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 Mit der Vespa und Teleskop am Peloponnes

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Ü B E R S I C H T    
StephanPsy Erstellt am: 24.06.2015 : 22:44:36 Uhr
Mit der Vespa auf der Mani - Peloponnes

eine abenteuerliche Reise mit Pannen und wunderbaren astronomischen Beobachtungen


Ich berichte von meiner wunderbaren und abenteuerlichen Reise mit der Vespa PX200 vom 5. bis 22. Juni 2015 nach Griechenland auf die Mani-Peloponnes. Mit dabei war die kleine astronomische Ausrüstung: Reiseteleskop Refraktor Skywachter 102/500, Ayo-Traveler-Montierung auf Berlebach-Report 7023 Stativ. Die Vespa war schwer bepackt, ganz vorne das Berlebach Stativ, hinten im Alukoffer das Teleskop mit Okularen und Zubehör, in diverser Bekleidung gut gepolstert, dazwischen Koffer und Tasche mit persönlichen Gegenständen, Schlafsack, Luftmatratze und ein bisschen Platz für den Fahrer:




Wegen Stauwarnungen für das Wochenende bin schon am 5.6., ich einen Tag früher als geplant, losgefahren, über Schärding - Traunsee - Gosau - Lammertal - Radstätter Tauernpass ...




… bis St. Michael im Lungau. Dort erste Übernachtung. Zweiter Tag über Bundschuh-Pass, alles Landstrasse, nach Innerkrems - Villach - Tarvisio bis Buja kurz vor Udine. Dort war 2. Übernachtung geplant.

Es wurden leider mehrere Übernachtungen: nach dem Gepäck-Abladen am Hotelparkplatz bemerke ich Benzingeruch, sehe eine Benzin-Lacke unter dem Motorroller, Samstag nachmittags um 16.00 Uhr. Nach verschiedenem Rumfragen findet sich im Nachbarort eine Tankstelle mit noch offener Werkstatt, in der ein ca 75 jähriger alter Mann den Tank ausbaut und einen neuen Benzinschlauch verlegt. Erst war ich sehr erleichtert. Am nächsten Morgen nach Bepacken der Vespa, Auschecken im Hotel und Anlegen der Sicherheitskleidung will ich früh nach Venedig zur Fähre starten: nichts tut sich, kein Starten der Vespa möglich. Sonntag ! ADAC angerufen, der italienische Abschleppdienst holt die Vespa für Einlagerung im Magazin und Verbringung der Vespa am Montag in die nächste Werkstatt. Hotelaufenthalt verlängert. So ein Sonntag in einer italienischen Kleinstadt kann tödlich langweilig sein, kein Personal tagsüber im Hotel, alle Geschäfte, Bars und Eisdielen geschlossen, kein Mensch auf der Straße, Cola und Wasser nur am Automaten, deprimierend, gebuchte Fähre versäumt. Hab im Bett viel gelesen, wenigstens ein gutes Buch dabei (H. Mulisch „Die Entdeckung des Himmels“). Erst am Abend konnte ich in einer kleinen Pizzeria wieder etwas zu Essen finden.
Am Montag früh zu Fuss zur Werkstatt, keine Vespa da, verschiedeme Telefonate mit ADAC und Abschleppdienst. Missverständnis: der Abschlepper wartete auf Transport-Genehmigung vom ADAC und der ADAC glaubte der Abschlepper würde selber reparieren, tut er aber nicht. Endlich wird gegen Mittag die Vespa doch angeliefert. Die Werkstatt meint der Benzinhahn sei beschädigt, baut bis 14 Uhr einen neuen ein. Um 14 h Vespa abgeholt, zum Hotel, Umgezogen, Ausflug nach Udine geplant. Vespa startet und geht nach 15 Sekunden wieder aus, wiederholt das gleiche Spiel, startet kurz, stirbt wieder ab. Bergab (zum Glück) erneut in die Werkstatt gerollt, zwei Monteure stellen fest: der neu eingebaute Benzinschlauch ist zu lang, der darf bei der PX200 wg Schwerkraft-Zirkulation nur relativ kurz sein. Reperatur nach einer weiteren Stunde jetzt erfolgreich. Ausflug nach Udine. Gutes Abendessen, die Stimmung bessert sich. Eine überraschend wunderschöne Stadt:




Dienstag früh 7.30 h Abfahrt mit mulmigem Gefühl nach Venedig, Vespa fährt aber problemlos, 10.00 h Ankunft am Hafen, Ticket-Umbuchung auch problemlos, Überfahrt nach Patras bis Mittwoch 22.00 h. Übernachtung in schönem Hotel 15 km südl. von Patras. Donnerstag Batterie leer, Anlasser rödelt nur, Kickstarter geht. Werkstatt 50 km nach Patras kann neue Batterie einbauen. Diese Batterie ist bei der Vespa unter der hinteren linken Kotflügel-Backe positioniert. Also bau ich die ab. Werkstatt lädt neue Batterie und baut sie ein. Anlasser funktioniert wieder, ich fahre gemütlich weiter. Nach 30 km fällt mir auf, dass beim Blinken nach links die Kontroll-Leuchte im Tacho nicht mitblinkt. An der nächsten Tankstelle bleib ich stehen, steige ab und schau nach dem Blinker hinten links. Da ist Nichts ! Kein Blinker mehr da, und auch keine Kotflügelbacke. Hab ich vergessen wieder anzubauen ! Also nochmal 35 km zurück, die Werkstatt hatte es noch gar nicht bemerkt, Backe wieder eingebaut. Zum Glück war ich jetzt nicht mehr in Eile. Ab jetzt konnte der wunderbare Traumurlaub beginnen ! Fahrt nach Stoupa-Kalogria südlich von Kardamili auf der Mani, dem mittleren Peloponnes-Finger:




Es waren großartige Tage mit Schwimmen im Meer, Sonnen am Sandstrand, Rundfahrten mit der Vespa über kleine Bergstraßen in einsame Bergdörfer am Taygetos, und zwei besondern astronomischen Beobachtungsnächten. Für die erste Nacht, 14.6., hab ich mir diesen schönen Platz mit toller Aussicht über das Meer nach Süden ausgesucht, Süden ist auf dem Bild etwas rechts vom letzten Bergausläufer um Hintergrund:




Abends um 21 Uhr (griechischer Zeit) zu Beginn der Dämmerung hab ich fertig aufgebaut:




Zuerst Venus eingestellt und total überrascht. Die beste Venus, die ich je gesehen hab, und das obwohl ja der Richfieldrefraktor wirklich kein Planetenspezialist ist. Aber die Luft war so ruhig, perfektes Seeing, der Venusstand hier im Süden so hoch, dass die helle Venus überhaupt nicht flimmerte. Steht einfach still und ohne Überstrahlung etwas weniger als halbmondförmig perfekt scharf und ruhig im Okular, und das bei Vergrösserung bis 167-fach (Nagler Zoom bei 3 mm). Ich muß da einfügen, dass ich hier im Forum mal den Rat gelesen hab, dass man bei diesen kleinen Refraktoren die Taukappe nicht ganz fest aufstecken soll, weil es sonst Verspannungen geben kann. Genau so ist es, Taukappe fest aufgesteckt – Venus wird dreieckig mit Ausbuchtungen, Kappe gelockert – Venus perfekt scharf.

Dann Jupiter eingestellt: das gleiche Bild, ruhig und scharf bis 167-fach. Ein wunderbarer Anblick. Ebenso im Süden beim Saturn, Cassiniteilung fast umlaufend wie ausgestanzt in meinem kleinen Reiseteleskop bewundert. Auch hier: der beste Saturn der Saison. Was die Höhe am Himmel doch ausmacht !

Ab 22.00 Uhr, es begann schon dunkel zu werden, hab ich mich auf die Suche nach Omega Centauri gemacht, immer wieder mit dem 10x50 Fernglas und dem Teleskop den Südhimmel abgesucht, es müsste laut Sternenkarte eigentlich gehen, aber ich hab nichts gefunden, auch Centaurus A nicht, und keine typische Sternenkonstellation knapp über dem Horizont, nur etwas Dunst und Sterne in über 10 Grad Höhe. Zwischendurch nach M13 geguckt und nach Objekten im Skorpion, ging alles nicht so besonders gut. Um ca 23.00 hab ich gemerkt warum: nicht mal die Milchstrasse im Schwan war deutlich zu erkennen, dafür hat mein Teleskop einen Schatten geworfen, war angestrahlt von den Lichtern am Strand und der Tavernen von unten an der Küste. Lichtverschmutzung. Da hab ich mir den falschen Beobachtungsplatz ausgewählt, zwar landschaftlich wunderschön, aber viel zu hell. Um 23.15 hab ich abgebaut.

Für den nächsten Abend bin ich wieder auf einen sehr dunklen Platz weit ab von jedem künstlichen Licht im Taygetos-Gebirge, zwar etwas einsam (Angst vor Hunden, Schlangen, Skorpionen, Räubern) aber dunkel, den ich von früheren Urlauben mit dem Pkw und der Familie schon kannte, gefahren. Dort wieder 21.15 h begonnen mit beeindruckender Venus, Jupiter und Saturn. Ab 22.00 wurde es langsam dunkler und ich hab mich wieder auf OmegaCentauri Suche begeben, und um 22.15 war er da (Jubel-Juhu !), gut sichtbar, zwar nur ein unaufgelöster Nebelhaufen, aber groß und deutlich und hell und drüber auch eindeutig die Galaxie Centaurus A. Auch im Süden ist also ein dunkler Beobachtungsplatz extrem wichtig. Ab ca 23.00 h wurde es richtig dunkel, die Milchstrasse jetzt deutlich und strukturiert vom Schwan bis zum Schützen, M11 Wildentenhaufen, M6 und M7 hochstehend über dem Horizont, Lagunen-, Schwanennebel, mein Lieblings-OS 6231 im Schwanz des Skorpions, M22 und M28, die Schildwolke und so weiter, viele Objekte die man bei uns sonst nur knapp über dem Horizont finden kann, wunderbar. Milchstrassensternengewimmel mit dem Teleskop abgefahren. Oder auch einfach nur mit den bloßen Augen ganz besonders beeindruckend der Skorpion in seiner ganzen Pracht als Sternbild hochstehend über dem Südhorizont. Um 01.30 h hab ich diesmal abgebaut, alles wieder auf die Vespa geschnallt und runter ins Dorf gefahren, um 2.30 h glücklich im Bett gelegen, so ein schönes Astronomie-Hobby.

Auch Vespa-Fahren ist ein schönes Hobby, einsame Bergstrassen …






… mit kühlschrankgrossen Felsbrocken mitten auf der Strasse






… und kleine Kafenions in Bergdörfern... Pyrgos






die Griechen freundlich wie immer, Strand, Felsen und Meer …





Agios Nikolaos








... Schwimmen, Sonnen und Lesen. Und heil nach Hause gekommen bin ich auch. Regen nur jeweils die letzten 50 km vor der Ankunft am Ferienort und auch am Heimatort. Auch das problemlos, Regenkombi hat gut dicht gehalten.

Ich habe es bewusst und dankbar als ein besonderes Privileg empfunden, so einen Urlaub im Alter von 66 Jahren erleben zu dürfen und wollte Euch ein bisschen daran teilhaben lassen. Auch im Alter kann das Leben noch schön sein …

Ich hoffe Euch nicht gelangweilt zu haben.

D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
Rookie4711 Erstellt am: 14.07.2015 : 22:45:26 Uhr
Hallo Stephan,
Ups, da ist mir doch glatt noch ein Zahlendreher unterlaufen.
Es ist eine 84er PX, 87 habe ich sie gekauft
(und fahre sie heute noch)
Gruss
Marcus
StephanPsy Erstellt am: 14.07.2015 : 20:49:16 Uhr

Hallo Thomas und Marcus,

vielen Dank auch für Eure Rückmeldung, 87-ger PX hört sich gut an

mit schönen Grüßen

Rookie4711 Erstellt am: 14.07.2015 : 18:02:37 Uhr
Als alter Vespisti, der mit seiner 87er PX 200 auch schon einige "Fernreisen" hinter sich hat, hat mich dieser Bericht und besonders die Fotos natürlich begeistert.
Respekt!

Gruß
Marcus
ThWinterer Erstellt am: 02.07.2015 : 11:01:47 Uhr
Hallo Stephan,

toller Bericht! Sehr kurzweilig! Ich glaub ich mach auch nen Motoradführerschein. Ob ich mir allerdings eine Vespa kaufen würde...

Grüße und bitte mehr davon!

Thomas
StephanPsy Erstellt am: 27.06.2015 : 16:56:58 Uhr
Hallo Günther,

phänomenal, was manche Leute (Du) für ein Gedächtnis haben, ja das war ich mit Helena von Droja, jetzt erinnere ich mich auch wieder. Ja, das war eine tolle Spechtelnacht. Und unvergessen ist mir auch der wunderbare Obstkuchen von Stumps-Ehefrau ... mmhm

Und auf Chalidiki, dem mittleren Sithonia-Finger war ich auch mal, 1982 mit meiner BMW R65, von dort aus bin ich erstmals zur Mani gefahren und hab damals den Kalogria Strand kennengelernt ...

G2-Astro Erstellt am: 27.06.2015 : 15:39:23 Uhr
Hallo Stephan,

ich hatte solche Griechenlandtouren in den Jahren 1994 per Flug; 1995 und 1996 mit dem Auto auf Chalkidiki > https://de.wikipedia.org/wiki/Chalkidiki hinter mir, bewaffnet mit 10/1000mm Russentonne auf New Polaris ( EQ 3 ) bei denen wir mit für 4 Wochen ausgeliehenen Mopeds und Rollern alle Halb- Inselfinger erkundeten!
An vielen Nächten mit hervorragender Durchsicht abseits jeder Beleuchtung!
an einigen Abenden sind wir spät Abends noch vor den Ort gefahren um uns mit dem Fernglas die Milchstraßenwolken anzuschauen, einfach grandios!

Damit wurden dann die besten Badebuchten zum Schnorcheln erkundet. Tagesstrecken von z.B jeweils 200 Km rund um die beiden ersten Inselfinger waren auch dabei!
Unterwegs wurde eingekauft, gegrillt, oder in abgelegenen Tavernen oder an tollen kleinen Küstenorten eingekehrt.
Im Hotel ( deren Strand habe nur 2x besucht ) oder dann 95/96 in Privatpensionen, verweilten wir nur zum schlafen!

Beobachtet wurde oft an abgelegen Orten die wir bei den Fahrten erkundet hatten, auch schon mal einige Km von der Unterkunft!
Für meine Familie, Frau und Sohn und mir, waren das bis heute die besten und abwechslungsreichsten Urlaube die wir zusammen verbracht hatten!
1996 war auch mein Sohn, gerade 3 Wochen im Besitz der Fahrerlaubnis und 1. eigenem Auto, mit 5 Freunden dabei und alle dann wieder mit Rollern dort unterwegs!
Herrliche Gegend dort auf den sich windenden Küstenstraßen von Meereshöhe bis auf knapp 600m in wenigen Km, mit einmaligen Ausblicken!
Fotos davon müsste ich erst digitalisieren wenn gewünscht!

Stephan, ist die > “Helena von Droja”, Dobson reflector of joyful astronomy, AOM Photon, 10 Zoll, f6.4, > der Dobson, den Du damals am 3. Mai beim Astro - Stumpp zusammengebaut hast und dein First Light, dann auf der Wiese bei Eppenschlag, in der tollen Galaxiennacht hattest?
http://www.g2-astronomie.de/phpbb2/viewtopic.php?p=20#20
StephanPsy Erstellt am: 27.06.2015 : 14:09:48 Uhr

uuuups, dann lösch ich sofort wieder alles !



HaHo Erstellt am: 27.06.2015 : 13:55:08 Uhr
Hallo Stephan,

nach diesen deinen Vorgaben sehe ich schon ganze Horden mit zweirädrigen Fahrzeugen inkl. kleinen Fernröhrchen im Handgepäck auf dieser Route gen Griechenland düsen. Vorbei die Zeiten einsamer Bergstraßen. Sozusagen eine astronomische Route66.
Danke für die vielen Hintergrund-Informationen.
StephanPsy Erstellt am: 27.06.2015 : 13:34:48 Uhr
Gefahrene Strecke:

Schärding – Ried – Vöcklabruck – Traunsee – Traunkirchen (vorm Tunnel links ab in den Ort): in der Ortsmitte bei der Schiffsanlegestelle ein Cafehaus mit Garten und großartigem Blick über den See, allerdings mit nicht ganz so guten Speisen und eher unfreundlicher Kellnerin bzw. Wirtin – Bad Ischl – Bad Goisern am Hallstattsee – Gosau – (am südl. Ende vom Gosausee auf der Wiese ist eine kleine unscheinbare Imbissbude mit dem wirklich besten (!) Kaffee auf 2000 km, Schnitzelsemmerl) – Pass Gschütt – Lammertal - Annaberg – Radstatt – Obertauern (Passhöhe) – St. Michael im Lungau – dort direkt vor Beginn des Katschbergpasses Übernachtung beim Kasparbauern (sehr freundliche Bauern, schöne einfache Appartements mit sehr schönem sauberen Badezimmer mit Design-Amaturen – ganz wichtig nach langer verschwitzter Motorradreise – die Vespa kann dort auch über Nacht in der sauberen und verschlossenen Scheune bzw Werkstatt abgestellt werden - sehr günstig)

http://www.kasparbauer.at/

Thomatal über Bundschuh - Schönfeld – kleiner unbekannter wenig befahrener Pass ...





... Kremsbrücke – Spittal – Villach – Arnoldstein - Tarvisio – Chiusaforte – Gemona – Buja

Hotel Cajeta (einfach – günstig – Klimanlage - freundliches Personal – tagsüber niemand da) – gegenüber am Platz abends sehr billige und gute Selbstbedienungspizzeria)

http://www.hotelcajeta.it/de/index.asp

gute Vespawerkstatt mit sehr freundlichen, bemühten und kompetenten Monteuren – sehr hübsche blonde Juniorchefin:

Tonino s.a.s. - di Tonino Michele & c. - Via Provinciale Osovana, 45 - 33030, Buja (UD) - tel. 0432/960506

Udine: eine wunderschöne Altstadt, elegantes pulsierendes Großstadtleben, schöne Restaurants am Piazza Giacomo Matteotti - Foto siehe mein Eingangsposting

Autobahn von Udine nach Venedig

Fähre Venedig über Igoumenitsa nach Patras mit der Anek-Lines (Schiffe etwas schmuddelig, nicht so sauber, Toiletten und Waschräume etwas verdreckt (aber schon deutlich besser als noch vor Jahren), ich fahre immer nur mit Luftmatraze und Schlafsack als Deckspassagier unter freiem Himmel, Essen im Restaurant teuer, FB Helenic Spirit grösser, moderner und sauberer als FB Forza. Meine Frau und die Tochter weigern sich inzwischen mit der Anek zu fahren, sie fahren nur noch mit Superfast ab Ancona.

http://web.anek.gr/portal/page/portal/ANEK_prod

Patras

Hotel Poseidon (nicht: Poseidon Palace) südlich von Patras in Kaminia, günstig, sehr schön, nicht weit von der Durchgangsstraße, direkt am Meer, sauber, Swimmingpool, überdachte schattige Parkplätze, sehr freundliches Personal, Umbuchung wg Verspätung (Reparatur) kostenfrei und problemlos

http://poseidon-hotel.poseidon-hotels.gr/start

über Pyrgos nach Kalamata , Tip: zwischen Kato Samiko und Sacharo bei Kaiafas rechts sehr empfehlenswertes schönes Cafehaus/Taverne unter schattigen grünen Pinienbäumen (in der Nähe des Sees)

Kalamata sehr schöne Uferstraße am langen wunderschönen Kies-Strand

Richtung Areopolis über Kardamili nach Kalogria Stoupa

Kardamili: sehr schönes Dorf, am Ende rechts ...

WICHTIG: ... ein großartiger Laden, Magazin, der alles an Technik und Werkzeug hat, was es zu kaufen gibt und das Herz begehrt: Lampen, Seile, Ketten, Draht, Farben, Batterien, Töpfe, Schlösser, Schrauben, Schaufeln, Hammer, Zangen … da muss man reingehen und stöbern !

in Kardamili auch sehr schöner weiter Kiesstrand, diverse gute Restaurants am Meer

Kalogria Strand früher (1982) noch sehr einsam, damals Geheimtipp für österreichische und französische Individual-Reisende, inzwischen natürlich auch vom Tourismus entdeckt, viele englische Pauschal-Touristen, sehr feiner sauberer Strand geht flach ins Meer, ideal für Kinder, Liegen und Sonnenschirm mietbar, Besonderheit: rechts am Ende des Strandes und ca 100 m weit im Meer fliesst eine starke, saubere und kalte Süßwasserquelle aus dem Taygetos-Gebirge direkt ins Meer, daher etwas geringere Salzkonzentration im Meerwasser, daher keine Quallen und keine Seeigel. Ich bin seit 1982 immer wieder an diesem Strand.

http://www.zorbas.de/index.php

Verschiedene Quartier-Möglichkeiten, auch Campingplatz oberhalb des Strandes, wir wohnen die letzten Jahre immer beim Prinkipas,

http://www.zorbas.de/apps/prinkipas.php

sehr einfache Appartements, aber mit Küche, Bad, Kühlschrank, Balkon, eigener, schattiger und abgesperrter Parkplatz, 50 m vom Strand, dort empfehlenswert die Taverne/Kaphenion Prinkipas (ja heisst auch so), inzwischen habe alle Tavernen und Kaphenions Wlan, dort einmal essen fürs Wlan-Passwort, reicht meist auch bis auf den Balkon vom Quartier. Im Ort Stoupa (inzwischen relativ viel Tourismus) zu empfehlen das Restaurant „Pente Adelphi“ (fünf Brüder), sehr gut die Souflaki-Spieße, oder am Ende der Promenade das „Peuko“.

Blick vom Balkon des Appartements aus auf den Kalogria-Strand, der Strand geht rechts hinter den Bäumen weiter, zwischen Strand und Quartier die Rückseite des Restaurants mit dem besten wlan-Empfang



Hier noch ein Link zur aktuellen Webcam vom Kalogriastrand:

http://www.zorbas.de/webcam/kalogria640x480.php

Mein Astro-Beobachtungsplatz: an der Straße von Stoupa, nach Neochori, über Pyrgos in Richtung Kastania, 200 m nach der Abzweigung nach Mylea (diese Abzweigung noch nicht nehmen), also ca 200 m danach rechts ein kleiner betonierter Seiten-Weg (Sackgasse) 100 m hoch in Richtung zu einem Steinbruch (nicht sichtbar), dort steht seit Jahren oben links am Wegrand ein kaputter riesiger Bagger, hab dort noch nie weder tags noch nachts ein Auto oder einen Menschen gesehen, stehe am Ende der Betonstraße beim Übergang zum extrem steinigen Feldweg nach oben, der wäre ab da nur mit sehr gutem Geländewagen mit viel Bodenfreiheit zu befahren. Man ist nachts von der Straße aus eigentlich nicht zu sehen. Der Weg ist etwas steil, also schwierig für Dobson, mit Stativ lässt sich die Neigung gut ausgleichen.
Koordinaten: 36 Grad 51´ 04´´ Nord, 22 Grad 18` 10´´ Ost

Ausflüge (schöne Bergstrassen)
Stoupa – Neochori - Pyrgos (rechts in den Ort reinfahren, Platz mit kleinem Kaphenion und traumhafter Aussicht über die Landschaft und das Meer ***) – nach Pyrgos rechts die prämierte Olivenöl-Firma Bläuel - Kastania (ab da wird’s wild und einsam) – Saidona - Exochori Chora (Abzweigung dorthin schwer zu finden, wunderbarer Blick auf den Taygetosgipfel :
36 Grad 54´ 21.33´´ Nord, 22 Grad 16´ 21´´ Ost ) - Proastio – Kardamili

rechts im Hintergrund der Taygetosgipfel





nochmal einsame Bergstraßen





Hauptplatz in Saidona




*** = eine traurige Geschichte von früher: 1982 und einige Jahre danach gab es am Platz in Pyrgos das für mich „schönste Cafe der Welt“, unter Weinreben mit Blick über die Küste 5 kleine blaue Tische auf 3 Ebenen, ich bin dort oft am gleichen Tisch mit dem schönsten Ausblick gesessen, hab beim alten Wirt griechischen Kaffee, Wasser und eine Portokalada (Fanta) bestellt. Als ich dann 3 Jahre später wieder erstmals in dieses Cafe hochfahre und mich an den Tisch setze, kommt der Wirt und frägt auf Griechisch „Kaffee, Wasser und Portokalada wie immer ?“ - Der alte Wirt hatte seine blinde und taubstumme Schwester gepflegt und ist ab und zu mit ihr auf einem ganz kleinen Traktor langsam die steile Straße runter ans Meer zum Baden gefahren. Eines Tages haben bei so einer Bergabfahrt die Bremsen des Traktors versagt – heute steht an der Stelle des Cafes eine grausliche Garage.

Agios Nikolaos (schöner Hafen , viele Restaurants - Foto siehe Eingangsposting) – Trachillas (früher das Ende der Welt) abenteuerliche Straße an Felswänden und Höhlen entlang



dort wurde der Werbespruch kreiert "when vampires don´t fly, they drive toyota"

Stoupa – Riglia – Platsa – Kybeleia (sehr einsame wilde Bergstrasse) – Mylia – Pyrgos – Stoupa

Tagesreisen in den wilden Süden der Mani über Areopolis zu den Tropfssteinhöhlen von PyrgosDirou (Führung mit Booten möglich) – Vathia (Batheiea - das berühmte Wehrtürmedorf, sehenswert)) - Porto Kagio (schöner kleiner Badestrand) – zum KapTenaro (hier in der Mythologie der Eingang zum Hades, man kann die Höhle auch heute noch von der Ferne aus sehen)

griechischer Strom-Masten



nochmal der schöne aber zu helle Beobachtungsplatz



bei der Heimfahrt am Radstätter Tauernpass



Sabine Erstellt am: 27.06.2015 : 13:03:09 Uhr
Hi!

Wenn sich die Linsen in der Mitte nahezu kreisförmig berühren und ein Helles Objekt zentriert eingestellt wird, sind die Ringe vermutlich so wie Du es beschreibst durch das Okular zu sehen. Guck doch einfach mal genau von vorn rein. Vielleicht kannst Du bunte Schlieren in der Mitte sehen. Vielleicht kannst Du sie mit dem Verschieben der Taukappe auch erzeugen.

VlobG

Sabine,
die grade eine Putzpause macht und sich gleich etwas leckeres kocht.
StephanPsy Erstellt am: 27.06.2015 : 11:51:51 Uhr
Danke Jürgen, Sabine und Timm für Eure Antworten.

Newtonsche Ringe scheinen es mir auch nicht gewesen zu sein, weil sie nach außen hin nicht dunkler wurden, sondern alle kreisrund und sehr fein und blau im gleichen Abstand und gleich hell aussahen. Ich kann mit so einem ungelösten Rätsel (wenn der Astro-Prof es schon nicht weiß) aber gut leben.

Wenn die Bilder freigeschahltet sind, stell ich nachher noch, wie mehrfach gewünscht, eine ausführlichere Streckenbeschreibung mit Tips und Links rein.


Timm Erstellt am: 27.06.2015 : 11:02:38 Uhr
Hallo Stephan,

vor zwei Jahren hatte ich deine tolle Vespatour nach Griechenland so beantwortet:

Hallo Stephan,

danke für den schönen Beobachtungs- und Reisebericht.
Hat mir sehr gut gefallen, besonders die schönen Fotos.
Die hätten wirklich etwas größer eingestellt gehört!

Ich hätte da schon etwas Bedenken, mit einer Vespa so weit zu fahren...
und dann auch noch einen Sturz unbeschadet zu überleben.
Da fliege ich lieber, vertraue dem Piloten und hoffe, dass er keinen Liebeskummer hat. Man weiß ja nie.

Omega Centauri und den Nachbarn Centaurus A werde ich in zwei Wochen von einem besseren
Beobachtungsort aus sehen können.
Wir fliegen mit 18 und 20 Zoll zu dritt wieder nach Südafrika zum Hottie Oberholzer. Da hin:
http://savannahsuntours.oyla.de/cgi-bin/hpm_homepage.cgi
Das Wetter dort ist genial, wie auch die astronomischen Bedingungen.
Natürlich werde ich auch davon berichten, auch wenn die Reise nicht so ein Abenteuer ist wie deine Vespa-Tour.


Bis auf den Sturz hat sich alles ja so ähnlich abgespielt... statt Sturz halt Benzinschlauch!
Mein Satz "lieber fliegen und dem Piloten vertrauen" würde ich heute aber nicht mehr so schreiben!
Der Satz mit dem besseren Beobachtungsort kann ich aber wiederholen:
nächsten Samstag fliege ich wieder nach Südafrika um Hottie!

Jedenfalls habe ich deinen Reiseabenteuerbericht mit vielen schönen Fotos mit Vergnügen gelesen!

cs
Timm
Sabine Erstellt am: 27.06.2015 : 10:58:29 Uhr
Hi!

Vielleicht sind es newtonsche Ringe? Das würde bedeuten, dass die beiden Frontlinsen wenig Abstand haben. Ich könnte mir vorstellen, dass man die nur bei hellen Objekten sieht. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Newtonsche_Ringe

VlobG

Sabine
JSchmoll Erstellt am: 27.06.2015 : 00:55:23 Uhr
Hallo Stephan,

zu Deinem Optikproblem - das ist aus der Ferne schwer zu beurteilen.

Ich tippe auf Geisterbilder, also "Zickzack"-Reflexionen zwischen gegenueberliegenden Optikkomponenten. Wenn sich die Radien der gegenueberliegenden Flaechen etwas unterscheiden, dann erzeugt jede Reflexion ein Geisterbild in einem etwas anderen Brennpunkt. Warum das dann keine Scheiben, sondern Ringe sind, vermag das Modell aber nicht zu erklaeren.

Um etwas mehr Systematik reinzubringen, muesstest Du einen Okularwechsel machen oder Dein Auge ein bisschen bewegen (denn die Cornea ist ja unverguetet), aber das Ereignis liegt ja in der Vergangenheit. Eines ist klar - die Venus ist sehr hell, und um das nachzustellen, brauchst Du eine helle Lichtquelle, z.B. eine schlecht ausgerichtete Strassenlaterne in einiger Distanz.

StephanPsy Erstellt am: 26.06.2015 : 21:12:30 Uhr

Meine Angst vor Hunden, Schlangen, Skorpionen und Räubern war natürlich wieder unnötig, am erprobten Platz (zweite Nacht) ist immer nur ein kläffender Hund aus offenbar eingezäuntem Grundstück aus der Ferne zu hören.

Allerdings hab ich vor Jahren ca 5 km davon entfernt schon mal wegen streunender Hunde einen Beobachtungsabend abgebrochen, guckst Du

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