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 Ein neuer 12 Zoll Spiegel

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Ü B E R S I C H T    
daniel1976 Erstellt am: 11.02.2017 : 10:13:19 Uhr
*** Inhaltsverzeichnis ***

Seite 1 Grobschliff Karbo80, Menge Karbo/Wasser, Wahl der Brennweite, Eddingstrich-Test

Seite 2 Erreichen der Pfeiltiefe, Karbo180, Pits markieren, Auftauchen neuer Pits

Seite 3 Krümmungsradius messen, Fase nachziehen, Feinschliff , Pechhaut gießen

Seite 4 Anpolieren, Kratzer!

Seite 5 Kratzer Sichtbarkeit in Foucault, Mechanik PDI-Interferometer + Foucault Tester

Seite 6 Auswirkung des Abstands Laser-PDI Plättchen, invertierte Wavefronts, Beseitigung der abgesunkenen Kante, Diagnose von abgesunkener Kante in PDI und Foucault

Seite 7 Versiegeln des Granittools, Beseitigung der abgesunkenen Kante: Zentralberg, Daumenmethode

Seite 8 Beseitigung des Zentralberges: Zentralloch durch MOT !

Seite 9 Beseitigung des Zentralloches mit Ringtool, Sphäre erreicht, Beginn Parabolisieren: wieder Loch, Strichführung, MOT und TOT, Loch beseitigt: breiter Berg

Seite 10 Parabolisieren MOT und TOT


*** Ende Inhaltsverzeichnis ***


Hallo zusammen,

ich bin der Neue. Fange soeben damit an, meinen ersten Spiegel zu schleifen.
Zur Vorgeschichte: Ich wollte ursprünglich erstmal nur einen 8" machen, den ich direkt in mein vorhandenes Galaxy Dobson einbauen kann, ohne ein neues Teleskop bauen zu müssen. Nun habe ich das Pferd eigentlich von hinten aufgezäumt und mir zuerst einen Foucault Tester gebaut. Damit den schon verbauten 8" GSO Spiegel vermessen. Der ist abgesehen von einer schlimm abfallenden Kante durchaus gut gelungen. Wenn ich diese mit einem ca. 4mm breiten schwarzen Pappring maskiere, bekomme ich einen wunderschönen Sterntest.
In Anbetracht der in jedem Fall anfallenden Materialkosten, des Aufwands und des doch ganz guten vorhandenen 8" Spiegels habe ich mich dann dazu entschlossen gleich mit 12" anzufangen. Und Stathis wollte es mir gar nicht ausreden.

Also Material bei Stathis bestellt und los gehts. (Ich weiß, dieser Weg wird kein leichter werden...)
Paket kam schnell und gut verpackt an. Was für ein schönes Teil. Stathis hat die Rückseite plangeschliffen. Ich habe die Fase angebracht, was weniger Spaß macht, als gehofft... Nach 1mm hatte ich keine Lust mehr, da muss ich wohl nochmal nachziehen...

Als Tool hatte ich mir eine runde Granitplatte mit 25cm Durchmesser aus dem Baumarkt ausgesucht.
Und dann gings los mit MOT und Karbo80. Erster Eindruck: der Spiegelrohling liegt mit 30cm und 4kg recht gut in den Händen und rutscht schön satt auf dem Tool rum. (Ich denke mir, dass ein kleinerer Spiegel sogar etwas fummelig zum Schleifen wäre und die Bewegungen nicht so schön rund).
Ich glaube, ich habe am Anfang etwas viel Karbo verplempert, weil ich schon nach ca. 30 Sekunden der Meinung war, dass das Korn zerrieben war und zu oft neu beschickt habe. Es geht aber noch länger. Neben dem Geräusch scheint auch die Farbe des Schleifbreis ein guter Anhaltspunkt zu sein. Am Anfang schwarz, wenn das Geräusch nachläßt, dunkelgrau und wenn man noch etwas weiter macht wird es hellgrau. Dann ändert sich die Farbe nicht mehr und es ist wohl durch.
Da mir das gründlicher und sauberer erscheint, als mit einem Lappen, tauche ich nach jeder Karbo Runde den kompletten Spiegel und das Tool in eine Wasserschüssel ein. Dafür sind die dann gleich nass genug und ich muss nicht mehr sprühen. Womöglich erhöht das komplette Abspülen aber auch den Karbo Verbrauch ?

Nach ca. 3h Schleifen habe ich 0,8 mm Pfeiltiefe erreicht. Die ursprünglich glänzende Fläche ist großteils bis zum Rand matt, bis auf zwei gegenüberliegende Streifen von ca.
1cm Breite. Diese Unregelmäßigkeit liegt wohl daran, dass die Fläche des Rohlings nicht ganz plan war.
Wie Stathis festgestellt hat, sollte aber der Rand jetzt noch nicht so angegriffen sein. Da muss ich noch mehr seitlichen Überhang machen, was man sich am Anfang noch nicht so traut. Da geht aber noch mehr.
Dann werde ich das mal tun und hier weiter berichten.

Gruß
Daniel
D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
daniel1976 Erstellt am: 03.09.2017 : 19:46:03 Uhr
Hallo Ihr,

ich habe meinen 2.6" Fangspiegel von Antares erhalten und bin zunächst mal über die für den "Consumer-Bereich" umfangreiche Dokumentation erfreut, die aus Interferogramm und Reflexionsmessung besteht.
Ich habe keine große Ahnung von der Bewertung von Planspiegeln, aber es sieht aus wie Lambda/17 PV wave und Lambda/111 RMS wave, oder ?

Angesichts der Tatsache, dass der größte Anteil am PV vom Einbruch an der Spiegelkante links unten kommt, ist die Ebenheit in der genutzen Mitte dann ja noch besser. Die 66 mm Durchmesser sind wohl etwas überdimensioniert, insofern wird die Kante womöglich gar nicht aktiv.

Zum Reflexionsspektrum fällt mir gar nichts auf, außer dass es wohl eine echte Messkurve ist, wie man an den kleinen Zapplern sieht.

Sieht für mich alles okay aus, was meint Ihr, alles i.O. mit dem Teil, keine Gurke ?

Gruß
Daniel




Starmak Erstellt am: 31.07.2017 : 23:21:02 Uhr
Das hilft ;)

Danke!
daniel1976 Erstellt am: 31.07.2017 : 22:51:29 Uhr
Sorry, es hat mit dem Hochladen etwas länger gedauert, wahrscheinlich werden spannende Wavefronts schneller freigeschaltet, als schnöde Verpackungen :-)





Starmak Erstellt am: 31.07.2017 : 22:32:06 Uhr
Hallo Daniel, Danke für Deine Rückmeldung - Bilder sehe ich leider keine.... kann das an irgendwelchen Einstellungen liegen?

Mein Spiegel... tja... ich mach mal nen eigenen FRED auf... nur so viel...ich komme aus der anderen Stadt in der man Optik atmet, mitten in Hessen ist das... und ich arbeite, so viel sei gesagt, nicht bei den blauen, sondern den roten ;)

Gruß

Marcus
daniel1976 Erstellt am: 31.07.2017 : 20:12:44 Uhr
Hallo Marcus,

danke fürs mitlesen und Deine Rückmeldung !
Fotos von der Verpackung siehe unten (ich hatte alles vor dem Versand fotografiert, falls es zu einem Versicherungsfall kommt...)

Ich denke, eine zweiteilige Verpackung mit innerer und äußerer Schachtel ist recht sicher und Schaumstoffmatten sind sehr praktisch.
Reichlich Knautschzone in alle Richtungen- die Maximalmaße für ein Paket sind immerhin 120x60x60 cm !
Ich hatte auf die polierte Oberfläche ein dünnes, sauberes Tuch gelegt und darüber eine dicke Pappe. Diese soll mögliche Druckbelastung der Oberfläche auf den Rand verlagern. Orion hatte für den direkten Kontakt dann noch so eine Art spezielle Watte auf den Spiegel gelegt, und die Pappe auch wieder verwendet.

Auf der Orion Homepage unter "Mirror Recoating" gibt's ein Formular zum Download, welches ausgedruckt mit zum Spiegel soll.

Paket nach UK kostet zum Beispiel bei beim gelb-roten Paketdienst mit den drei Buchstaben 21,- EUR, Versicherung bis 500 EUR ist inklusive. Höherversicherung bis 1000 EUR kostet noch 14 EUR extra, musst Du wissen, wieviel Dir Dein Spiegel wert ist

Für meinen Rückversand berechnete Orion 48 GBP. (Offenbar ist das alles etwas teuerer dort, selbst innerhalb UK kostet der Versand 25 GBP.)
Am besten vorher mal nach den Versandkosten fragen, John antwortet immer schnell und freundlich
Nach Eingang des Spiegels kommt sofort eine Auftragsbestätigung, gezahlt hatte ich daraufhin mit Kreditkarte.

Hat alles super geklappt und ich kann es nur empfehlen.

Vielleicht magst Du (in einem eigenen Thread) etwas über Deinen 10-jährigen Spiegel erzählen (was musst Du denn noch fertig machen, welche Brennweite hat er, und was Du damit vorhast ?)

Gruß
Daniel
Starmak Erstellt am: 30.07.2017 : 21:03:14 Uhr
Hallo Daniel,
ich bin wohl einer derjenigen, die für die 14.692 Aufrufe mitverantwortlich sind.

Super Dokumentation - und super Spiegel, soweit ich das beurteilen kann.

Kannst Du evtl. ein paar Worte darüber verlieren, wie Du Deinen Spiegel verpackt und versendet hast? Ich habe meinen 10" (das ist mein 3. Spiegel) nach fast 10 Jahren aus dem Keller geholt um Ihn endlich mal fertig zu machen - soll dann auch zu Orion UK gehen...

Wäre Klasse wenn Du mir ein paar Tips geben könntest.

Danke vorab

Marcus
daniel1976 Erstellt am: 17.07.2017 : 23:36:28 Uhr
Hallo liebe Leute,

bin jetzt aus dem Urlaub zurück. Erstmal noch vielen Dank für das freundliche Willkommen zum Münchner Spiegelschleifertreff vor einigen Wochen. Es war toll, einige der Leute aus dem Forum hier mal persönlich zu treffen.
Inzwischen konnte ich auch den während meines Urlaubs angekommenen Spiegel von Orion Optics UK in Empfang nehmen. Die reine Bearbeitungszeit in England war nur eine gute Woche, der Rest war Versand hin und zurück. Die Kommunikation war sehr zuverlässig und schnell, die Tracking Information fürs Paket gabs zwar nur auf Nachfrage, dann aber auch sehr schnell.
Das gute Stück sieht auf den ersten Blick echt klasse aus. Es ist zumindest schonmal ein toller Rasierspiegel.
Meine vertrauten Kratzer sind natürlich zu sehen, daran erkenne ich, dass es wirklich immer noch meiner ist
Rätsel geben mir die vielen winzigen hell durchscheinenden Pünktchen im Gegenlicht auf. Orion Optics schreibt auf seiner Website genau dazu, dass helle Lichtquellen im Gegenlicht durchscheinen können, was sogar als Qualitätsbeweis für die minimale Dicke der Schicht dargestellt wird. Allerdings vermute ich, dass hier keine Pünktchen gemeint sind. Also war er wohl doch nicht auspoliert. Dazu passt auch der Inspektionskommentar von Orion "not polished out and some marks on the surface".
Die hellen Pünktchen sind über die gesamte Fläche verteilt, es gibt keine Häufung in der Mitte oder am Rand. Eine solche ungleichmäßige Verteilung wäre doch aber bei "nicht auspoliert" zu erwarten, oder ?
Habt Ihr auch schon helle Pünktchen im Gegenlicht gesehen ?

Sei's drum, so isser jetzt eben und beim nächsten Spiegel wird alles besser. Ich denke, dass die Kratzer und Pünktchen auch in Summe nicht viel Licht kosten können. (Wenn man bedenkt, wie viele Spiegel mit Pollen und Staub nach einigen Jahren aussehen)

Dann gehts jetzt munter weiter mit Aluprofilen und Rohren. Ich melde mich demnächst wieder aus dem Nachbarthema.

Gruß
Daniel

daniel1976 Erstellt am: 07.06.2017 : 22:45:13 Uhr
Ach herrje, 11 Seiten- und jetzt noch ein Schlusswort !

Ich wollte Euch DANKE sagen für Eure Tipps, Eure Anteilnahme und aufmunternden Worte wenn's mal daneben ging und Eure fortwährende Motivation, an der Sache dranzubleiben.
Und allen, die nichts geschrieben haben (das müssen wohl auch ein paar gewesen sein: 14.692 mal aufgerufen !), danke ich auch - Euer Interesse hat mich dazu motiviert, diese ganze Aktion einigermaßen detailliert zu dokumentieren.

Besonders möchte ich Stathis danken, er hat mich dazu gebracht, überhaupt mit dem Spiegelschleifen anzufangen- und auch rechtzeitig wieder damit aufzuhören

Mein erster Spiegel 300mm f/4.96 ist sicher nicht perfekt geworden aber ich bin stolz wie Bolle !

Vielleicht noch was zu meiner Motivation, überhaupt einen Spiegel zu schleifen. Ich habe berufmäßig auch ein wenig mit Optik zu tun und atme in der an Optiktradition reichen Stadt Jena an jeder Ecke den Geist von Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott. Nun bringt es aber ein derartiger Kultstatus mit sich, dass man als Neuling in der Optik eher vermittelt bekommt: "Alles sehr, sehr schwierig, hochpräzise Optik braucht mindestens 45 Jahre Berufserfahrung als Feinoptiker und sündhaft teure Messgeräte." Also ganz bestimmt nix für zuhause nach Feierabend im Keller ...
Und in diese, meine heile Welt aus stiller Bewunderung und ehrfürchtiger Starre platzt einer wie Stathis mit seiner Mission "Spiegelschleifen - Ein Volkssport" !
Kaum zu glauben, dass man ohne Erfahrung, nur mit Baumarkt- und Küchenutensilien eine brauchbare Optik hinbekommen soll.

Eine Ankündigung wie "Ich poliere zuhause grade eine 300mm Asphäre mit einer Steinplatte ausm Baumarkt und baue dafür ein Interferometer mit einer Laserdiode für 3,90€ von eBay." sorgt bei erfahrenen Kollegen für alle möglichen Reaktionen von wohlwollender Ungläubigkeit bis zu ehrlicher Hilfsbereitschaft. (Und mancher hat argwöhnisch beobachtet, wie ich neben den schönen, goldenen Tempel der Interferometrie aus der Welt der 6-stelligen €-Beträge ein kleines häßliches Häuflein aus Alu-Profilen stelle Und das macht auch diese Bilder mit den geschwungenen Linien !) (Danke auch an Michael Koch, der dieses Stück "Kellermagie" möglich macht.)

Ich habe also ohne Erfahrung, nur mit Baumarkt- und Küchenutensilien, einem "Starter-Kit" von Stathis und jeder Menge Tipps unglaublich hilfbereiter Leute im Astrotreff einem Stück Glas in 4 Monaten eine Form gegeben - ob diese brauchbar ist wird sich erst noch zeigen.

Spaß hat's aber bis hierher auf jeden Fall gemacht und die Erkenntnis: "Just do it".


Viele Grüße
Daniel


PS: Gruß auch an die unbekannten Leute im Hintergrund des Astrotreff, die die hochgeladenen Bilder zu jeder Tages- und Nachtzeit immer so schnell freischalten. Lest Ihr eigentlich auch mit ?
daniel1976 Erstellt am: 06.06.2017 : 22:12:59 Uhr
So, hier die nun wirklich allerletzte, finale Auswertung mit nachgemessenem ROC, aus 2x8 besonders schönen I-grammen nochmal in anderer Spiegellage und zur Kontrolle fotografisches Foucault mit 12 Zonen, Horias FXL und FigureXP, einem I-gramm und Foucault Bild.










(Spiegel doch nicht richtig geputzt am Rand)
Rudi FK Erstellt am: 06.06.2017 : 16:41:52 Uhr
Hallo Daniel,

danke für Deine Antwort. Ich sollte mich dann besser auch weniger um die Pechhaut und mehr ums polieren kümmern.

Gruß Rudi
daniel1976 Erstellt am: 06.06.2017 : 16:23:15 Uhr
Hallo Rudi,

danke für Deinen Glückwunsch.
Ich habe ca. 80% vom gelieferten Ceri verbraucht (Stathis weiß besser, wieviel Gramm in seinem 12 Zoll Paket enthalten sind ?).
Grade am Schluss mit den immer kürzer werdenden Polierrunden verbraucht man ja relativ viel, weil man zum Messen immer alles abwischt und wegschmeißt, womit man noch einige Zeit hätte polieren können.

Die Pechhautoberfläche habe ich in den 18 Stunden gar nicht erneuert (natürlich einmal die Mitte vom Ringtool). Nur nach jeder Poliersession das Pech mit einer Nagelbürste unter fließendem kalten Wasser abgebürstet. Gelagert habe ich das noch nasse Tool seit meinem Kratzerproblem in einer Tüte.

In Stathis' Poliertipps steht, dass die Pechhaut nach vielen Wochen Pause erneuert werden muss, weil die Oberfläche dann glasig hart ist. Ich konnte sie immer mit dem Fingernagel eindrücken. Ich weiß nicht, ob eine Ceri gesättigte Pechhaut auch so hart ist und welche Auswirkungen diese eigentlich hätte ?
Über schlecht angepasste Pechhaut konnte ich jedenfalls nicht klagen, habe vor jedem Polieren mit heißem Wasser warmangepasst und meistens Mikrokanäle dringehabt, da ging es immer schön gleichmäßig. Und über mangelnden Abtrag konnte ich auch nicht klagen, die Korrekturaktionen haben immer mehr bewirkt als erwartet... Unruhige Oberfläche vielleicht noch, da stelle ich mal noch ein aktuelles Foucault Bild ein.

Gruß
Daniel

Rudi FK Erstellt am: 06.06.2017 : 15:41:22 Uhr
Hallo Daniel,

mein Glückwunsch zum fertigen Spiegel und zur detaillierten Dokumentation. Könntest Du mir bitte noch sagen wieviel Poliermittel Du verbraucht und wie oft Du Deine Pechhautoberfläche erneuert hast.

Gruß Rudi
Mr_beteigeuze Erstellt am: 05.06.2017 : 22:59:30 Uhr
Hi Daniel,
Du hast ja beim Erstlingswerk gleich mal die volle Ladung Spiegelschleiferleid abbekommen: Kratzer, Randproblem und Loch in der Mitte und alle Hürden erfolgreich gemeistert.
Glückwunsch auch von mir. Mit dem Teil wirst Du mit Sicherheit Deine Freude haben.
Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen.
CS, Matze
daniel1976 Erstellt am: 05.06.2017 : 17:17:52 Uhr
Hallo Strehlbruder Alex,

danke für den Glückwunsch !
Auf welchem "Gauss Blur Radius" beruht denn eigentlich Dein Strehl Wert ? Glättung spielt wohl eine Rolle, wie ich grade bemerkte ...
Aber auch egal, ich denke, auf unsere Erstlingswerke können wir in aller Bescheidenheit stolz sein. Ist das nicht ein abgefahrenes Hobby
Ich hoffe, Du bist am 27.06. auch mal in der Volkssternwarte ?

Gruß
Daniel
daniel1976 Erstellt am: 05.06.2017 : 16:37:59 Uhr
Also, das Mitteln von je 8 I-Grammen in 0 Uhr und in 3 Uhr Stellung im Teststand und dann Mitteln dieser beiden Spiegellagen hat am Strehl nur noch die 3. Nachkommastelle erhöht.
Was ich aber grade noch entdeckt habe: Stathis hat bei meinem Vorbild des "Fast and Furious" Spiegels den "Gauss Blur Radius" auf 100 eingestellt. Wenn das "Regelwerk" dies also wohl erlaubt , mache ich das doch auch, und erkläre mit Strehl 0.964 meinen ersten Spiegel für fertig !

Auspoliert ist er nach insgesamt ca. 18h: Ich würde sagen Stathis Skala Stufe 10 in der Mitte und Stufe 9 am Rand.

Ich wollte noch was zur Strichführung sagen, wie ich sie als Anfänger erlebt habe:
Ganz ehrlich, den genauen Zusammenhang zwischen Strichführung und Abtrag konnte ich (insbesondere bei W-Strichen über die Mitte) nicht vollständig und umfassend begreifen.

Ich habe während der ganzen Zeit, beginnend beim Feinschliff bis jetzt zum Parabolisieren, sowohl mit TOT als auch MOT relativ häufig eine "Tangential"-Strichführung gemacht.
Diese erzeugt wohl naturgemäß ringförmige Zonen und hinterlässt Zentralberge oder Löcher. Jedoch hatte ich mit der Tangential-Strichführung das Gefühl, einigermaßen steuern zu können, wo ich grade abtrage. Durch den Wechsel von MOT und TOT konnte ich erzeugte Berge und Löcher, Ringgräben- und Wälle und sogar meine abgesunkene Kante einigermaßen kontrolliert bearbeiten. Die "Stellschraube" ist lediglich der seitliche Überhang und die Strichlänge.
Bei W-Strichen gibt es deutlich mehr Variablen (Abstand der W-Striche über der Spiegelmitte), deren Wirkung ich als Anfänger nicht gezielt steuern und überblicken konnte.



So, dann folgt nur noch ein den epischen Ausmaßen dieses Threads angemessenes Schlusswort mit Danksagung !

Gruß
Daniel


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