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Ü B E R S I C H T    
norbert_loechel Erstellt am: 23.09.2010 : 19:34:36 Uhr
Hallo Forum,

derzeit parabolisiere ich einen dünnen 18-Zöller. So sieht die Spiegelkurve jetzt aus (8 I-Gramme gemittelt, Spiegel jeweils um 90 Grad weitergedreht):



Eigentlich bin ich mit der Form ganz zufrieden. Mit dem Interferometer kommt ein Strehl von 0,96 heraus, die erreichte Korrektur liegt bei -0,99.

Mein Ego hadert aber noch mit dem Rand... Würdet Ihr da noch mal rangehen? Wenn ja, wie? Den Daumen einsetzen, nach dem Motto: runter kommen sie alle? Oder eher eine Mini-Pechhaut?

Danke für Eure Tipps!
Norbert
D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
norbert_loechel Erstellt am: 29.09.2010 : 21:08:47 Uhr
Hallo Kai,

Zitat:
Viel Erfolg beim Dobson Bau, und berichte bitte vom First Light!



danke - das mach' ich bestimmt! Ich bin ebenfalls gespannt auf das First Light Deines großen Spiegels!

Gruß
Norbert
fraxinus Erstellt am: 28.09.2010 : 23:50:46 Uhr
Hallo Norbert,
Zitat:
Ich glaube, ein PDI ist damit noch nicht am Ende.

Gut erklärt, die Sache mit dem PDI.
Mein Plättchen liegt noch unbenutzt herum, ich wolltes für Sphären einsetzen. Gut zu wissen, da das Dingens noch mehr kann!

Ein Problem bleibt allerdings: ein scharf abgebildeter Rand. Je schneller der Spiegel desto genauer muss man den bei der FFT Methode einkringeln. Und wenn man nicht genau weiß wo der ist, dann ist die Genauigkeit, speziell die für den Korrekturgrad, dahin.

Viele Grüße
Kai

ps. Viel Erfolg beim Dobson Bau, und berichte bitte vom First Light!
norbert_loechel Erstellt am: 28.09.2010 : 17:25:26 Uhr
Hallo Alois und Kai,

jetzt hab' ich noch mal nachgesehen: Auch bei den Waveform-Zernikes waren Asti und die anderen rotationsunsymmetrischen Terme nicht genullt. Das Ergebnis sollte also so stimmen. Dann hat sich der Spiegel eine besonders gemütliche Zelle verdient

Falls es den einen oder anderen Schleifer interessiert: Als Unterlage habe ich eine ganz billige und nur ca. 6mm dünne Isomatte verwendet. Dann schön vorschriftsmäßig nach jeder Runde um den Spiegel ein zufälliges Stück weitergedreht. Unter der Isomatte lag eine dicke Multiplexplatte, die schön eben ist. Die Rückseite vom Spiegel hat der Stathis plangeschliffen - danke dafür!

Kai, Du hattest gestern über die Möglichkeiten des PDI nachgedacht ("Die Streifendichte reicht offensichtlich aus um einen 24" f/5 oder einen 8" f/3.5 damit zu erlegen"). Ich glaube, ein PDI ist damit noch nicht am Ende. Um die Streifendichte für noch sportlichere Projekte zu erhöhen, braucht man mehr Tilt, was beim PDI einem seitlichen Versatz des Pinholes entspricht. Dazu muss man aber stärker defokussieren, damit das seitlich versetzte Pinhole noch vom Lichtkegel getroffen wird. Das Problem besteht nun darin, dass bei stärkerer Defokussierung die Helligkeit im Pinhole und damit die Amplitude der Referenzwellenfront sinkt: Die Fläche des Pinholes bleibt gleich, aber die vom Lichtkegegel ausgeleuchtete Fläche auf der Platte wurde vergrößert. An der durch die Schicht durchgelassenen Lichmenge der zu messenden Wellenfront hat sich aber nichts geändert. Daher klappt die Auslöschung durch Interferenz nicht mehr so gut und der Kontrast der Streifen nimmt ab. Um die Referenzwelle wieder heller zu machen, könnte man auf ein größeres Loch ausweichen. Das geht aber nur so weit, wie die Beugung am Pinhole noch den gesamten Lichtkegel ausleuchtet. Die Lösung wäre also ein PDI-Plättchen "Typ 3" mit geringerer Transmission, bei dem die Helligkeit der zu messenden Wellenfront auch bei stärkerer Defokussierung kontrastreiche Streifen ermöglicht. Vielleicht legt Michael Koch ja mal eine neue Platte auf, wenn der jetzt erhältliche Typ 2 vergriffen ist... Abnehmer dafür finden sich bestimmt, denn das PDI ist an Aufwand kaum zu unterbieten und funktioniert prächtig!

Gruß
Norbert
Alois Erstellt am: 28.09.2010 : 15:56:18 Uhr
Hallo Norbert.
Bei der FFT bin ich noch nicht ganz durch.
Aber wenn dessen Zernikes nicht mehr als XASTIG=0.030 und YASTIG=-0.031 haben
dann sind es 0,102 L Wellenfront für 550 nm berechnet und dass ist wirklich sehr gering
so dass man den Spiegel als astigmatismusfrei bezeichnen kann weil man ihn nicht mehr sieht .
Zu dieser Seltenheit kann man dir wirklich gratulieren und viel Freude wünschen.
Viele Grüße
Alois
fraxinus Erstellt am: 28.09.2010 : 15:29:48 Uhr
Hi Norbert,
Zitat:
Kann man denn den Asti in der FFT-Auswertung von OpenFringe deaktivieren?

Ja, kann man. Unter "Zernikes" ---> "Wavefront Zernikes". Das ist dort eine Negativ-Liste.
Aber Du siehst es auch wenn Du unter FFT Wavefront den "Report" anzeigen lässt.

Trotzdem, nur keine Sorge, die Weinflasche war nicht umsonst. (Du hast Sie doch schon geöffnet, oder?)
Asti mit 0,03 ist kein Asti. So ganz auf Null bekommt man die Terme nie. Ich meine, irgendwann will man ja auch noch beobachten in diesem Leben.

cs Kai
norbert_loechel Erstellt am: 28.09.2010 : 15:00:00 Uhr
Hallo Alois,

Zitat:
Außer er ist im Programm automatisch deaktiviert. Weil dass so ganz ganz gar nichts davon zu sehen ist, wirkt mir verdächtig?



Kann man denn den Asti in der FFT-Auswertung von OpenFringe deaktivieren? Ich kenne das nur von der Zernike-Auswertung, und da habe ich bis auf Piston, Tilt und Defocus alle aktiviert.

In der gemittelten Zernike-Auswertung kommt auch nicht Null heraus, sondern XASTIG=0.030 und YASTIG=-0.031 Hab' den Spiegel immer schön fleißig gedreht...

Gruß
Norbert

Alois Erstellt am: 28.09.2010 : 13:37:52 Uhr
Hallo Norbert und Kai.

Ja da habe ich wohl zu wenig mitgedacht beim Lesen. Aber besser ist wenn man sicher ist.
Dem nach bist du wirklich gut vom Astigmatismus verschont geblieben und ich kann dir dazu gratulieren
und ich denke dass dir dieser Spiegel viel Freude machen wird.
Außer er ist im Programm automatisch deaktiviert. Weil dass so ganz ganz gar nichts davon zu sehen ist, wirkt mir verdächtig?
Zitat:
Und schon mit einmaliger Drehung um 90° sollte der normale Asti rausfallen, oder?
Für Fehler mit anderer Periode wie zB Treefoil trifft das bei 90° nicht zu, aber der ist ja auch nicht drin.

Ja das sehe ich auch so.

Viele Grüße
Alois
norbert_loechel Erstellt am: 28.09.2010 : 07:37:29 Uhr
Hallo Alois, hallo Kai,

so wie Kai schreibt, ist es: die Bilder wurden entsprechend zurückgedreht, so dass bei der Auswertung immer die selbe Stelle des Spiegels "oben ist". Das habe ich auch bei der zuletzt vorgestellten Auswertung so gemacht. Auch da wurden wieder 8 I-Gramme gemittelt.

Ich werde vorerst den Spiegel so lassen, ein Fernrohr für ihn bauen und am Stern testen. Nochmals vielen Dank für Alois' Angebot - wenn die verbleibenden Zonen im Sterntest zu stark auffallen, dann komme ich gern darauf zurück.

Gruß
Norbert



fraxinus Erstellt am: 27.09.2010 : 23:30:33 Uhr
Hallo Alois,
mit dem Drehen, das sollte passen. Norbert hat weiter oben geschrieben:
Zitat:
Ich fotografiere ein Interferogramm, drehe den Spiegel um 90 Grad und mache die nächste Aufnahme. Anschließend drehe ich die Bilder so, dass der Spiegel auf allen die gleiche Lage hat - dann ist eine am Spiegel angebrachte Markierung jeweils oben.

Genau das hat mich nämlich auch interessiert.
Natürlich kann man auch nach der Auswertung die Wavefront zurückdrehen.
Aber so ist es auch ok.
Und schon mit einmaliger Drehung um 90° sollte der normale Asti rausfallen, oder?
Für Fehler mit anderer Periode wie zB Treefoil trifft das bei 90° nicht zu, aber der ist ja auch nicht drin.

Viele Grüße
Kai
Alois Erstellt am: 27.09.2010 : 23:14:39 Uhr
Hallo Norbert.
Leider komme ich erst heute dazu zu schreiben.
Ein Strehl von 0,92 ist nicht schlecht für so einen großen Spiegel.
Allerding gilt dieser nur für die sphärischen Aberrationen mehrer Ordnungen.
Weil den Astigmatismus hast du durch das drehen des Siegels verschmiert.
Du musst die Interferogramme 90° 180° 270° wieder auf 0° zurückdrehen und erst dann auswerten
damit die Spigelpositionen unter den verschiedenen Lagerungen übereinander liegend
gemittelt werden können. Erst dann stimmt die Auswertung.
Selbst bei dem 180° Bild ist es wichtig. Nicht wegen dem Astigmatismus
weil bei dem ist es ja die gleiche Achse aber eine mögliche Komma oder rotations Unsymetrieen
werden dadurch verschmiert.
Aber wahrscheinlich sind die Luftturbulenzen beim Beobachten viel schlimmer als das.
Wollte nur noch schreiben dass ich bereit bin dir zu helfen, wenn es dein Wunsch ist.
Aber müssen tust du nicht. So wie Kai schon erwähnt hat, weil es sind immer noch ein paar böse Parabelgeister vorhanden,
auch wenn er schon einige vertrieben hat.
Allerdings so hoch ist der Rand ja nicht dass er unbedingt verbessert werden muss. Es ist viel besser einen hoch stehenden
Rand zu haben der beim Beobachten eh ein wenig zurück geht und den Spiegel besser macht als umgekehrt.
Wenn er so viel abgesunken wäre, dann täte ich dich dazu drängen ihn zu verbessern.So aber nicht.
Solltetst du tatsächlich noch Verbesserungen machen wollen dann stimmt das schon wie Kai geschrieben hat dass Tools
größer als 50 mm nichts mehr zu tun haben und dann wird es eine langwierige Arbeit.
Dass müssten wir dann wegen der vielen Bilder über Email und Skype machen und zwischen durch die Elebnisse
die wirksam waren hier schreiben. Du kannst ja einmal eine Privat Nachricht schreiben damit wir die Emailverbindung erstellen können.
Alles Weitere wird sich schon ergeben.
Viele Grüße
Alois
fraxinus Erstellt am: 27.09.2010 : 23:03:40 Uhr
Hallo Norbert,

na dann lass es Dir schmecken, Du hast es Dir verdient!
Das coole an dem PDI ist ja noch, daß dabei nichts außer Luft im Strahlengang ist und der winzige Mess-Asti (durch den Versatz zwischen Diode und Loch) bei der Spiegeldreherei meiner Meinung auch noch rausfliegt.
Die Streifendichte reicht offensichtlich aus um einen 24" f/5 oder einen 8" f/3.5 damit zu erlegen. Das entspricht in etwa dem Spherical Zernike von -2.6

Gut gemacht!

Viele Grüße vom kleinen Angsthasen
norbert_loechel Erstellt am: 27.09.2010 : 19:51:14 Uhr
Hallo zusammen,

Zitat:
Wollt ihr da jetzt wirklich anfangen örtlich zu retuschieren?
Wollen? Nun, in diesem Fall eher nicht.



Nun, jetzt wohl tatsächlich besser nicht mehr:



Ich hab's nicht lassen können und die Parabolisierung noch etwas weiter getrieben - mit dem 20 cm Tool und nicht zu kurzen Strichen, damit der Rand nicht noch weiter hochkommt. Jetzt ist er nicht mehr höher als die verbleibenden Zonen und ich werde die Finger davon lassen.

Herzlichen Dank an alle, die mich beraten, aufgemuntert und gewarnt haben. Ich mach' die Flasche Wein auf, zu der Kai mir geraten hat!

Gruß
Norbert
fraxinus Erstellt am: 25.09.2010 : 23:05:14 Uhr
Hallo Frank,
Zitat:
Wollt ihr da jetzt wirklich anfangen örtlich zu retuschieren?

Wollen? Nun, in diesem Fall eher nicht.
Wenn man müsste, ja, dann natürlich immer nur die Teile die hochstehen.
Ich habe das bei zwei Spiegeln so gemacht, da waren die Zonen aber auch höher, so ganze Lambdas, das ist wie "Malen nach Zahlen"
cs Kai
FrankH Erstellt am: 25.09.2010 : 22:51:52 Uhr
Hallo

auf den neueren Auswertungen sieht man aber auch schon das eigentlich keine hochstehende Zone umlaufend ist,
da einen wall runter zu polieren würde recht schnell an den im Moment ebeneren stellen Gräben buddeln.
jede Zone hat sozusagen ihren eigenen Miniasti, Wollt ihr da jetzt wirklich anfangen örtlich zu retuschieren? ganze Runden mit Minitool können ja kaum was verbessern?

Gruß Frank
fraxinus Erstellt am: 25.09.2010 : 22:35:59 Uhr
Hi Norbert,
ich schreib lieber gleich noch was zu Deiner schönen Auswertung, nicht daß Du am Sonntag morgen gleich anfängst an dem Goldstück dranrumzukratzen.
Zitat:
Also hat mich der Asti verschont.

Kann man so sagen. Das Ding ist topfeben!
Zitat:
Im Gegensatz zur Auswertung mit dem Fringe-Tracing erscheint der Spiegel mit FFT-Auswertung aber noch merklich unterkorrigiert (bei FFT: best fit cc = 0.976, bei Fringe-Tracing cc = 0.991).

Das "merklich unterkorrigiert" ist maßlos übertrieben. Schau Dir mal unter dem Menüpunkt "Report" den RMS Anteil für den Spherical an. Das ist nur ein kleiner Fehler unter vielen. Die 0.976 liegen voll im Toleranzbereich, ansonsten verbuch es unter Messtoleranzen.

Wenn Du jetzt aus:
Zitat:
...versuchsweise für cc=0.976 berechnet

diesen Schluss ziehst:
Zitat:
dann sollte ich wohl eher noch die Korrektur etwas weiter treiben

dann hast Du nicht mit dem bösen Geist in der Parabel gerechnet
Dieses letzte Fünkelchen Korrektur kommt nur und ausschließlich dadurch zustande, daß Du ganz geduldig die tiefroten Bereiche abträgst. Und nur diese! Und dabei keine Gräben ziehen. Jedes Tool größer als 5cm gehört hier nicht mehr hin.

Es kann auch sein, Du siehst so eine schöne Auswertung für lange, lange Zeit nicht wieder. Dabei lernst Du allerdings eine Menge über den besagten bösen Parabelgeist. Bezugsebenen, Fokus und so Sachen. Ist echt interessant. Mich hat er auch schon ins Knie gebissen. Falls Du ihn triffst, kipp ihn flüssiges Pech über den Kopf

So, jetzt hab ich Dir genug Angst gemacht.
Mal sehen was Alois sagt, der ist da vielleicht mutiger. Aber auch er hat geschrieben, ich zitiere ihn mal: "Wenn du korrigieren möchtest, ..." Also er hat nicht geschrieben "Du musst!"
Stimmt doch Alois, oder?

Viele Grüße
Kai

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