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 Buchrezension "The Clementine Atlas of the Moon"

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Ü B E R S I C H T    
Ute07 Erstellt am: 06.10.2013 : 12:10:56 Uhr
Ja, ja, ich weiß! Schon wieder ein Mondatlas!
Es ist aber erstmal der letzte, versprochen


The Clementine Atlas of the Moon
Revised and Updated Edition


Autor: Ben Bussey, Paul Spudis
Verlag: Cambridge University Press
317 Seiten

Paperback
Preis: € 39,95 Verlagsangabe: £ 35,00; $ 50,00
ISBN: 052114101X (9780521141017)

Gebundene Ausgabe
Preis: € 93,54 Verlagsangabe: £ 66,00; $ 125,99
ISBN: 0521815282 (9780521815284)

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© Cambridge University Press Verlag
Mit freundlicher Unterstützung
des Verlages


Klappentext:

Die sehr erfolgreiche Clementine-Mission gab Wissenschaftlern ihren ersten globalen Blick auf den Mond, sammelte eine riesige Datenmenge, während sie systematisch die uns zugewandte als auch die abgewandte Seite des Mondes sowie die Polregionen kartierte.
Basierend auf den Informationen, die bei dieser Mission gesammelt wurden, zusammengestellt mit den neuen Daten des Lunar Reconnaissance Orbiters ist dieser einzigartige Atlas ist eine unentbehrliche Referenz für professionelle Planeten- und Weltraumforscher, Amateurastronomen und Mondbegeisterte.

Diese Ausgabe ist komplett überarbeitet und mit jeder doppelseitige Grafik aus einem Clementine-Bild, gepaart mit einer neu erstellten Schattenreliefkarte, entstanden aus den topografischen Daten des LROC, auf den neuesten Stand gebracht worden. Zusammen zeigen sie die gesamte Mondoberfläche in einheitlicher Auflösung und Format.
Die Schattenreliefbilder sind kommentiert um die Kraternamen auf zu zeigen, einschließlich kürzlich benannter Formationen.
  • 144 Clementine- und von LROC- abgeleiteten kommentierten Schattenrelief LAC Karten, den gesamten Mond umspannend
  • Enthält Abschnitte über die Herkunft und die geologische Evolution des Mondes und einen kurzen geschichtlichen Überblick über lunare Wissenschaft und Forschung einschließlich des Überangebots der jüngeren Missionen
  • Enthält eine der vollständigsten lunaren Nomenklatur-Datenbänke mit allen benannten Kratern und anderen Formationen auf dem Stand von 2011
  • Farbtafeln zeigen die lunare Zusammensetzung und physikalische Eigenschaften



Rezension:

Zur Zeit des kalten Krieges startete die USA das SDI Programm (Strategic Defense Initiative), welches den Spitznamen „Star Wars“ erhielt. Dieses militärische Programm hatte sich bereits Anfang der 90er Jahre erledigt, da es den Ostblock nicht mehr gab. Aber es waren Projekte zur Erforschung neuer Technologien angelaufen, die nicht aufgegeben werden sollten und zu denen auch das Projekt „Clementine“, benannt nach dem alten Lied „My Darling Clementine“, gehörte.
Die NASA behielt einen gewissen Einfluss auf die geplanten Experimente und erhielt dafür die wissenschaftlichen Ergebnisse.
Geplant war den Mond und später den Asteroiden Geographos mit unterschiedlichen Geräten und Kameras mit nie zuvor erreichter Genauigkeit und in unterschiedlichen Wellenlängen zu erkunden.
Clementine wurde 1994 von der Vandenberg Airforce Base aus gestartet.
Nach 330 Mondumrundungen und mehr als 2,5 Millionen Fotos brach „Clementine“ zum Besuch von Geographos auf, den sie jedoch aufgrund einer Softwarepanne nie erreichte.

Dieser Atlas, 2004 in der ersten Auflage und in der jetzigen 2. Auflage von 2012 im 28 x 24 cm Format erschienen, bringt allein durch den Druck auf hochwertigem Papier das Gewicht von 1,5 kg auf die Waage, was für ein „Taschenbuch“ recht hoch erscheint.
Der Atlas beginnt mit einer Übersicht über die allgemeinen Eigenschaften des Mondes wie Größe, Erdabstand und Gravitation sowie die Mechanik im System Erde-Mond und die Besonderheiten, die darin liegen. Die Erklärungen zur Entstehung der Phasen, Finsternisse und Libration werden durch einfache Grafiken unterstützt.
Es folgt die Geschichte der Erforschung des Mondes, wobei die amerikanischen Mondmissionen naturgemäß den größten Raum einnehmen. Aber auch die Erfolge der UdSSR sowie die Missionen von China, Japan, Indien und Europa werden erwähnt.
Was haben diese Missionen gebracht, was wurde vom Mond mit zurück gebracht? Was sind das für Gesteinsproben, die zum Teil heute noch untersucht werden?
Die Gesteine werden nur grob unterschieden, dafür wird die Entstehung, z.B. durch Vulkanausbruch oder durch Einschlag, erklärt.
Es folgt ein Überblick über die jüngeren Mondmissionen, von Clementine bis zum Lunar Reconnaissance Orbiter.

Den größten Teil nehmen die 144 Karten ein, aufgenommen mit der UV-visual-Kamera und einem 750 nm Filter mit einer Auflösung von 384 x 288 Pixeln, was etwa 200 m pro Pixel entspricht. Damit werden 99% der Mondoberfläche abgebildet. Es gibt in den Aufnahmen von Clementine ein paar Lücken, die sich auf den Farbtafeln und auf den Karten als schwarze Flecken abzeichnen.

Um sich die Karten anzusehen, muss man den Atlas um 90° drehen, dann hat man auf der oberen Seite das Foto von „Clementine“, und auf der unteren ein Reliefbild mit den kompletten Bezeichnungen, einschließlich der Nebenkrater.
Jedes Foto ist mit einem Koordinatennetz versehen, Längengrade im Abstand von 1°, Breitengrade im Abstand von 2°. Auf jeder Doppelseite findet man noch eine kleine Skizze mit einer Übersicht, aus welchem Bereich der Mondoberfläche das aktuelle Foto kommt.
Am Ende findet sich ein Verzeichnis aller bezeichneten Mondformationen mit den genauen Koordinaten, Durchmesser und Kartennummer.

Was diesen Atlas zu etwas Besonderem macht ist zum Einen, dass hier auch die Mondrückseite vollständig abgebildet ist und zum Anderen die Beschriftung. Hier wurden die offizielle IAU Bezeichnungen (in denen keine Satellitenkrater enthalten sind) mit dem NASA Catalogue of Lunar Nomenclature zusammengeführt. Diese Bezeichnungen sind alle auf den Reliefkarten eingetragen.
Die Fotos und Karten sind komplett in schwarz/weiß bis auf 8 Farbtafeln, die die Ergebnisse der speziellen Aufnahmen von Clementine wie Topografie, Eisengehalt, Titankonzentrationen oder Aufnahmen zur Geologie zeigen.
Die Aufnahmen sind farbcodiert, leider wurde versäumt die Auflösung dazu mit abzudrucken, in dem beschreibenden Text wird nur ein grober Überblick gegeben.
Da für die Aufnahmen möglichst viele Spektren erforderlich waren, wurden die Aufnahmen bei möglichst hohem Sonnenstand gemacht. Dadurch fehlt den Fotos sehr viel an Kontrast und das gegenüberliegende Reliefbild zeigt mehr Einzelheiten als das Originalfoto.


Fazit:

Wer nur auf der Suche nach gutem Kartenmaterial für die nächste Mondbeobachtung ist, sollte sich besser nach einem anderen Atlas umsehen, da die teilweise sehr kontrastarmen Fotos eine Identifizierung gesehener Strukturen recht schwer machen.
Wer sich aber näher in die Selenologie einarbeiten möchte, wer sich Fragen nach der Geologie stellt und wer auch mal hinter die Kulissen (sprich: auf die Mondrückseite) sehen möchte oder auch nur an den historischen Aufnahmen von Clementine interessiert ist, der wird an diesem Atlas seinen Spaß haben.


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