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 M 51 - kurz belichtet

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Ü B E R S I C H T    
Lars73 Erstellt am: 08.06.2019 : 13:22:50 Uhr
Hallo zusammen,

wegen der recht großen Flächenhelligkeit ist M 51 ja ein empfehlenswertes Motiv für kurze
Belichtungszeiten. Die schwachen Ausläufer wird man dabei mit verhältnismäßigem Aufwand
nicht erreichen, aber die Zentren der Galaxien locken mit Details, die gern in der Überbelichtung
untergehen.

So war M51 in diesem Frühjahr mein zweites Ziel für eine Luminanz-Serie. Wie der Zufall es
wollte war genau 1 Jahr nach den letzten RGB-Aufnahmen eine Gelegenheit bei ruhiger Luft
(3.366 x 3,5 s = 3 h 16 min). Die Farben hätte ich gern zusätzlich neu aufgenommen; das ergab
sich nicht mehr. Immerhin konnte ich die Luminanzdaten vom 130er mit verarbeiten, das waren
292 x 17,5 s = 85 min.

Bei der Ausarbeitung der Galaxien habe ich mir bei astrobin wieder ein paar gute Referenzen
gesucht. Schon die "Helligkeitsverteilung" um das Paar herum ist kompliziert. Da hilft ein Blick
auf "tiefe" Aufnahmen sehr zur Orientierung, zum Beispiel diese hier:
https://www.astrobin.com/full/394922/0/

Unmittelbar an den westlichen Spiralarm schließt sich gut abgegrenzt eine dunkle Zone an, die
weiter außen in einen schwachen Gezeitenschweif übergeht. Östlich des Kerns von NGC 5194
liegt gleich hinter dem "Verbindungsarm" zu M51 eine schwache bläulicher Bereich... Wenn man
das vor Augen hat, lässt sich wie ich finde mit der eigenen Aufnahme etwas sicherer umgehen,
auch wenn die Tiefe nicht vergleichbar ist.

Am meisten haben mich die Details im Kern der Begleitgalaxie überrascht. Vom Zentrum
verlaufen einige dünne Staubbänder in westliche Richtung. Interessant ist auch der im
Vordergrund verlaufende Spiralarm von M 51, dessen Einzelheiten bei senkrechter Lage im Bild
optisch etwas untergehen. Quergestellt ist dies für das Auge scheinbar leichter zu erfassen.

Der Quasar SDSS J133004.71+472301.0 mit 20,3 mag ist wieder mit dabei. Im weiteren Umfeld
tummeln sich zwei Exemplare mit noch etwas höheren Rotverschiebungen in "jwd"
(janz weit draussen...). Zum Nachschauen:
https://www.astroforum.nl/forum/astrofotografie/astrofoto-s-deepsky/53408-quasar-op-11-miljard-lichtjaar-op-de-foto-veel-meer-mensen-hebben-deze/page2

Das Bild hat 50% der Originalauflösung:



Zur vollen Auflösung geht es hier:
https://www.astrobin.com/409226/C/

Gruss Lars
D I E    8   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
Lars73 Erstellt am: 15.06.2019 : 17:00:01 Uhr
Hallo Sven,

bei planetarischen Nebeln und kleinen Bildfeldern habe ich Autostakkert auch schon verwendet, da findet DSS ja meistens gar nicht genügend Sterne.
Wenn ich es richtig sehe ist das einzige Manko bei Autostakkert die fehlende Korrektur einer Bildfelddrehung. Aber selbst wenn deswegen einige Blöcke
nötig wären hätte man die Zeitersparnis und könnte die Blocksummen mit DSS mitteln, das probiere ich beim nächsten Objekt mit vielen Frames mal aus.

Danke und Grüße
Lars
svenk123 Erstellt am: 14.06.2019 : 08:26:53 Uhr
Hallo Lars,

ein sehr tolles Ergebnis. Ich habe letztens auch M51 mit sehr kurzen Belichtungszeiten und tausenden von Frames abgelichtet. Das Stacken ist in PI genau wie in DSS sehr aufwendig und nur in Blöcken möglich.
Versuch es mal mit AutoStakkert. Damit kannst Du alle Frames in einem Rutsch stacken und das Ganze geht wesentlich schneller.

Viele Grüße
Sven
Lars73 Erstellt am: 10.06.2019 : 22:35:21 Uhr
Hallo Peter,

das Seeing war super, besser kenne ich es eigentlich kaum. Die Hauptsterne sehr ruhig , auch die tieferstehenden.
M51 befand sich ja ohnehin sehr hoch. Außerdem war es windstill - beim abfahrbaren Dach ein wichtiger Punkt.

Hier mal eines der Einzelbilder vom 21.04. in 25%-Darstellung:



Habe nachgeschaut, DSS hat je etwa 40 Sterne erkannt mit einem Schwellenwert von 4%.
Ein Ausschnitt des Bildes mit 50%-Auflösung sieht so aus:



Bei der Gelegenheit ist mir aufgefallen, daß ich in meiner Tabelle einen Block übersehen habe, es sind 3.589 Frames
von 4.041 in den 16 Summenbildern enthalten (im Untertitel noch zu korrigieren). Die Ausschussquote ist 11%.

Beim Stacken wurde sicherheitshalber 2fach gedrizzelt, ich meine bei der Anzahl der Frames ist die Statistik dafür
ausreichend und mit dem größeren Bild lässt sich besser arbeiten.
Nach Sichtung der ersten Serien hatte ich in der zweiten Nacht das Gain von 250 auf 300 erhöht, um das Ausleserauschen
möglichst zu reduzieren. Daher mussten die 5 Summenbilder mit dem 250er gain zunächst mit der Tonwertkorrektur an die
anderen angeglichen werden. Die 16 Summenbilder sind dann wiederum gestackt, und zwar mit einfacher Mittelung.

Das Mastersummenbild habe ich in PI mit ABE geebnet.
Für die Schärfung arbeite ich immer gern mit der iterativen PSF-Schärfung in fitswork. So in zwei bis drei Varianten zum Testen
in mehreren maskierten Ebenen über dem ungeschärften Bild um zu schauen, was für die schärfungsfähigen Bereiche
am besten aussieht. Das Ergebnis davon habe ich als nächstes in den schwachen Partien mit dem schon vorhandenen
Luminanzbild vom 130er (dieses in der Gradation angepasst) kombiniert, das hat sehr gegen das Rauschen geholfen.

Zum Schluss die Umwandlung des fertigen L in das RGB-Format und das RGB-Bild im Modus "Farbe" darübergelegt mit
allen feineren Anpassungen. Für die Ebenenaktionen habe ich Affinity Photo in Gebrauch, das ist dem Photoshop sehr ähnlich.
Nur bei der Streckung mit Sternmaske (nach der Schärfung) weiche ich auf Gimp aus, da Affinity keine Bilder als Maske zulässt.

Eventuell würde es noch etwas bringen, die wirklich allerbesten Frames getrennt zu addieren und damit in den hellsten Partien
die Schärfe noch zu erhöhen. Das gehe ich spätestens im nächsten Frühjahr nochmal an, wenn Belichtungszeit dazukommt.

Vermutlich hätten es auch mehr als 3,5 Sekunden pro Bild sein dürfen, aber testen kann ich das nicht, weil dann die Ausschussquote
wegen der Nachführfehler zu hoch wird. Bei NGC 4565 hatte ich wegen der geringeren Deklination nur 2,5 Sekunden gewählt,
was sehr scharf wurde. Mit dem M 106 bei 5 Sekunden müsste ich mal genauer vergleichen.

Gruß Lars
peterhugi Erstellt am: 10.06.2019 : 07:48:27 Uhr
Hallo Lars

Tolles Bild, mit beeindruckender Schärfe.

Weisst du wie das Seeing dabei gewesen ist.

Du schreibst von 3.5 sek. Belichtungszeit in DSS gestackt, da ging bei mir in DSS gar nichts,
es kam immer die Meldung keine Sternerkennung,(schon bei 20 sek. mit atik Horizon) ich konnte nichts machen.

Schlussendlich hast du 16 Blöcke, wie ginge es dann bei dir weiter.

Grüsse Peter
Lars73 Erstellt am: 09.06.2019 : 23:15:28 Uhr
Hallo und vielen Dank für die Kommentare !

> Peter: Diese Nuancen kann ich schwer erkennen, daher danke für den Hinweis. Dachte eher das Blau ist etwas unregelmäßig,
vielleicht kommt daher Grün in schwachen Blauzonen mehr heraus ?
Die Farbkanäle waren ziemlich schwierig zu bearbeiten, lauter Gradienten... Nächstes Frühjahr möchte ich sie ersetzen und auch etwas Luminanz hinzufügen.

>Markus: Erstmal hatte ich nur auf das helle Zentrum von M51 gesetzt und es hat mich überrascht, daß die Galaxien insgesamt so gut strukturiert sind.
Das ist ein schöner Ausgleich zur begrenzten Tiefe bei den Gezeitenschweifen.

> Dirk: Die Rohdaten mit 3,5 Sek. bestanden aus gut 4.000 Frames, die auf 16 Blöcke verteilt durch DSS gelaufen sind.
Das hat mit externer SSD-Festplatte an zwei Tagen jeweils ein paar Stunden gedauert. Mit den 16 Summenbildern ging es dann weiter,
und das Verzeichnis hat jetzt 188 GB. Zusammen mit den anderen Luminanz- und RGB-Daten und der Bearbeitung sind es 212 GB.
Es ist also schon etwas aufwendig aber sehr sehr spannend ;-)

Gruß Lars
TakFan Erstellt am: 09.06.2019 : 00:35:30 Uhr
Immer wieder beeindruckend, was mit kurzen Belichtungszeiten geht. Dem Seeing kommt man so gut bei. Tolle Details in den Bändern und Armen.

Wie lange rechnet ein Rechner bei so vielen Einzelbildern ?
CS
Dirk
MarkusBr Erstellt am: 08.06.2019 : 22:51:13 Uhr
Hallo Lars,

gefällt mir sehr! Da haste ja fett Details rausgeholt.

Viele Grüße
Markus
pete_xl Erstellt am: 08.06.2019 : 14:29:18 Uhr
Hallo Lars,

eine sehr schöne Aufnahme mit vielen Details und ordentlich Tiefe ist dir da gelungen! Nun gebe ich den Stab an dich weiter, den Tommy mir bei meiner vorletzten Version von M51 gereicht hatte hatte: da ist Grün, was da nicht hin gehört, insbesondere hat die Begleitgalaxie ein grünliches Halo. Ich hab's dann mit hasta la vista green (HVLG) beseitigt.

Schöne Pfingsten!

Peter

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