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 OdM Januar 2017 - NGC 2359 Thor´s Helm

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Ü B E R S I C H T    
Andreas72202 Erstellt am: 04.01.2017 : 11:49:56 Uhr
Hallo Freunde der Nacht,

erstmal wünsche ich Euch allen ein gutes neues Jahr mit immer ausreichend großen Wolkenlücken und viel Sternenlicht!

Etwas verspätet kommt hier Euer Beobachtungsfutter für den Monat Januar und auch darüber hinaus. Es handelt sich um eines meiner absoluten Lieblingsobjekte: NGC 2359, auch bekannt unter dem Namen Duck-Nebula oder Thor´s Helm (was ich persönlich besonders passend finde).


Quelle: wikisky / SDSS

Zunächst die nackten Zahlen hierzu:
RA: 7h 18min 30s; Dec -13°13'48"
Winkelausdehnung: 10' x 5'
scheinbare Helligkeit: ca. 11,5 mag
Entfernung: 15.000 LJ

Thor's Helm befindet sich im Sternbild Canis Maior, ca. 8° ostnordöstlich von Sirius und lässt sich über den 4mag hellen Stern Gamma Canis Maioris leicht finden. Dies gelang auch William Herschel schon im Jahre 1785, damals noch ohne den Einsatz von speziellen Filtern, wie wir sie heute kennen. Die helleren Bereiche des Objektes lassen sich bei gutem Himmel in mittelgroßen Teleskopen auch ohne Filter beobachten, die ganze Detailfülle und komplexe Struktur erkennt man allerdings deutlich besser, wenn man einen OIII-Filter verwendet.

Auch astrophysikalisch ist Thor´s Helm ausgesprochen interessant: es handelt sich hierbei um einen Vertreter der Wolf-Rayet-Nebel, also eine spezielle Form von Emissionsnebeln, die von extrem heißen Zentralsternen vom Wolf-Rayet-Typ stammen und von diesen angeregt werden. Wer sich mit dieser Objektklasse näher beschäftigen möchte, dem sei die Seite von Reiner ans Herz gelegt. Hier (http://www.reinervogel.net/WR/WR.html) findet man einiges zu den physikalischen Grundlagen und einen tollen Beobachtungsführer mit weiteren WR-Objekten.

Ich freue mich auf Eure Beobachtungen und Erlebnisse mit Thor´s Helm :-)

Viele Grüße
Andreas

D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
AchimS Erstellt am: 30.05.2020 : 11:05:22 Uhr
Hi,
ich war sehr lange nicht mehr in den Foren unterwegs, mit mehr Zeit und Muße 'dank' Kurzarbeit bin ich auf diesen Thread gestoßen. Anbei alten Notizen aus Beobachtungsberichten (mit unterschiedlichen Teleskopen) und eine alte Zeichnung, die ich einfach abfotografiert und invertiert habe - die Qualität ist entsprechend 'mäßig'..

Viele Grüße von Achim

Newton-Teleskop, Öffnung 506mm, Brennweite 2385mm, (f/4,7) Ursus
Ort: freies Feld bei Stierhöfstetten. 400m ÜNN
29.01.2006; 22h
NGC2359 - GN- CMa - (mag 9,0 - 13,0; 15,0 * 15,0') GH 5,8
Wow – was für ein Nebel. Auffinden ist mit OIII-Filter kinderleicht, hat man erst die richtige Region angepeilt. Der Nebel reagiert sehr stark auf diesen Schmalbandfilter. Die Transparenz zum Horizont ist wirklich sehr gut, alleine das Seeing … Der Nebels wir auch als Thors Helm bezeichnet. Ich kann den Namen nachvollziehen, sieht der Umriss der helleren Bereiche wie ein (im GF links auf der Seite liegender) Wikingerhelm aus. Die Zentralregion bildet eine Wölbung, ähnlich einem breiteren Parabelbogen. Rechts (bzw. oben) ein breiteres, deutlich helleres „Horn“; welches am unteren Helmrand seitlich beginnt, gegengleich ein deutlich blasseres Gegenstück. Im „Helm“ blitzen wenige Sterne, so wie in der näheren Umgebung der sternenreichen Region. In diesem Bereich erahne ich ein paar dünnere Strukturen. Auf der unteren Seite des Helms sind blasse Nebelbogen Spiegel verkehrt zu den Hörnern zart zu erkennen. Als wären zwei Sicheln, eine kräftige und eine blasse ineinander verschränkt. Weiter außerhalb sind weitere flächige Aufhellungen erahnbar, auf die ich mich nicht konzentriert habe. Beobachtet im 13er und 9er Oku.

Newton-Teleskop, Öffnung 428mm, Brennweite 1830mm, (f/4,25) ADLER
Ort: Freies Feld ca. 1km außerhalb Losauchrach, ca. 400m ÜNN
08.01.2008; ca 23h
NGC2359 (Thors Helm) - GN - CMa (mag 12,5 – 6,2; 10 * 5’) SQM21,05
Im Großen Hund. Helligkeitsangaben zum dem Nebelkomplex habe ich keine gefunden, weder Ciel noch der Deep-Sky Browser lassen sich hierüber aus. Verglichen zu Abell21 jedoch deutlich einfacher, auch ohne Nebelfilter ist hier direkt etwas auszumachen. O-III bringt aber auch hier deutlichen Gewinn. Die Namensgebung kann ich gut nachvollziehen, kann man sich doch gut eine Helmschale (besser: eine Doppelschale wegen parallelen Strukturen) und zwei seitlich angesetzte gebogene Hörner vorstellen. Das nördliche der beiden deutlich länger, jedoch sehr blass, das südliche mit heller, breiter Basis konzentrierter auf eine Spitze zulaufend, dann jedoch nochmals zart auffächernd. An der südlichen Hornansatzbasis ein heller mag12-Vordergrundstern, Im Helm selbst ein auffälliger mag13 Funken, am nördlichen Hornansatz eine 3er Sternenkette jeweils um mag 13/14.




oliva Erstellt am: 08.12.2019 : 14:37:51 Uhr
Hallo Leute,

Vielen Dank. So ein Bino-Dobson hilft natürlich ungemein. Und der dunkle Himmel in Namibia auch.

Gruß
Oliver
GerdHuissel Erstellt am: 08.12.2019 : 10:20:05 Uhr
Hallo Olli,
das ist eine Hammerzeichnung,
so habe ich Thors Helm noch nie gesehen!
Timm Erstellt am: 07.12.2019 : 11:34:04 Uhr
Hallo Oliver,

ja, das ist eine superschöne Zeichnung!
Vor einem Monat hatte ich mich mehrmals mit Thors Helm beschäftigt.
Mit 20 Zoll bei Hottie in Südafrika und nur 15° vom Zenith entfernt sah er aus wie auf deinem "Foto"... nur sehr viel mehr Sterne.
Eines meiner Lieblingsobjekte!

cs
Timm
oliva Erstellt am: 02.11.2019 : 19:24:40 Uhr
Hallo Leute,

ich habe mir das Objekt im Januar diesen Jahres auf Wiedervorlage gesetzt und unter sehr dunklen Himmel erneut mit 14 Zoll beobachtet. Dann bin ich auch im Sommer in Namibia gewesen und habe sowohl mit 25 Zoll als auch mit einem 24 Zoll Bino-Dobson Thor’s Helm beobachtet. Da die Reinzeichnung nicht fertig geworden war, habe ich sie um neue Details, die ich mit den großen Geräten gesehen habe, ergänzt.

Das Ergebnis ist dies hier:



Teleskop: 25" Zoll Dobson & 24" f/4.3 Bino-Dobson, Vergrößerung: 154 fach, Filter: OIII, Bedingungen: SQM-L 22.0, Ort: Tivoli Astrofarm, Zeitpunkt: 01.06.2019

Oliver
CorCaroli Erstellt am: 19.05.2017 : 08:58:09 Uhr
Hallo,

Ich habe Thor's Helm in einer Nacht Ende Februar 2017
unter "normalen" Landhimmel in Mittelfranken beobachtet.

Mein Teleskop war ein 12"/f4 Newton, der parallaktisch montiert ist.

Thor´s Helm konnte ich gut sehen und viele Einzelheiten darin
ausmachen.
Ich setzte zur Beobachtung einen Astronomik [O III] Filter ein. Die
Vergrößerung war 109x.

Meine Notizen dazu:

Zitat:
Ohne dem [O III] Filter kann ich eine zarte Aufhellung im Feld sehen.
Mit dem [O III] Filter ist der Nebel hell und deutlich zu sehen.
Der helle Teil des Nebels hat eine geschwungene Form. Dieser Teil des Nebels
zieht sich in Nord- Süd Richtung durch das Feld.
Im diesem Teil kann ich unterschiedliche Helligkeiten und Knoten im Nebel sehen.
An und im diesem Nebel stehen schwache Sterne.
Westlich vom hellen Nebel setzen schwache Ausläufer an. Diese Ausläufer gehen
an der Nord- und Südkante vom Nebel weg. Zwischen diesen Ausläufern ist es
heller als in der Umgebung.
Nach längeren Beobachten sieht der mittlere Teil des hellen Nebels wie eine
nach Westen gebogene und durch die helle Kante wie eine Halbschale aus.
Auch nach Osten gehen schwache Ausläufer vom Nebel weg. Besonders der Ausläufer
an der Nordseite vom Nebel ist gut zu sehen.
Insgesamt ist der Nebel sehr strukturiert und es gibt darin viel zu entdecken.



Viele Grüße
Gerd
Moonchild_27 Erstellt am: 20.02.2017 : 22:20:26 Uhr


schon Krass, kannte ich noch nicht, danke Norman für's zeigen.

ähnlich genial fand ich ein Ergebnis mit 20 Zoll, ebenso mit Bino (aber wohl nur am Okularauszug).

http://www.astrosurf.com/agerard/dessin/dessins/ngc2359_20130208.png

Die Kraft der zwei Augen !

Liebe Grüße
Mathias

NormanG Erstellt am: 20.02.2017 : 22:00:39 Uhr
Hallo zusammen,

ich habe ja schon ein wenig Skrupel, eine Zeichnung eines fremden Boards hier zu verlinken, aber ich finde das Teil so wunderschön, dass ich denke, das ist mal in Ordnung

http://www.cloudynights.com/topic/567192-ngc2359-thors-helmet/

Generell ist der Urheber der Zeichnung immer mal für eine Bombe gut, allerdings ist seine Gerätschaft auch reichlich elitär...

Schöne Grüße
Norman

Atlas Erstellt am: 19.02.2017 : 22:08:38 Uhr
Hallo zusammen,

hier mein Beitrag zum OdM Januar: NGC 2359.

Bedingungen:
fst: 6,0m
Seeing und Transparenz: gut
Ort: Schwäbische Alb (750m)



Den Schwerpunkt habe ich auf die zentrale Blase gelegt. Ich habe mit und ohne Filter beobachtet. Mit Filter ist das Objekt spektakulär, ohne dagegen beinahe unauffällig. Die Strukturen innerhalb der Blase konnte ich aber ohne Filter besser erkennen als mit.

Viele Grüße
Johannes
Werner_B Erstellt am: 04.02.2017 : 02:03:15 Uhr
Hallo Andreas

Mein Einstieg begann über Muliphein und Starhopping zum Sternhaufen NGC2360 ins Zielgebiet.
Der oberer Ausläufer und die fast kreisrunde Helmstruktur fallen mit dem etwas nach unten versetztem Zentralstern gleich ins Auge. Der untere Flügel wurde von den darin befindlichen Sternen etwas überblendet. Aber nach kurzer Zeit konnte man den Ausläufer eindeutig sehen.
Der obere, südlichere Flügel läuft diffus aus. Die zweite (auch als Schneckenfühler bezeichnet) feinere Abschweifung konnte ich nicht erkennen. Bei 320x konnte ich die nördlich an der Ringerhellung sitzenden 4 Sterne (bei 120x waren es nur
2 Sterne) auflösen.
Schönes Objekt zum Zeichnen. Hat mir sehr viel Spaß gemacht und gehört ab sofort zu meinen
Vorzeigebildern in meiner Sammlung.



viele Grüße
C.Hay Erstellt am: 10.01.2017 : 16:24:11 Uhr
Hallo Stathis, hallo Rene,

ich bin froh, dass die Frage der Bildorientierung hier aufgeworfen wurde, denn so habe ich meine Sichtung mit 5 Zoll + OIII nochmal überdacht und erkenne (ich habe leider keine Zeichnung, nur die Erinnerung), dass der von mir gesehene bohnenförmige Teil nicht der Körper von Ben's Schnecke ist, sondern der Helm selbst.

Das ist deswegen interessant, weil sämtliche Zeichnungen hier mit Öffnungen >10" nahelegen, der Schneckenkörper (also einer der Helmflügel, um im Thor'schen Bild zu bleiben) sei der hellste Teil. Es scheint jedoch so zu sein, dass mit kleinerer Öffnung und OIII der Helm selbst am Hellsten ist. Meine "Bohne" deckt sich übrigens genau mit der im isDSA gezeigten Form.

Ich will immer wissen, wie tief im Raum die Kerle stehen und zu welcher Struktur unserer Galaxie sie gehören. Habe nachgeforscht und teile mit:
Der 7 Milliarden Jahre alte (uralt!) Berkeley 36 ist in ca. 13.500 Lichtjahren Entfernung, somit mehr als anderhalb mal so weit wie Thor's Helm. Er liegt aktuell im Perseus-Arm, kann aber bei diesem Alter sonstwo in der Galaxie entstanden und zwischenzeitlich dorthin gewandert sein.
Der jüngere aber immer noch alte (ca. 1 Milliarde Jahre alt) Haufen Haf 6 ist in etwa 10.000 Lichtjahren Entfernung, somit etwa 2.000 Lj. "hinter" Thor's Helm in unserer Sichtlinie.

CS, Christopher
RainMan Erstellt am: 10.01.2017 : 08:57:15 Uhr
Hallo Andreas,

ein wirklich schönes Winterobjekt für „Groß und Klein“, darf auch bei mir in keinem Winter fehlen. Erst letzte Woche habe ich mir Thor’s Helm wieder auf dem "Heimweg" im Nordschwarzwald gegönnt (kleiner Umweg von der Stuttgarter Innenstadt aus nach Karlsruhe ).

Die nachfolgende Zeichnung mit 18-Zöller (und OIII) ist allerdings schon bald 6 Jahre alt (Schluck!), aber verbunden mit einer schönen Erinnerung. Das Deep Sky Meeting in Indelhausen lag damals terminlich so ungünstig , dass ein paar Verrückte sich am ersten Abend noch in angrenzende Wälder und Wiesen begaben, um nach Monduntergang zu beobachten…

Wie die Meisten lasse ich die Weinbergschnecke lieber „wie im Newton“ auf dem Haus liegen… gefällt mir irgendwie besser.

Clear Skies
Rainer

BenN Erstellt am: 08.01.2017 : 21:49:50 Uhr
Hallo Friedhelm,

super Bild von unserer "Schnecke" ! Und aus der Sicht des Spechtlers ist so ein großes Feld drumherum auch immer interessant.

Zitat:
In der von dir genannten Zeit Anfang der 90er war es ja Usus, dass jeder aus unserer Beobachterclique "sein" Objekt adoptiert hatte, und NGC 2359 war meines.


Ja, und wer "mein" Objekt wissen will, möge auf folgender Seite ganz nach unten scrollen und auf dem gelbgrünen Auto nach einer vierstelligen Zahl suchen :

http://cougar.bakonyi.de/~ben/astro/201109-itt-glockner/index.html

Ist eine 9,7 mag helle, "mittelbekannte" Galaxie an der Grenze Luchs/Krebs .

Servus
Ben
HanRolo Erstellt am: 08.01.2017 : 18:50:22 Uhr
Servus Andreas!
Ein sehr schönes Objekt, das bei mir im Januar 2014 im Allgäu auf 1000m Höhe fest gehalten wurde.
Bed: Mit 16" ohne EQ-Plattform, 200x mit OIII-Filter bei 0°C und 80% r.F.



Durch das Verkleinern sind die schwachen Bereiche leider kaum noch zu erkennen.

Grüße aus dem Allgäu,
Roland
50N8O Erstellt am: 08.01.2017 : 15:03:40 Uhr
Hallo Stathis, hallo Rene,

freut mich, dass euch das Bild gefällt!
Klickt einfach auf das Bild, dann kommt ihr auf die große Darstellung auf meiner HP: oder hier.
Den Nebel allein mit längerer Brennweite und zusätzlich mit O3 gibts dort auch. Für eine größere Darstellung dann wieder auf das Bild klicken.

Viele Grüße
Friedhelm

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