Feiertage - ich widme mich jetzt noch einem schönen Glas Rotwein oder einem Single Malt mit meiner Familie vor meinen Kaminfeuer. Ich rate Dir, mach was ähnliches.

Ho, ho, ho,

Viele Grüße

Heiko

Gerd-2 Erstellt am: 25.12.2017 : 19:27:27 Uhr
Hallo Heiko,

Zitat:
Schau Dir die neue SharpCap Betaversion 3.1 an. Da taucht das schon alles auf. Bald kann man mit billigen motorisierten Montierungen ohne extra Guidescope das machen was das eVscope für Ende nächsten Jahres verspricht - und noch mehr.
Sorry, aber das eVscope wird überholt sein, wenn es auf den Markt kommt. Die Jungs tun mir fast leid.



du tust ja so als würde sich ausgerechnet in den nächsten Monaten ein Quantensprung bei kostenloser Software ereignen.
Und auf der anderen Seite gibt es beim eVscope gar keine Entwicklung mehr.
Ich denke beides wird falsch sein.
Natürlich wird es eine Entwicklung auch bei kostenloser Software geben aber die wird es selbstverständlich auch beim eVscope geben.
Die Firmware des Protrotypen muss noch lange nicht die der Serie sein und selbstverständlich wird man die Firmware des eVscope auch nach Jahren immer auf den Stand der aktuellen Entwicklung bringen können.
Man ist mit dem eVscope auf alle Fälle auf der Höhe der Zeit und längst nicht überholt.
Das gilt sicherlich nicht nur für nächstes Jahr sondern ich denke mal mindestens für die nächsten 10 Jahre.

Und ich denke das eVscope wird seinen Vorsprung auch in den nächsten Jahren verteidigen können.
Das Entwicklerteam sind alles sehr kluge Köpfe.
Alle haben einen Doktor und aufgrund des grandiosen Erfolges den sie schon jetzt mit dem eVscope haben auch das nötige Kapital um das eVscope weiterzuentwickeln.
Die App fürs Smartphone ist gerade in Arbeit und ich denke wir dürfen uns dann bei Auslieferung der Serie auf eine ausgereifte und sehr leistungsfähige App freuen wo es so schnell nichts Vergleichbares geben wird.
Nur zur Erinnerung, fürs Smartphone gibt es bis jetzt auf der kostenlosen Seite noch Garnichts das Live-Stacking kann und es ist zu befürchten das sich daran auch im nächsten Jahr nichts so schnell dran ändert.
Von der Steuerung des Teleskops bis hin zur patentierten Objekterkennung des eVscope mal ganz zu schweigen.
Apropos Patent.
Auf dem eVscope liegen 2 Patente, eines soll beim Live-Stacking liegen und das Andere liegt auf der Objekterkennung.
In diesen beiden Punkten wird das eVscope sich also auch in Zukunft von kostenlosen Lösungen unterscheiden.
Das Live-Stacking des eVscope unterscheidet sich also klar von irgendwelchen kostenlosen Lösungen sonst hätte man ja kein Patent darauf bekommen.
Und die Objekterkennung ist auch absolut genial.
Das mag man bei Objekten die leicht zu identifizieren sind natürlich noch als Spielerei abtun aber bei Pluto oder lichtschwachen Asteroiden sieht das schon ganz anders aus.

https://twitter.com/UnistellarScope/status/939759180822573056

https://twitter.com/UnistellarScope/status/940107228345856001

Da ist die Objekterkennung auch für den erfahrenen Beobachter eine sehr wertvolle Hilfe.
Ja es werden neue Betätigungsfelder wie das beobachten lichtschwacher Asteroiden erschlossen die aufgrund des bisherigen Aufwandes dafür eher stiefmütterlich behandelt wurden.
Das eVscope ist da eine echte Bereicherung und wer in den Genuss dieser Funktion kommen will der kommt um den Kauf des eVscope nicht rum denn diese patentierte Funktion gibt es nur dort und das dürfte aufgrund des Patentes auch die nächsten Jahre so bleiben.

Grüße Gerd
Gerd-2 Erstellt am: 25.12.2017 : 18:25:13 Uhr
Hallo Robert,

Zitat:
Ganz gleich ist das Konzept ja nicht.
Immerhin hat es ein Display welches ins unendliche projiziert erscheint.
Vielleicht mach das einen WOW Effect wenn man reinschaut?
Vielleicht ist das aber auch eher ein Nachteil gegen ein Notebookdisplay?



das elektronische Okular ist ganz klar eine absolut geniale Idee.
Der Blick auf ein schnödes Notebookdisplay kann da absolut nicht mithalten.
Das elektronische Okular im eVscope bietet einen atemberaubenden Kontrast von 1 Million zu 1.
Ein schnödes Notebok TFT dagegen lächerliche 1000 zu 1.
Ist also um Faktor 1000 schlechter!

Und natürlich ist auch das Beobachtungserlebnis mit so einem elektronischen Okular ein ganz Anderes.
Man kann hier praktisch in die Welt die man beobachtet eintauchen und bekommt ein echtes Space Walke Gefühl.
Absolut vergleichbar mit der Beobachtung mit klassischen Weitwinkelokularen.
Das ist etwas völlig anderes als der Blick auf einen Monitor.
Außerdem wird jegliches Fremdlicht beim elektronischen Okular abgeschirmt, die Objekte erstrahlen ausschließlich in ihrem eigenen Glanz.

Der Monitor steht halt am Beobachtungsplatz auf einem Tisch und das wird einem auch immer bewusst bleiben.
Man bleibt halt auch Gedanklich immer vor Ort.
Ganz anders beim elektronischen Okular.
Natürlich bleibt man physisch vor Ort aber gedanklich kann man sich auf Reisen begeben und so fühlen als würde man im Raum schweben und zb. die Galaxie beobachten.
Irdische Störeinflüsse werden abgeschirmt.

Grüße Gerd
Doc HighCo Erstellt am: 15.12.2017 : 08:30:38 Uhr
Hallo Svend,

ja, man muss natürlich Sterne mit genügend S/R erkennen können, um zu guiden. Aber das ist natürlich auch Voraussetzung um Bilder zum Livestacken auszurichten und um die Position mit Platesolving zu bestimmen. Das geht ja alles zusammen. Daher der Ausblick, daß das in Zukunft mit besseren Kameras quasi in "Echtzeit" möglich sein wird - die werden wahrscheinlich noch geringeres Rauschen haben, noch einen höheren Dynamikumfang haben und noch größere Chips und damit Gesichtsfeld haben. Wird erst teuer sein, aber dann wird der Preis mit der Zeit fallen. Dann wird das alles möglich sein. Im Moment wäre es vielleicht bei leidlich hellen Objekten bei kürzeren Brennweiten schon möglich - also da wo sich auch das eVscope tummeln will.
Bevor hier Einwände kommen: Gute Ausrüstung wird immer bessere Ergebnisse liefern als schlechte - das ist klar. Aber die gleiche Qualität wir immer einfacher zu haben sein.
Und zu Livestacken - da bedeutet ja lediglich das die Aufnahmen in Echtzeit gestackt werden können - nur weil ich das am Bildschirm o.ä. sehen kann, hat das nichts damit zu tun, daß das dann ein Ersatz fürs visuelle Beobachten ist.

Gruß

Heiko

Svend Erstellt am: 15.12.2017 : 01:01:53 Uhr
Hallo Heiko,

was du dir vorstellst wäre dann ja aber wie Off Axis Guiding?! Nur noch viel schwieriger weil....
Ok, von den 2 Sekunden pro Aufnahme her vielleicht im Bereich des möglichen.
Aber wie willst du bei entsprechender (höheren) Teleskop-Brennweite, Kameraempfindlichkeit und Pixelgröße für´s "Hauptbild"
dann noch gleichzeitig einen passenden Guidingstern im Kamerabild finden, wenn dieses gleichzeitig auch als "Guiding-Source" dienen soll?
Sprich: Das Guiding kann ja nur mit zumindest einem Minimum an Verhältnismäßigkeit bezüglich SNR und FWHM funktionieren.
Was aber wiederum einem entsprechend vergrößerten schönen "OAZ Bild" widerspricht. Zumindest bei DS-Aufnahmen sehe ich da Schwarz.

Was SW angeht, so hat z.B. FireCapture ein Guidingtool an board.
Allerdings entzieht es sich meiner Kenntnis, ob es auch an Sternen funktioniert, da es meines Wissens nach nur Planeten erkennt und auf diese dann guidet.
Ich habe das nie versucht. Mir reicht die "Bildstabilisierung" sprich
"Auf Planet zentrieren"-Funktion in FC.
Die funktioniert hervorragend und reicht mir völlig. Allerdings ist meine Montierung auch gut genug.
(Auch ohne Guider und z.B. PHD2....an Planeten und AVI´s mit eben entsprechenden FPS wohlgemerkt.)

Ich meine aber auch schon andere Aufnahme-SW gesehen zu haben, die ein Guidingtool mit an bord haben (für Sterne!).
Ich weis nur nicht mehr welche es war(en).
Da dies aber, unabgesehen der SW, aus den oben genannten Gründen,
eh nichts halbes und nichts ganzes werden kann,
bzw. nur in ganz engen Konstellationen und Situationen hinreichend funktionieren wird,
ist es m.E. müßig sich da überhaupt Gedanken zu machen.

Gruß & CS
Svend
Doc HighCo Erstellt am: 14.12.2017 : 21:46:43 Uhr
PS: Ja ich hoffe auch, das wir bei der Sache bleiben können und einfach mal weiterspinnen, was kommen könnte und was wirklich nützlich wäre. Abweichende Ansichten sind ja erlaubt.
Doc HighCo Erstellt am: 14.12.2017 : 21:43:03 Uhr
Hallo Svend,

nee, Livestacking ist nicht neu. Das weiß ich. Nur zum am Bildschirm anschauen ist das aber zu schade. Die neuen Möglichkeiten die ich sehe, sind mehr, daß man bei besseren Sensoren und anständigen 2sec Aufnahmen mit gutem S/R-Verhältnis das Guiding gleichzeitig mit der Bildkamera machen könnte. Zwischen zwei Bildern die man stackt kann man die Drift berechnen und dann korrigieren. Bei 2 Sekunden bleibt das im Subpixelbereich, wie bei einem Guider - den bräuchte man dann nicht mehr - adieu Guidekamera. Kein Referenzstern driftet nach schon zwei Sekunden aus dem Bild - tut er ja auch bei einer Guidekamera nicht..
Wenn Du dann Platesolving integriert und die Montierung über ASCOM oder ST4 ansteuern kannst, hast Du auch Dein Goto ins Stackingprogramm ausgelagert. Und dann kann man richtige Langzeitserien belichten.
Wenn Du einzeln nur zwei Sekunden belichtest, kannst Du mittelmäßige Montierungen nehmen, wenns wackelt sortierst Du die schlechten Bilder schon mal beim Live-Stacking aus (automatisch). Ein Cirrus, ein Windstoß oder Flugzeug versaut nur ein paar Sekunden Aufnahme.
Kein Guiding nötig, billigere Montierung - da kann man mehr in Optik und Kamera stecken um noch bessere Resultate zu erzielen. Alles in einer bedienerfreundlichen Stacking/Guiding/Plate solve/Positionierungs-Software kombiniert, die an einem 08/15-Setup auf dem Laptop läuft, wäre alles was man braucht, das würde ich mir wünschen - kein eVscope nötig. Wenn es das schon gibt, dann bitte her damit.
Die Zukunft wir spannend.

Gruß

Heiko
Svend Erstellt am: 14.12.2017 : 20:26:01 Uhr
Moin Heiko,

quasi alles richtig was du sagst; da bin ich bei dir. Nur ist es m.E. nicht neues.
Da zeichnen sich keine "neuen" Möglichkeiten ab, schon gar nicht für die Astrofotografie in der Zukunft, da es dieses schon längst gibt.
Und das nicht erst mit SharpCap 3.1.
Live-stacking ist nichts neues; schon einige Astro-SW Lösungen können das.
Selbst meine Spektroskopie SW kann es schon längst.
Allen gemein ist allerdings, dass sie nicht an ein "echtes" gestacktes Resultat rankommen, zumindest nicht bei AVI Videos, bei welcher FPS (sogar 0,x) auch immer (zumindest noch nicht).
Und was zu starke Drift angeht, hat jede SW ihre physikalische Grenzen, solange die selbe SW nicht auch mit guidet.
Denn klar ist: Was aus dem Bild rausgelaufen ist, ist nun mal weg.

Nun kenne ich den genauen Aufbau de eVscope nicht, habe aber munkeln hören, dass der Bildsensor den Fangspiegel ersetzt.
OK, ist auch nix neues. Einige professionelle Großteleskope (alles RC´s) funktionieren ja schon längst so.

Immer bessere Bildsensoren (rauschärmer) sehe ich genauso.
Und da können wir uns ja alle in jeder Anwendung drüber freuen.

Was die eVscope Möglichkeiten im Visuellen angeht, so ist es zumindest nicht meine Vorstellung von visuell Beobachten/Erlebnis,
auf ein OLED Display (Kamerasucher) in einem OAZ zu schauen.
Also wenn schon kein Glasokular, dann doch lieber "livestacking" mit Astrocam am OAZ und großen Display sprich Laptop/PC.
Dann muss ich mich nicht verrenken und andere können auch noch mitgucken (public viewing)
Und das in wirklich guter Qualität zum quasi gleichen Preis. (Wenn man weis was und wie.)
Und da schließt sich der Kreis zu Stefans Post. Dem hab ich nichts hinzuzufügen.

Ich bin gespannt was aus dem Teil letztlich wirklich wird und wer da drauf anspringt.

Und ja, ich hoffe doch wir bleiben zu dem Thema bei dem Niveau hier.
Auch wenn, wie von mir gerade, persönliche Meinungen zum mögen oder nicht mit einfließen.
Deshalb bin ich ja auch im Blauen und nicht im Schwarzen Forum
Man was haben die sich da lieb wegen so einem Produkt...was für´n Kindergarten

Gruß & CS
Svend
Doc HighCo Erstellt am: 14.12.2017 : 16:08:28 Uhr
Wen es interessiert, anbei der Link zu den neuen SharpCap features:

http://www.sharpcap.co.uk/sharpcap/news

Doc HighCo Erstellt am: 14.12.2017 : 15:36:17 Uhr
Hallo Stefan,

ich spreche für mich nur von einer parallaktischen Montierung mit meiner Ausrüstung - nicht vom eVscope. Beim Livestacken mit SharpCap werden Drift- und Bildfelddrehung mit Referenzsternen wie beim Off-line-stacking kompensiert. Jedes 2 Sekunden Bild wird ja ausgerichtet. Auf 200 Sekunden ist das gar kein Problem - selbst bei einer azimutalen Montierung und bei grober Einnordung.
Zur Einnordung hat Sharpcap übrigens ein Tool, mit dem das sehr genau funktioniert. Nehme ich fast immer.
Wenn Du SharpCap o.ä. noch mit dem Steuergerät der Montierung z.B. über die ST4-Schnittstelle verbindest, könntest Du sogar Steuerimpulse senden, die die Drift kompensieren. Dann kannst Du beliebig lange Aufnahmeserien machen. Ob das schon implementiert ist, weiss ich nicht.
Ich werde das mal beobachten und ausprobieren. Ich zeige dann irgendwann mal was geht. Und die Entwicklung geht ja weiter.

Viele Grüße

Heiko
stefan-h Erstellt am: 14.12.2017 : 14:12:03 Uhr
Hallo Heiko,
Zitat:
Man könnte die Zwei Sekunden Aufnahmen in hunderter Serien livestacken und abspeichern (also als 200-Sekundenaufnahmen) und später ein paar hundert davon ganz normal nachbearbieten (stacken, schärfen etc.).
Das ist ein Irrtum. Ohne halbwegs genaue Einnordung und ohne parallaktische Nachführung hast du bei entsprechend großer Bildanzahl auch bei kurzen Belichtungszeiten eine entsprechend große Verschiebung im Gesamtbild, der damit nutzbare Bildausschnitt wird also mit steigender Bildanzahl immer kleiner.

Und Bildfeldrotation bei einer azimutalen Montierung kannst du nicht einfach rausrechnen oder durch passendes Drehen des Bildes kompensieren. Die Verschiebung der Objekte im Bild nimmt zum Bildrand hin zu. Die SW müsste also Sterne/Objektteile mit zunehmenden Abstand von der Bildmitte her nach außen unterschiedlich weit verschieben. Jedes Bild einer Strichspuraufnahme zeigt dir das Problem sehr schön.

Zum Punkt "stacken"- es wird erst mal vorausgesetzt, das die SW im eVscope die Bilder tatsächlich stackt. Aber ist das wirkliich der Fall oder werden die Einzelbilder nur einfach aufsummiert? Die Atik Invinity wurde ja mit Erscheinen auch hypeartig gefeiert, aber wenn man deren Bilder ansieht brennen helle Sterne/Objekte schnell aus und das deutet auf ein "nur aufsummieren" hin. Das erfordert erheblich weniger Rechenaufwand und kaum Speicherbedarf.
Zitat:
Was mache ich, wenn auch nur ein Teil an dem "Gesamtsystem" den Geist aufgibt?
Dieser Einwand von Svend ist durchaus wichtig und sollte nicht übersehen werden. Der Hersteller müsste hier also längerfristig Reparaturmöglichkeiten und Ersatzteilversorgung sicherstellen, ansonsten wirft man bei einem vielleicht kleinen Defekt schlappe 2,1k€ in den Müll.
Zitat:
Sorry, aber das eVscope wird überholt sein, wenn es auf den Markt kommt. Die Jungs tun mir fast leid.
Ja, das ist durchaus möglich, besseres Setup und vielleicht auch noch günstiger. Aber leid tun brauchen dir die Jungs nicht, die haben doch jetzt schon mit der Aktion auf Kickstarter genug Geld eingesammelt- Ziel erreicht und sogar bei Weitem übertroffen.

Leid tun mir die Leute, die jetzt da für 1499$ und sogar für 1999$ gekauft haben.

Gruß
Stefan
Doc HighCo Erstellt am: 14.12.2017 : 13:45:16 Uhr
Hallo Svend,

ich sehe gerade, daß es bezüglich eVscope auch hier weitergeht - hoffentlich sachlicher.

Das eVscope-Thema scheint doch ein starkes Interesse zu erzeugen. Ich glaube aber, es ist weniger das eVscope selber, was soviel Aufsehen erregt, sondern die sich abzeichnenden Möglichkeiten in der Astrofotografie/Beobachtung. Ich will auch gar keine neue Diskussion anfangen, ob "Beobachten" jetzt nur durch "Original"-Photonen stattfindet und wie lange nach dem Eintreffen dieser Photonen im Teleskop man noch von "Live" sprechen kann.

Ich sehe da im wesentlichen die Ankunft immer rauschärmerer Sensoren mit höherem Dynamikumfang auf dem Markt. Das heißt, man kann immer kürzer belichten um noch ein gutes Signal/Rauschverhältnis zu erhalten. Wir haben hier ja schon Deep-Sky-Bilder gesehen die aus tausenden Zwei Sekunden Einzelaufnahmen gestackt wurden. Was bedeutet das? Ein riesiger Speicherplatzbedarf? Meiner Meinung nach nicht. Man könnte die Zwei Sekunden Aufnahmen in hunderter Serien livestacken und abspeichern (also als 200-Sekundenaufnahmen) und später ein paar hundert davon ganz normal nachbearbieten (stacken, schärfen etc.).
Wenn man zwei Sekunden Einzelaufnahmen macht braucht man auch kein separates Guidescope oder OAG mehr. Man kann dann direkt die Einzelaufnahmen nehmen und korrigieren. Man rechnet die Drift der Einzelaufnahmen zum Alignen beim Livestacken ja sowieso aus. Mit einer ST4-Verbindung und einer ASCOM-Schnittstelle kann man damit nachführen. Wenn man einen Platesolver in die Stacking-Software integriert, kennt man jederzeit die Position des Bildauschnitts am Himmel und kann dann jede Montierung mit ASCOM-Schnittstelle relativ präzise positionieren und nachführen. D.h. Jede billige motorisierte Montierung wird zur präzisen GOTO-Montierung. Bei Zwei-Sekundenaufnahmen spielt der Schneckenfehler dann auch praktisch keine Rolle mehr.
Schau Dir die neue SharpCap Betaversion 3.1 an. Da taucht das schon alles auf. Bald kann man mit billigen motorisierten Montierungen ohne extra Guidescope das machen was das eVscope für Ende nächsten Jahres verspricht - und noch mehr.
Sorry, aber das eVscope wird überholt sein, wenn es auf den Markt kommt. Die Jungs tun mir fast leid.

Viele Grüße

Heiko

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