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Suche Reisemontierung Achtung Noob

Gedruckt von: Astrotreff - Astronomie Treffpunkt
URL des Themas: http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=110580
Gedruckt am: 25.11.2014

Thema:


Autor des Themas: Stallion
Betreff: Suche Reisemontierung Achtung Noob
Gesendet am: 03.12.2010 23:40:15 Uhr
Nachricht:

Hallo!

Ich (totaler Astro Anfänger) suche eine Montierung zum fotographieren.

Meine Kamera ist eine Fuji S5 und Objektive habe ich von 10mm bis 500mm.
Stabiles Stativ und Kugelkopf sind auch vorhanden.
(Hab mal gelesen das Nikon Kameras für Astrofotographie nicht so gut geeignet sind. Trifft das auch auf die Fuji zu?)

Allerdings sollte das ganze fliegertauglich sein. Also möglichst leicht.
Ich weiß nicht ob es wichtig ist, aber soll auch auf der südlichen Halbkugel eingesetzt werden.

Habe mir schon z.B Astrotrac angeschaut. Finde das für den Einstieg allerdings etwas teuer. gibt es andere möglichkeiten?

Irgendwelche Angaben vergessen?

Danke für eure Hilfe

Gruß
Jacek

Antworten:


Antwort von: Pat
Gesendet am: 03.12.2010 23:59:15 Uhr
Beitrag:

Hallo Jacek!

Willkommen im Astrotreff!

Eine kurze Frage hätte ich noch: was willst Du genau fotografieren?

Ich nehme mal an Du willst sogar etwas in den Deep-Sky Bereich gehen, da Du nach einer parallaktischen Nachführung suchst.
Es gibt als günstigste Möglichkeit die sogenannte "Astrofrust" bzw. Barndoor-Montierung zum selber bauen, jedoch ist das nicht jedermanns Sache. Da musst mal gooogeln ob das was für Dich ist...
Ansonsten gäbe es noch eine Skywatcher EQ-5 DK3 mit Schrittmotoren zum Nachführen des Himmels, die liegt dann etwa bei 390,- Euro, trägt auch schon ganz gut was und ist nicht allzu schwer für Dein Reisgepäck.

Nachtrag: Du könntest auch eine Skywatcher NEQ-3 nehmen und diese mit Schrittmotoren nachrüsten, dass kommt mit ca. 260,- Euro sogar noch günstiger!


Antwort von: Jens_Averbeck
Gesendet am: 04.12.2010 00:02:24 Uhr
Beitrag:

Hallo Jacek,

willkommen im Astrotreff!

Zu deinem Problem gibt es mehrere Lösungen:

Wenn du die Montierung und Stativ unbedingt als Handgepäck ins Flugzeug nehmen willst wird es teuer, richtig teuer (zb Astrotrac).

Wenn du die Montierung, Stativ, Gegengewicht, Objektive und Kamera-Body sowie Leitrohr und Stand-Alone Guider (ab ca 300mm Brennweite sollte man anfangen mit einem Leitrohr nachzuführen weil es sonst sehr schnelle "Eier" oder Striche gibt)(wenn du Laptop mitnimmst kannst du auch eine andere Lichtempfindliche Kamera dafür nehmen) in einem gesonderten Koffer als Gepäck aufgibst kannst es günstiger werden für die Montierung usw, dafür zieht dir dann der Aufpreis für das Gewicht der Ausrüstung die Socken aus.

Du solltest noch Angeben was du maximal ausgeben willst machen, und ob du schon überhaupt Erfahrung mit Langzeitfotografie hast (mehr als 1min Belichtung, wobei 1min hier durchaus als Kurz aufgefasst werden kann).

Mal eine Allround empfehlung wäre:
Montierung: Celestron CAM mit Stahlrohrstativ und mind. 5kg Gegengewicht
Teleskop: GSO 150/750 Newton mit 2" Crayford
http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p3968_GSO-Newton-150-750mm-auf-Celestron-GoTo-Montierung-CAM.html

Guiding mit deinem 500mm Tele mit Adapter und einer ALccd5 und Laptop, kommt "Huckepack" auf das Teleskop.
Dazu noch ein paar Okulare fürs Visuelle Beobachten usw und du hast eine relativ handliche Astrofoto-Ausrüstung für ca 1000,- die man auch ein einem etwas grösseren Koffer unterbringen kann. Nur wie gesagt wiegt das ganze auch um die 20kg und kostet dementsprechend Aufpreis.

Gruss
Jens


Antwort von: Stallion
Gesendet am: 04.12.2010 00:15:53 Uhr
Beitrag:

Astrofrust hört sich ja schon gut an! Ich habe sie mir schonmal angeschaut, ich denke das ist nix für mich!

Ich bin z.B nächstes Jahr in West Australien unterwegs. Da möchte ich zum größten Teil Fotos mit dem Weitwimkel machen, aber wenn ich schon dabei bin auch etwas Deep-Sky versuchen. Braucht man den die parallaktische Nachführung nur für Deep-Sky? Möchte länger belichten (Erfahrung über 1min ja, aber Striche am Himmel gefallen mir nicht) ohne die Striche zu bekommen.

Budget ist schwer einzugrenzen wenn man von der Materia wenig bis keine Ahnung hat. Ich sage mal so 400€.
Laptop ist immer dabei, Cam zum nachführen... sind das z.b diese Webcams?

Das Eq5 werde ich mir mal genau anschauen, dein Vorlschlag Jens sieht gut aus. Aber ist leider nicht "drin"!

Gruß
Jacek


Antwort von: Pat
Gesendet am: 04.12.2010 00:42:17 Uhr
Beitrag:

Hallo Jacek,

wenn Du nur Weitwinkelaufnahmen (bis 20mm Brennweite) machen willst, kannst Du das auch von normalen Fotostativ aus machen.
Du musst nur 10-15 Aufnahmen zu je max. 10 bis 12 sek. machen und dann mit einer sogenannten Stackingsoftware (z.B. DeepSkyStacker (DSS) ist super gut- freeware!) zusammen rechnen lassen. Das Ergebnis ist dann schon ganz gut für Weitwinkelaufnahmen und wird Dich überraschen!
Wenn Du Beispielsweise 10 Aufnahmen zu je 10 Sek. machst, dann entspricht das etwa schon 100 Sekunden Gesamtbelichtungszeit - ohne Strichspuren!

Wenn Du jedoch wesentlich länger Belichten willst, gerade bei Deep Sky ist ja Belichtungszeit King, dann solltest Du auch nachführen. Ich denke Du bist auf die Magellanschen Wolken scharf, dort musst Du natürlich mit weit mehr als 10 Minuten rechnen.
Ich denke daher, dass eine einfache parallaktische Montierung das beste für Dich wäre, ob nun Astrotrac, die jedoch recht teuer ist, oder eine günstige und noch relativ leichte EQ-3 oder EQ-5.
Du solltest daheim dann etwas üben, bevor Du nach Down-Under fliegst und dann klappt das auch. Eine Airline wo Du vielleicht 30 kg Gepäck mitnehmen kannst wäre natürlich sinnvoll, da die 20 kg schnell verplant sind. Du kannst ja über mehrere Koffer Dein Gewicht und Dein Equipment verteilen und hast ja auch noch 8 kg Handgepäck zusätzlich frei, das passt dann sicherlich.

Mit so einer kleinen Montierung kannst Du locker bis 300mm Brennweite gehen und 1 minütige Aufnahmen (wenn nicht sogar deutlich mehr!) schiessen, davon dann wieder 10-20 Stück und mit dem Stacker (DSS) verwurschteln lassen, dann hast Du locker schon 10-20 Minuten Belichtungszeit zusammen und man erkennt schon recht viel schönes!
Aber Achtung, mit einer unmodifizierten Kamera kannst Du diese schönen roten Gasnebel leider vergessen, da die Kamera dafür unempfindlich ist. Aber die Magellanwolken und Milchstrassenausschnitte sowie Sternhaufen aller Art werden sehr gut gehen!


Antwort von: Stallion
Gesendet am: 04.12.2010 00:54:04 Uhr
Beitrag:

hm... modifizierte gibts wahrscheinlich nur von Canon? Oder warum haben hier alle Canon? :-)
Ich muss ja gestehen, ich habe schon (aus anderen gründen) überlegt zu Wechseln. Ist Canon wirklich so viel besser für Astro geeignet?

Geübt wird dann natürlich. Wenn der Himmel hier denn mal wieder aufreißt. Werde mir diese Montierungen morgen bzw heute (muss ins Bett) genauer anschauen.

Ich kann mir schon denken was meine nächste Frage sein wird? Und was brauche ich an Zubehör? Motoren? *g* Das aber wenn ich morgen alles von den Montierungen gelesen habe!
Danke dir für deine Hilfe!



Antwort von: Pat
Gesendet am: 04.12.2010 01:06:27 Uhr
Beitrag:

Ja, genau deshalb haben hier die meisten Canon DSLR´s! Die haben sich halt irgendwann mal durchgesetzt und nun gibt´s dadurch reichlich Astrozubehör dafür. Mit anderen Firmen stösst man daher (leider) recht schnell an die Grenzen der Astrofotografie, auch wenn die Kameras top sind.
Das musste ich mit meiner Olympus E-410 auch erfahren, auch wenn ich sie immer noch sehr lieb hab, konnte sie mir nicht mehr in der Astrofotografie länger dienen...


Antwort von: FrankH
Gesendet am: 04.12.2010 02:35:19 Uhr
Beitrag:

Hallo

für nur Foto mit Weitwinkelokularen und viel unterwegs suche doch mal nach
Orion Teleskop AC 70/350 Transporter 70 EQ-mini, bei Amazone für 99$ gesehen
da brauchst du nur das Teleskop runter nehmen und die Kamera drauf.
Das Teleskop kannst du vielleicht später auf anderer Momtierung als Leirohr gebrauchen, obwohl am Südhimmel bestimmt einige schöne große Objekte damit auch visuell gehen werden.
hatten denn die Fuji kameras nicht eine ganz ulkige Bayermatrix mit 6eckigen Pixeln oder so was, oder ist das auch schon Geschichte?
Eine Canon1000D sollte wohl früher oder später machbar sein, ist bei der Astrofotografie eigentlich noch der preiswerteste Teil der Ausrüstung

Gruß Frank


Antwort von: Stallion
Gesendet am: 04.12.2010 13:30:47 Uhr
Beitrag:

Hallo

Der günstigste Preis den ich für das Orion Teleskop gefunden habe liegt bei 190€. Da ist es zu einer EQ 3 nicht mehr weit ;-)
Die Fuji hat einen anderen Sensor, ja. Der soll ihr höhere Dynamik geben. Und was heißt immer noch? Wird ja keinen Nachfolger gebaut...
Aber nochmal wegen Canon. Gehts da nur ums Zubehör oder auch um den Sensor? Es gibt meine ich auch bei Nikon umbauten für einige DSLRs wo der IR/UV Filter (bin mir grade nicht sicher welcher genau) ausgebaut werden kann. Kenne die von der IR Fotorafie.

Kann man denn mit einem 300mm oder 500mm Tele die Gasnebel schon ablichten?

Achja, wegen dem Gewicht. Klar spielt es eine Rolle. Aber der Astrotrac ist echt ne Hausnummer (Preis) und wir fliegen zu zweit. heißt 2 x 20kg und 2 x eine Tasche als Handgepäck. Notfalls kommen die Gewichte in die Jackentasche. Das zählt ja nicht zum Handgepäck! :-)

Gruß


Antwort von: Pat
Gesendet am: 04.12.2010 22:38:40 Uhr
Beitrag:

Hallo Jacek!

Zitat:
Aber nochmal wegen Canon. Gehts da nur ums Zubehör oder auch um den Sensor? Es gibt meine ich auch bei Nikon umbauten für einige DSLRs wo der IR/UV Filter (bin mir grade nicht sicher welcher genau) ausgebaut werden kann. Kenne die von der IR Fotorafie.


Ja Nikon´s sollen auch umzubauen gehen, aber es gibt nicht viele Händler die dies machen. Selber würde ich nicht einen Umbau wagen.

Zitat:
Kann man denn mit einem 300mm oder 500mm Tele die Gasnebel schon ablichten?


Ja man kann, z.B. diese Aufnahmen wurden von mir mit 500 mm Brennweite gemacht:

Der Herznebel (3 Stunden belichtet)



Der Nordamerikanebel (1 Stunde belichtet)


Gasnebel sind oftmals sehr gross am Himmel, grösser als man zuerst Erwartet. Allerdings stecken hinter solchen Aufnahmen eben auch gerne mal mehrere Stunden Belichtungszeit dahinter. Das erfordert eine sehr genaue Nachführung, die man über einen solchen Zeitraum nur mit einem Autoguider hinbekommt. Und ab da fängt die Sache leider an teuer und schwer zu werden.
Aber wenige sehr helle Nebel kann man aber auch schon mit 10 Minuten sichtbar hinbekommen und die würden noch im Deinem Rahmen bleiben.

Zitat:
Achja, wegen dem Gewicht. Klar spielt es eine Rolle. Aber der Astrotrac ist echt ne Hausnummer (Preis) und wir fliegen zu zweit. heißt 2 x 20kg und 2 x eine Tasche als Handgepäck. Notfalls kommen die Gewichte in die Jackentasche. Das zählt ja nicht zum Handgepäck! :-)


Also eine EQ-3 wiegt schätzungsweise 7 kg mit den Motoren und dann noch die Kamera und Dein Notebook, da kommst Du Richtung 10-12 kg, geht also noch.

Du kannst Dich mal in folgende Seiten zum Thema etwas einlesen:

http://www.hatschie.de/EBV/Astro_gross/start.html
http://astrofotografie.hohmann-edv.de/grundlagen/


Antwort von: Winfried Berberich
Gesendet am: 04.12.2010 23:22:33 Uhr
Beitrag:

Hallo Pat,

...Ja Nikon´s sollen auch umzubauen gehen, aber es gibt nicht viele Händler die dies machen. Selber würde ich nicht einen Umbau wagen...

- das würde mich interessieren. Nun möchte ich meine D3x bestimmt nicht umbauen lassen, die brauche ich beruflich. Ginge das auch mit der Fuji S3 ?
Das ist zwar nur ein Nikon-Gehäuse, der Chip ist ja eine Eigenproduktion von Fuji, aber ich hätte da noch eine "übrig"

Bevor ich die fast herschenken müsste (hebe sie mehrfach angeboten) wäre mir ein Umbau sehr interessant.

CS
Winfried


Antwort von: FrankH
Gesendet am: 04.12.2010 23:30:39 Uhr
Beitrag:

Hallo Jacek

das mit dem Fuji Sensor ist glaube ich schlecht, in der Astrofotografie werden Rohbilder verwendet wo noch jedes Pixel als Grauwert vorliegt. Nur so ist es möglich Bias Dark und Flat korekt mit den Lights zu verrechnen, die Umwandlung in ein Farbbild geschieht erst nach dem kalibrieren. Die Frage ist ob die Camera RAW ausgeben kann und es ein Programm gibt das damit umgehen kann.
Solltest du unbedingt herausfinden eher du dein Astrogepäck umsonst mitschleppst.

mach ich mal ein kampfpreislink
http://www.telescope.com/control/product/~category_id=refractors/~pcategory=telescopes/~product_id=09859?utm_source=channeladvisor&utm_medium=cse&utm_campaign=Channel%2Badvisor
oder
http://www.shopping.com/Orion-Transporter-9859/info da wird auch Amazone.com als Quelle angegeben, wäre also machbar

ich finde es knuffig und ultrtransportabel, basiert ja auf EQ1 die für Übersichtsfotografie ja geeignet wäre, nicht besser vielleicht als eine Purus, aber für den Preis wäre es oK.

bekommt man für 193€ die NEQ3? für 40€ mehr, ja, aber für noch 60€ mehr wie die EQ3 bekommst du die NEQ5.
die ist aber noch schwerer.
Eigentlich wollte ich nur mal nach einem knuffigem Lichstarkem Refraktor zum Guiden für die EQ3 Suchen, da fand ich eben das Transporter- Ding, da ist schon ein Motor in RA dran, damit sollte man schon Aufnahmen mit 50mm Brennweite machen können, vielleicht auch etwas mehr, dann war auch mein Gedanke den 70/350mm Refraktor als Leitrohr zu verwenden vielleicht nicht auf Reisen, aber zuhause hast du vielleicht größeres vor.
Der Haken ist auch immer das Gewicht der Ausrüstung. Du solltest auch keine Gegengewichte umherfliegen, besser eine Rohrhüse die auf die Achse passt welches man mit Powerknete in ein beliebiges Gewicht einsetzen kannst und ein paar Rohrschellen um das zu fixieren.

Gruß Frank


Antwort von: Pat
Gesendet am: 05.12.2010 00:10:24 Uhr
Beitrag:

Hallo Winfried,

z.B. User "gruenerdet" hat zumindest seine Nikon D40 anscheinend umbauen lassen, siehe hier:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=110599&SearchTerms=Umbau AND Nikon

Und das ist auch interessant:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=65564&SearchTerms=Nikon%20AND%20Umbau

Aber wer, wie, wo, was - leider keine Ahnung...
Ich bin nur hin und wieder über solche Aussagen einiger Nikon-Fotografen gestolpert, dass es wohl geht und irgendwelche Händler ein Umbau auch anbieten sollen.

Aber ob eine Fuji umzubauen geht?
Ich denke mal irgendwie gehen wahrscheinlich alle DSLR´s umzubauen wenn man sich selber auskennt.
Ob´s aber auch irgend ein Händler macht, da bin ich nun total überfragt...

Willst Du nun doch mal wieder durchs Rohr knipsen? ;-)


Antwort von: Jens_Averbeck
Gesendet am: 05.12.2010 04:26:17 Uhr
Beitrag:

Moin Jacek,

dieses Angebot wäre auch Interessant für dich, auch wenn es etwas über dein Budget von 400,- springt.

http://www.astroshop.de/bresser-teleskop-n-150-750-messier-mon-2/p,20904

Die Mon-2 ist eine GP-Clone wie die EQ5 / Astro-5DX / ADM und wie sie alle heissen. Leider ist mir der 150/750 Newton aus der Messier Reihe von Bresser unbekannt, ist aber meiner Meinung nach DIE Kombination für Anfänger die eine Paralaktische Montierung haben wollen bzw sich für die Astrofotografie interessieren.

Falls jemand den Bresser 150/750 NEWTON (nicht den Neo-Apo) schon gesehen hat, hat der einen 1,25" oder einen 2" OAZ? Hammer wäre ein 2" Crayford, dann ziehe ich meinen Hut vor den Jungs von Bresser / Meade über diese gelungene Kombination. Und der Preis ist. wenn ein 2" Crayford verbaut ist, imho angemessen.

Wenn du aber erstmal nur eine Montierung holen willst nimm am besten etwas aus der GP Klasse wie die ADM oder die Mon-2. Sind nicht wirklich viel teurer als eine NEQ-3 und auch nicht viel schwerer. Und vor allen Dingen trägt die GP-Klasse deutlich mehr als die EQ3-Klasse.

Falls du doch etwas mehr ausgeben möchtest und eine Automatische Objekt-Positionierung (GoTo, Nach dem Ausrichten an 2 oder 3 Sternen kannst du aus einer Handbox Objekte am Sternenhimmel ziemlich genau anfahren, allerdings muss man zumindest diese Referenz-Sterne genau kennen und finden!) haben möchtest, weil es am Südhimmel keine dumme Idee ist, da du hier nur mit Planetariums-Programmen den Südhimmel erkunden kannst, wäre das Angebot mit der Celestron CAM und dem GSO 150/750 nochmal eine Überlegung wert.

Guiden könntest du auch mit einem Fadenkreuzokular (um die 60 - 70 Euro) im Newton, Dadrauf deine Kamera mit einem 300er oder 500er Tele und du solltest die ersten brauchbaren Bilder "erlegen". Allerdings ist das Nachführen mit Fadenkreuz-Okular eine reichlich Monotone Angelegenheit. Denn mal "eben" 30min oder mehr durch ein Okular starren und einen Stern im Fadenkreuz halten erfordert eine ausgeprägte Konzentrationsfähigkeit und ermüdetet einen sehr sehr schnell. Man kann es aber auch als Sportliche herausforderung sehen :D

Gruss
Jens


Antwort von: Stallion
Gesendet am: 05.12.2010 16:28:28 Uhr
Beitrag:

Moin!

Jetzt habt ihr mich mit Fakten und Lesestoff voll gestopft. Ich brauche jetzt erstmal etwas Zeit zum verarbeiten / lesen! :-)

Die Fuji kann RAW. Heißt dort allerdings .RAF! Benutze PS CS 4 und das kann die RAW/RAF lesen.
Sollte ein Programm zum Stacken die nicht lesen können, kann man bei PS die RAWs ins DNG format umwandeln. Das sollte de Software dann lesen können.

(==>)Winfried Im DSLR-Forum haben sich einige den AA Filter in der S5 ausbauen lassen. Ich denke es sollte dann kein Problem sein den IR Filter auch entfernen zu lassen.
Wenn du die Kontaktadresse haben möchtest suche ich sie dir gerne raus!

Wegen den Montierungen:
Ich habe jetzt schon relativ viel gelesen, aber nicht ganz soviel verstanden! ;-)

Stelle ich mir das richtig vor?:

Parallaktische Montierung kommt auf mein Stativ.
An diese Montierung flansche ich meine Kamera mit Objektiv. Sagen wir mal dem 500mm Tele.
Problem der Nachführung:
Entweder ich mache es selber (Urlaub=Entspannung?) oder gönne mir eine automatische (kommt auf den Preis an)
Also gehen wir mal auf die automatische ein.
An die Montierung müssen Motoren (2?) und ein (Okular, Objektiv,...?) mit Fadenkreuz für den Fixstern.
Daran befestige ich eine Webcam?, die an einen Laptop angeschlossen ist und dieser gibt dann die Lenkimpulse direkt? an die Motoren.

Goto heißt, nachdem ich alles richtig eingerichtet habe drücke ich auf einen Knopf und die Montierung fährt automatisch zu dem Objekt das ich ausgewählt hatte?

Korrigiert mich wenn ich es falsch verstanden habe! :-)


Antwort von: FrankH
Gesendet am: 05.12.2010 16:53:14 Uhr
Beitrag:

Hallo

die Webcam guckt und steuert über den PC die Montierung, das braucht auch einen Anschluß an der Steuerung, ST4 oder LX200,
könnte man selbsteinlöten, die billigen Steuerungen haben das glaube ich nicht dabei.

Die Goto Version Synscan hat einen Guideport

Gruß Frank


Antwort von: Jens_Averbeck
Gesendet am: 05.12.2010 17:28:10 Uhr
Beitrag:

Hallo Jacek,

ich bezweifle das eines deiner Fotostative stabil genug ist um eine Teleskop-Montierung mit Gegengewicht, Teleskop, Kamera und Tele zu tragen. Zumal so eine Montierung auch eine spezielle Stativ-Platte hat. Am besten du nimmst das Stahlrohrstativ was bei einer Mon-2 / ADM dabei ist, das ist zwar schwer aber trägt das ganze ohne Probleme.

Der Komplette Aufbau würde ungefähr so aussehen:
Stativ mit Montierungs-Platte > Montierung > Prismenschiene mit Fotorohrschellen, in den Schellen sitzt das Teleskop, auf die Schellen kommt das Teleobjektiv mit Kamera (die Fotorohrschellen haben Standard Fotoschrauben). In den Okularauszug vom Teleskop kommt entweder das Nachführokular oder eine Webcam die mit einem Laptop verbunden ist, im Laptop wird das Video-signal verarbeitet und sendet dann Steuerungsimpulse an die Handbox / Guider-Anschluss. Du kannst aber auch mit deinem 500er Tele mit Adapter per Webcam guiden, dann kommt deine DSLR mit einem Adapter an den Okularauszug.

Ein Teleskop funktioniert im übrigen auch als extreme grosses und Lichtstarkes Teleobjektiv mit fester Brennweite und fester Blende.

Gruss
Jens


Antwort von: Stallion
Gesendet am: 05.12.2010 21:16:14 Uhr
Beitrag:

Hallo Jens,

Das Problem ist: Ein Teleskop kann definitiv nicht mit! Das Gewicht wird dann doch zu heftig.
Die Kameraausrüstung wiegt so schon einiges.

Ich dachte man könnte nur die Kamera auf die Montierung schrauben mit einem Nachführokular. (plus evtl eine Webcam zum Nachführen)
Wenn das nicht geht, dann muss ich mich, zumindest dort, auf Aufnahmen mit dem Weitwinkel beschränken.

Gruß
Jacek


Antwort von: FrankH
Gesendet am: 05.12.2010 21:43:13 Uhr
Beitrag:

Hallo Jacek

siehste das geht
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=110655&whichpage=1#

autoguiden, das klappt wohl schon mit einem 8x50Sucher, finde aber die entsprechenden Beiträge nicht,
geht auch mit Fotoobjektiven, die sind aber doch sehr schwer und bieten sich auf EQ3 nicht an.
Wie man das mechanisch löst weis ich auch nicht, vielleicht massive Prosmenschiene und zwei Baaderklemmen?
vor allem wie die Webcam da angebaut und Focusiert wird.

Gruß Frank


Antwort von: Pat
Gesendet am: 05.12.2010 21:45:30 Uhr
Beitrag:

Hallo Jacek,

nur ein Nachführokular (Fadenkreuzokular) bringt Dir ohne Teleskop nichts!
Diese Kombination nennt man Leitrohr, das kann zwar recht klein ausfallen, ein 80/400 Refraktor reicht da bei Dir vollkommen, aber brauchen tust Du´s für kürzere Belichtungszeiten mit moderaten Brennweiten (bis 300mm) eigentlich nicht.
Wenn die kleine Monti von Dir gut eingenordet wurde, dann führt sie auch gut genug für kurze Aufnahmen nach.

Du musst bedenken, dass bei einem Leitrohr mit Autoguiding doch erheblich mehr Kosten entstehen:
Das Leitrohr selbst ist noch vertretbar, kostet vielleicht 50 - 100 Euro, der Autoguider kann locker schon 200 Euro kosten und Du brauchst dann eine Montierung die Autoguiding unterstützt.
Du kannst zwar auch manuell guiden, per Auge mit einem Fadenkreuzokular (ca. 50,- Euro), aber das erfordert etwas Übung.
So könntest Du Dir allerdings den Autoguider sparen. Aber das geht alles ins Gewicht, mit Kabeln, Teleskopschellen und Teleskop, also überlegs Dir gut, ob das Equipment nicht Deine Gepäckmenge überstrapaziert, denn das alles muss ja auch sicher verpackt werden.


Antwort von: Stallion
Gesendet am: 05.12.2010 21:53:01 Uhr
Beitrag:

Hallo Patrick,

Okay... lassen wir das Autoguiding! ABER: Nur für den Urlaub! ;-)
Kann man die EQ3 oder 5 später zum Autoguiding aufrüsten?


Gruß
Jacek


Antwort von: FrankH
Gesendet am: 05.12.2010 22:26:05 Uhr
Beitrag:

Hallo

kann man, habe ich für EQ3-2 gerade gesehen für 299€
solltest du aber wenn du die Montierung bestellst schon angeben das du mal aufrüsten willst.
Warum machst du das nicht gleich? wenn ich mir überlege 240€ für die EQ3-2 +120€ für die einfache 2Motorsteuerung.
für 498€ habe ich die EQ3-2 schon direkt mit der Gotosteuerung gesehen, also nur 140€ mehr statt 299€

Das war das goto ist aber für die EQ3-2 wohl übertrieben, gefragt wahr das Guiding, wenn man Löten kann auf alle Fälle machbar

Gruß Frank


Antwort von: Jens_Averbeck
Gesendet am: 05.12.2010 23:56:16 Uhr
Beitrag:

Hi Jacek,

wie wäre es im übrigen mit einer gebrauchten EQ-5 bzw eines GP-Clones?

Zur Zeit steht eine ADM samt 8" F/5 Newton hier im gebrauchtmarkt für knapp 300,- drin, wenn der Anbieter bei dir in der Ecke wohnt wäre das eine preiswerte Alternative zum Neukauf. Dazu noch das Motorset kaufen, eine Foto-Prismenschiene (damit du deine Kamera bzw Teleobjektiv wenn es ein Stativangschluss hat draufschrauben kannst) und du kannst dann erstmal die Montierung so laufen lassen, für ca 1 bis 2min Belichtung pro Bild sollte locker drin sein.

Gruss
Jens


Antwort von: Pat
Gesendet am: 05.12.2010 23:58:13 Uhr
Beitrag:

Ja, das sehe ich eigentlich auch so wie Frank.
Wenn Du mit diesem Gedanken spielst daheim weiter zu machen, dann vielleicht eine EQ-3 Skyscan.

Aber: daheim wirst Du sicherlich bald den Wunsch verspüren, mehr Gewicht oben drauf zu packen, nach einer Kamera kommt dann ein kleiner APO und dann irgendwann ein Newton und und und.... dann hats Dich voll erwischt und der Keller steht bald voller Teleskope und Montierungen.
Sei gewarnt, es macht süchtig!


Antwort von: Stallion
Gesendet am: 06.12.2010 20:32:53 Uhr
Beitrag:

Diese Montierung ist leider zu weit entfernt. Aber eine gebrauchte ist durchaus eine gute Alternative! :-)
Ich werde den Bietebereich mal durchstöben.

Von der Größe tendiere ich mitlerweile so in die Richtung EQ-3 oder 5.
(Bis wieviel mm geht eigentlich der Astrotrac? Hab den gebraucht auch bei Ebay gesehn, war nur zu langsam bzw unentschlossen)

Nachtrag: Wegen Astrotrac hat sich erledigt! Antwort gefunden!


Antwort von: FrG
Gesendet am: 06.12.2010 20:55:07 Uhr
Beitrag:

Hallo Jacek,

wie wärs denn mit "ganz klein einsteigen für ganz kleines Geld":

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=110666

Für erstmal kurze Brennweiten völlig ausreichend.
Der Rest kommt dann ganz von allein


CS Franjo


Antwort von: halbetzen
Gesendet am: 06.12.2010 21:31:38 Uhr
Beitrag:

Jawoll das wäre doch schon was! Mit solch' einer Kombination bin ich im Sommer einmal um die Welt geflogen, zur Sonnenfinsternis in Polynesien.
Mit kurzen Brennweiten kann man damit durchaus was anfangen. 200 Bilder mit je 15 Sekunden Belichtungszeit aufnehmen und stacken!

Ich lese hier von Brennweiten 300 und 500mm. Was sind denn das für Objektive? Welche Anfangsblende?
Denn entweder sie sind lichtstark - dann könnten sie schon zu schwer sein für eine EQ 3 oder es sind leichte, aber lichtschwache Objektive, dann erfordern sie wahrscheinlich ungemütlich lange Belichtungszeiten.

300-500mm sind auf einer EQ 3 schon grenzwertig, das würde ich nur mit Autoguiding machen. Bis vor einigen jahren habe ich das mit einer kleinen Russentonne als leitrohr mit Fadenkreuzokular gemacht, das ging, war aber mühsam und brachte noch etlichen Ausschuß.
das Fadenkreuzokular habe ich jetzt durch eine Webcam ersetzt, die Handsteuerbox mit entsprechenden Anschlüssen versehen und nun gehts per Autoguiding viel genauer und bequemer

Grüße

Dietrich


Antwort von: Stallion
Gesendet am: 06.12.2010 22:02:52 Uhr
Beitrag:

Das Tele ist das Sigma 150-500 / 5-6.3. Gewicht ca 1800g + die DSLR.
Ansonsten habe ich noch ein 10-20mm und ein Makro kommt noch.

Die EQ-3 ginge vom Gewicht noch, ebendso vom Preis. (Frage: EQ-3 = NEQ-3?)

(==>)Frank Deinen Beitrag habe ich leider nur zur Hälfte verstanden / nachvollziehen können.
Dei GOTO für 498 hab ich gesehen. Aber EQ3-2? Und die Rechnung mit den Motoren? Kannst du mir das bitte genauer erklären?






Antwort von: FrankH
Gesendet am: 06.12.2010 22:52:54 Uhr
Beitrag:

Hallo

kann gut sein das die Summe der Einzelteile teurer als ein Komplettangebot ist, hat schon jemand den nötigen Polsucher erwähnt?
300mm aufwärts? man muß dann recht lange belichten, das schreit nach Leitrohr, OAG kommt ja wohl nicht in Frage, das ist dann nichts mehr für die EQ3. Entweder du schraubst deine Ansprüche runter oder den Fluggewicht rauf. Die Astrotrack, ja deine Unenetschlossenheit und mangelnde Erfahrung stellen dir ein Bein.

Gruß Frank


Antwort von: halbetzen
Gesendet am: 06.12.2010 23:07:26 Uhr
Beitrag:

Sowas ähnliches dachte ich mir schon. Astrofotografie mit dem 150-500 würde ich sehr kritisch sehen. Ich glaube, ich würde es gar nicht erst versuchen.
Mit dem 10-20 kann man sehr schöne Astro-Bilder machen.
Beide Objektive haben aber feste Nikon-Anschlüsse.
Wenn Du also auf eine Canon-Kamera umsteigst, nützen dir die nichts mehr.
Bliebe eine auf Astroeinsatz umgebaute Nikon-Kamera als zweit- und Astrokamera.
Aber ob es sich lohnt eine Astro-ausrüstung diesen Objektiven unterzuordnen finde ich anzweifelbar.
Ich würde also vorschlagen eine astromodifizierte Canon 1000D und ein oder zwei lichtstarke Festbrennweiten (28 und 135mm) anzuschaffen. Die Festbrennweiten können auch Nicht-Canon-Objektive sein, die mit Adaptern angeschlossen werden können.
Takumare (Pentax) und Zuikos (Olympus) sind sehr gut geeignete Optiken.
Das ganze ist mit einer EQ3 gut montiert, braucht da dann noch nicht unbedingt guiding. Mit der EQ1 ginge es vielleicht auch noch, aber nur mit kürzeren Belichtungszeiten. Die EQ 3 kann etwa 3 Minuten genau genug nachführen, auf der EQ 1, wenn sie gut eingestellt ist, würde ich 15 Sekunden veranschlagen. Die EQ3 hat einen Polsucher, das macht sie der EQ1 überlegen.Auch die Motoren sind bei dieser Montierung besser.

Grüße

Dietrich


Antwort von: gscholz
Gesendet am: 06.12.2010 23:41:01 Uhr
Beitrag:

Hallo Jacek,

willkommen hier im Forum. Ich habe da eine allgemeine Frage:
Hab' ich was überlesen oder muss man wissen , was "Achtung Noob" heisst?

Gruss
Günter


Antwort von: FrankH
Gesendet am: 07.12.2010 00:05:41 Uhr
Beitrag:

hallo

au Backe das habe ich auch ignoriert

Noob steht für: einen Neuling, meist bei Online-Spielen, der als lernunwillig erscheint

dann ist das mehr ein Aprilscherz, oder er sucht ein Komplettangebot mit Erfolgsgarantie

Jacek, eigentlich musst du nur mit irgendwas anfangen, die angebotene komplett ausgestatte EQ1 wäre kein Fehler, würde man wohl vermutlic auch ohne große verluste wieder loswerden. Dann siehst du selbst was mit deinem Fotoequitment geht, ob du was schwereres brauchst, oder wie weit und lange du ohne Guiding kommst.

Gruß Frank


Antwort von: FrG
Gesendet am: 07.12.2010 00:05:54 Uhr
Beitrag:

Zitat:
Original erstellt von: gscholz

Hallo Jacek,

willkommen hier im Forum. Ich habe da eine allgemeine Frage:
Hab' ich was überlesen oder muss man wissen , was "Achtung Noob" heisst?

Gruss
Günter



Hallo Günter,

Wie so oft hilft Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Noob

und die Links im Link

CS Franjo

P.S. Frank war schneller, voll meine Meinung.


Antwort von: FrankH
Gesendet am: 07.12.2010 00:34:05 Uhr
Beitrag:

vielleicht hat es der Schreiber auch nicht in der vollen Bedeutung gewusst

aber ich hätte noch eine Idde, die EQ5, ist ja nicht schwer wenn man das gegengewicht zu hause lässt und statt dessen das tele anbaut,
mit einer Kivebild liefernden Kamera könnte man den Leitstern bequem am Monitor verfolgen und zumindest von Hand guiden.
Wenn man bedenkt das einige 1200mm Brennweite erfolgreich mit einem 8x50 Sucher autoguiden hat das eigentlich Potential, die Frage ist ab welcher Zeit sich Shift einstellt. Vielleicht kommt man auf 5min oder nur 3min? es ist eher eine ungewöhnliche Lösung wo es wenig Erfahrungen mit gibt.

Gruß Frank


Antwort von: halbetzen
Gesendet am: 07.12.2010 02:18:24 Uhr
Beitrag:

naja, Frank,

das ist zwar ein Ansatz, aber ob der für einen Anfänger eine Basis darstellt, weiß ich nicht.

Gegengewichte auf Reisen mitzuschleppen ist aber unvernünftig. Das ist richtig. Da kann man was an die Stange hängen und das geht auch.
Die Gegengewichtsstange der EQ3 macht Bewegungen in Deklination nicht mit. Das muß man schon mal berücksichtigen. Wie das bei der EQ5 ist weiß ich nicht.
Guiding auf einer Live-View-Kamera halte ich für denkbar, aber womit fotografiere ich denn dann? Oder habe ich zwei Kameras an der Montierung. Wenn ich das leicht haben will, dann ist die Guiding-Kamera eine Webcam. Die wiegt nur wenige Gramm.
Und dann ist da noch das Sigma-Vario im Spiel. Und eine Fuji-Kamera. Und sonst offenbar noch nicht viel Erfahrung. Aber schon ein Reisetermin. Und offenbar keine Fluggesellschaft, die 40 kg Gepäck pro Person erlaubt. Hätte man haben können. Dann muß man die Koffer aber auch schleppen.
Jau, ich fahr' mal nach Süd-Australien und knipse da den schönen Himmel, abends, vor dem Werbefernsehen, und alles für 300€. Das is nich.

Grüße

Dietrich


Antwort von: Stallion
Gesendet am: 07.12.2010 17:10:58 Uhr
Beitrag:

So, um ein paar Missverständnisse auf zu räumen:
1. Noob: Tja, das passiert wenn man meint die Bedeutung eines Wortes zu kennen. Ich bin zwar noch relativ jung, aber anscheinend nicht jung genug. Ich kannte das als "absoluter Neuling"

2.ja Frank, ich bin unentschlossen AUFGRUND der mangelnden Erfahrung! Ich informiere mich lieber länger und gründlich, bevor ich etwas 2 mal kaufen muss! :-)

3.ja ich denke auch ich brauche trotz meines Versuches nicht doppelt zu kaufen erst einmal etwas zum "rumspielen" und verstehen lernen! Aber die EQ-1 halte ich doch für etwas klein. Wenn es nicht das 150-500 wird, dann sollte sie zumindest ein 100mm tragen können. Naja... wie gesagt. Ich lese hier weiterhin im Forum und versuche mir Wissen an zu eignen.

4. Die Fuji wurde nicht für Astro gekauft. Genauso wenig würde ich JETZT "nur" wegen Astro zu Canon wechseln! Ist ein Grund mehr, mehr aber auch nicht. Vor allem nicht, solange ich bei Nikon auch Kameras ohne IR Filter bekomme! Ich habe andere Gründe (normale fotografische) die mich über einen Wechsel nachdenken lassen. Deswegen habe ich das geschrieben.

5.Richtig. Ich habe/hatte nicht nur nicht viel, sondern gar keine Erfahrung was Astrofotografie angeht. Wegen Astrofotografie fliege ich auch nicht dahin! Der Termin steht schon seit einem halben Jahr und zwar weil ich da Urlaub machen möchte mit meiner Frau und dabei fotografieren (und nicht vorm Fernseher sitzen) will! Da wir dabei uns zu 90% im: lichtunverschmutzten, weil unbebauten, Gebiet befinden wollte ich auch Sternenfotos machen. Da so eine Reise nunmal nicht billig ist (würde ich es als billig empfinden, hätte ich wahrscheinlich den Anbieter mit 40kg zum Preis vom dreifachen oder vierfachen. Dann wäre mir aber auch der Preis für die Montierung egal...) und ich so schnell nicht wieder da unten sein werde, möchte ich das in meinem Preisrahmen max. mögliche rausholen. Deswegen informiere ich mich ja hier. Ebend weil ich die Fotos nicht in der "Wüste" in der Werbepause "knipsen" möchte!
4WD Camper...ich muss also nur zum und vom Flughafen schleppen.

Entschuldigt den vielen Text, aber ich habe den Eindruck, dass der Eindruck aufgekommen ist ich wollte die Lösung auf dem Silbertablett serviert bekommen und würde mir keine Gedanken machen. :-(

Rechtschreibfehler sind zur allgemeinen Belustigung eingebaut...

Gruß

Jacek

PS: 6. West Australien... nicht Süd ;-)


Antwort von: FrankH
Gesendet am: 07.12.2010 18:54:29 Uhr
Beitrag:

Hallo

guck dir mal das an
http://www.teleskop-austria.at/prod.php?tid=13&lng=de#mont-eq3foto-sw
Ist vermutlich nicht umsonst die EQ3 als Reiseversion, andererseits ist die EQ5 Synscan kaum teurer
ist eben alles eine Frage des Gewichtes, der mgen ist aber was Feines und wird auch viel gelobt.
Interessant wäre falls du mit Webcam und PC arbeiten willst aber vielleicht der Adapter an den Sucher, den zum Guiden bräuchtest du aber auch.
Vielleicht ist das eine mehr oder weniger ausbaubare Perspektive
Du brauchst auch was wo du Kamera und "Leitrohr" gemeinsam nebeneinander montieren kannst

Gruß Frank


Antwort von: Stallion
Gesendet am: 07.12.2010 19:49:36 Uhr
Beitrag:

Hallo Frank,

du hast recht, die EQ 5 ist nicht viel teurer. Auch das Gewicht geht, wenn meine Informationen richtig sind:
EQ-3 3,2kg / EQ-5 4kg! Das ist vom Gewicht her noch alles im grünen! :-)
Als Stativ kommt sowieso ein Feisol 3401 mit. Das ist schon recht stabil. Vor allem wenn man es nicht ganz ausfährt!
Ebendso ein Toughbook CF 18 das mir als Navi / Bildespeicher dient

Meine erste Zusammenstellung bzw was ich brauche Liste:
Montierung:EQ 3 oder 5
Motoren: ?
Guidingrohr: mgen
Montierung Kamera/Leitrohr: ?

Webcam: kommt später noch
Anschluss Webcam an Leitrohr: ?
Steuerung Guiding: http://www.teleskop-austria.at/prod.php?lng=de&tid=37#ccd-autoghb-hu

Habe ich etwas vergessen?

Gruß Jacek


Antwort von: FrankH
Gesendet am: 07.12.2010 20:04:29 Uhr
Beitrag:

Hallo

St4 Eingang, das ist toll, aber kannst du löten?

Gruß Frank


Antwort von: Stallion
Gesendet am: 07.12.2010 20:11:38 Uhr
Beitrag:

hm, nein. Aber ich werde sicher jemanden in meinem Bekanntenkreis finden der das kann! :-)
Was muß ich denn da löten?


Antwort von: FrankH
Gesendet am: 07.12.2010 20:31:03 Uhr
Beitrag:

hallo

der PC gibt kein ST4 aus, wenn du einen echten Parallelport hast wäre es machbar, oder ein Adapter von Seriell auf ST4,
zB. http://www.deep-sky-lab.de/lx200sw/lx200.htm
im Prinzip brauchst du dann aber die Ursa Minor nicht

Gruß Frank


Antwort von: halbetzen
Gesendet am: 07.12.2010 20:54:07 Uhr
Beitrag:

Löten brauchst Du ja auch nicht, wenn Du die Steuerbox gleich fertig beziehst.
Motore für beide Achsen brauchst Du.
Ein Leitrohr, das durchaus ein Sucherfernrohr sein kann, brauchst Du auch. Das kannst Du aber sicher alles bei Teleskop-Austria als Paket bestellen, wenn Du ohnehin den mgen-Guider kaufst. Dann hast du eine perfekte Reiseausstattung. Ob die Basis nun eine EQ3 oder eine EQ5 sein soll, mußt Du selbst entscheiden. Die EQ3 ist aber deutlich kompakter und leichter.
Ein paar Kleinteile brauchst Du auch noch: Montageschienen, damit Du Guiding-Optik und Kamera auf die Montierung bringen kannst und natürlich mußt Du überlegen, wie Du die Montierung auf dein Stativ bekommst. GGf. Mußt Du da die Montierung entsprechend modifizieren. Aber das ist keine große Sache. Den Azimut-Zapfen absägen und durch einen herausschraubbaren Zapfen ersetzen. Und dann eine Anpassung an Dein Stativ bauen.
Ich fahre mit einer autogeguideten EQ3 regelmäßig nach La Palma
und bin bisher mit 20 kg aufgegebenen Gepäck ausgekommen. Man braucht da ja nicht so viel Kleidung.
Im Sommer war ich aber in Neuseeland und hatte 40kg Freigepäck. Und es war die billigste Verbindung. Deshalb wunderte ich mich über die Einschränkung auf 20kg.

Grüße

Dietrich


Antwort von: FrankH
Gesendet am: 07.12.2010 20:58:14 Uhr
Beitrag:

hallo Dietrich

ja, aber wo soll das ST4 Signal herkommen das in die Handbox rein soll?
Parallelport wäre noch einfacher

Gruß Frank


Antwort von: halbetzen
Gesendet am: 07.12.2010 21:09:02 Uhr
Beitrag:

Das kommt doch vom mgen-Guider, den hatte Jacek doch in seiner letzten Liste sogar ohne Fragezeichen.

In meine Steuerbox habe ich die Anschlüsse eingelötet, und ich guide mit einer Webcam am Netbook. Das von dort ausgegebene Steuersignal geht über eine USB-Adapter an die Steuerbox der Motore.

Grüße

Dietrich


Antwort von: Stallion
Gesendet am: 07.12.2010 21:22:46 Uhr
Beitrag:

Hallo Dietrich,

bist du erste Klasse geflogen? Da könnte ich auch 40kg mitnehmen! Kenne Economy nur mit max 23kg.
Aber ich fliege mit meiner Frau. Also können wir zusammen 40kg mitnehmen und jeder ein Stück Handgepäck + Notebooktasche. Das sollte reichen!

EQ-3 würdet ihr nicht mit 500mm empfehlen. Wie siehts denn mit einer autogeguideten EQ-5 aus?

Jemand schrieb hier, dass die Montierungen einer "klasse" oft Clone sind. Gibt es eine Marke die da besonders zu empfehlen ist? Oder egal bzw bei Skytracker bleiben?

Wegen Löten: Die Beschreibung die du verlinkt hast ist ja super! Nach dieser Anleitung bekomme ich das auch hin. Dachte es würde komplizierter sein! Hab mal in der achten Klasse gelötet. Mit etwas Übung ist es also machbar! ;-)

Parallelport hat mein Laptop nicht!

Gruß Jacek

Nachtrag:
Jetzt bin ich doch wieder etwas verwirrt. Verstehe ich das richtig: Entwerde ich nehme diesen Ursa Minor der per USB angeschlossen wird und ST4 an die Motoren? oder Handsteuerung? schickt?

oder ich löte selber direkt in die Handsteuerung?
Nachtag: bzw einen Adapter seriell auf der einen und ST4 auf der anderen?


Antwort von: FrankH
Gesendet am: 07.12.2010 21:26:43 Uhr
Beitrag:

Hallo

Irgend etwas hat ist da durcheinander, wozu die Webcam und Anschluß Webcam an Leitrohr? der mgen kommt doch mit Kamera
Ich glaube da muß jacek erst mal wieder eine Weile lesen und Teile hin und her abwägen, das ist wenn man den Kram so gar nicht kennt nicht in 5min entschieden.
Wenn man nach den Fragezeichen geht wäre lediglich die Webcam die er beim Mgen nicht braucht und dessen Anschluß unklar.
Dann wäre noch die Steuerungsvariante unklar.
Da würde natürlich der Mgen die St4 Signale an die Handbox schicken, das geht bei beiden Varianten, ich war jetzt wohl von der Webcam irritiert.

Gruß Frank


Antwort von: Stallion
Gesendet am: 07.12.2010 21:36:07 Uhr
Beitrag:

Hallo Frank,

du hast recht! Ich hatte mgen gegoogelt und in einem Shop wurde mir ein Leitrohr angezeigt. (Genaues Lesen würde helfen :-( )
Naja, ich nahm an das Leitrohr heißt mgen. Deswegen die Verwirrung! Entschuldigt! Ja... muß noch viel lesen!


Antwort von: FrankH
Gesendet am: 07.12.2010 21:47:54 Uhr
Beitrag:

Hallo

Den Link den ich dir geschickt hatte für die Eq3 da gibt es auch den Mgen, ist ein schönes System , can auch die DSLR ansteuern, aber vom Preis nicht ganz dein Plan.
Allerdings autonomer, man braucht kein Notebook, keinen fetten Akku.

Webcam heist ja nicht einfach Webcam es muß eine mit CCD chip sein, kommt Phillips SPC900 in Frage gibt es gar nicht mehr neu. Einige ältere logitech, alle nur noch gebraucht, meist werden diue auch noch modifiziert, das könnte teurer wie eine Alccd5 werden, die hat St4

Gruß Frank


Antwort von: Juerg_B
Gesendet am: 07.12.2010 21:48:34 Uhr
Beitrag:

Hallo Jacek,

für deine Bedürfnisse wäre die Astrotrac das Optimum. Ich weiss, ein stolzer Preis aber sein Geld wert.


Ok, die EQ-3 ist auch eine Möglichkeit. Aber gleich mit Guiding und allem drumrum, ich weiss nicht so recht?
300mm und mehr sind für einen Einsteiger schon sehr anspruchsvoll und man ist am Anfang eigentlich schon mit genug Problemchen gefordert. Z.B kennst du dich am Südhimmel schon aus?
Gerade bei so Guten Bedingungen würde ich kurze bis sehr kurze Brennweiten bevorzugen. Willst ja noch den Urlaub geniessen.
Wenn dich der Virus packt, kommt sowieso eine endere Lösung her.

Was du noch brauchst ist:
-Stromversorgung
-Polsucher zum Einsüden
-Fernauslöser bzw. über Laptop

Hoffe für nicht für all zu grosse Verwirrung gesorgt zu haben.
Gruss
Jürg


Antwort von: halbetzen
Gesendet am: 07.12.2010 22:42:57 Uhr
Beitrag:

Hallo Jacek,

geflogen bin ich ganz normal Holzklasse mit dieser Fluggesellschaft aus Neuseeland, die ihren Landesnamen im Namen trägt. Allerdings hatte ich die Tickets schon ein Jahr voraus gebucht.

Wenn Du bisher noch keine Astrofotoerfahrung hast, kannst Du nicht abschätzen, welcher Aufwand bei 500mm Brennweite zu treiben ist. Für die EQ3 ist das seehr grenzwertig, da muß alles perfekt passen.
Nur Dein 500er Vario-Objektiv passt schon mal nicht, damit wirst Du entäuschende Bilder bekommen. Man verwendet in der Astrofotografie eher einfacher gebaute Linsensysteme. Es gibt nur ganz wenige Vario-Objektive, die auch für die Astrofotografie taugen. Über das Sigma habe ich noch nichts in diesem Sinne positives gehört oder gelesen. Es dürfte schon mechanisch sehr aufwändig sein, es zu montieren.
Nächster Schwachpunkt der Überlegung ist das Stativ. Dein Feisol dürfte einfach zu wenig stabil sein, selbst wenn es gar nicht ausgezogen ist. Montierungen haben auch kein Stativgewinde als Anschluß, da müßte man improvisieren. Nach La Palma nehme ich das AluStativ der EQ3 mit. Unausgezogen und zusätzlich verstärkt geht es ganz gut. Ich zerlege ich es vollständig und gebe es gut verpackt in viel Bläschenfolie in einem Nylonbeutel zum Transport auf. Der schwerere Anschluß und das Achsenkreuz transportiere ich im Koffer in Wäsche verpackt.

(Deine Frage wegen der Clone und Skytracker verstehe ich nicht ganz.)

Wenn Du den MGEN-Guider nimmst, brauchst Du nicht löten.

Wenn Du ihn nicht nimmst, und guiden willst, brauchst Du eine Guiding-Optik, das kann ein Sucherfernrohr sein, und eine Webcam, die Du an die Optik anpassen mußt. Oder Du verwendest einen kleinen Refraktor. Für diese gibt es fertige Webcamadapter. Allerdings geht nicht jede Webcam gleich gut, da mußt Du schon die richtige nehmen.


Hier ist auch eine Umbauanleitung für die Handsteuerbox der EQ3 und EQ5-Montierungen. Die Firma hat auf ihren Seiten auch weiterführende Informationen zum Thema Autoguiding.
http://www.store.shoestringastronomy.com/eq_mod.pdf

Wenn Du mit einer Guiding-Kamera guiden willst, brauchst Du einen Adapter der das Signal aus dem Laptop an die Motorsteuerung weitergibt. Das ist dann die kleine Ursa minor-Box. Oder die GSUSB-Box von Shoestring Astronomie. Die würde ich nicht selbst bauen, meine habe ich gebraucht gekauft.

Wenn Du nicht guiden willst, begrenzt die Genauigkeit der Montierung und der Motore die Belichtungszeit.

Du hast noch viel zu durchdenken. Wird schon werden!

Grüße

Dietrich




Antwort von: gscholz
Gesendet am: 07.12.2010 22:43:31 Uhr
Beitrag:

Hallo Jacek,

Kombinationen gibt es jede Menge.
Aber alle Möglichkeiten müssen VOR der Reise auf ihre Tauglichkeut geprüft werden.
Meine Lösung, die schon Asien-Erfahrung hat und im Januar nach Afrika darf (geschäftlich):

Mechanik, Steuerung:
3,7kg: Montierungskopf gebrauchte New Polaris, 2 Achsen motorisiert
1,9kg: Alustativ und Montierungbasis
1,4kg: Netzteile für Littlefoot und USB-Hub, Steuerung Littlefoot VPower (Goto UND Guiding), USB-Hub, USB-Seriell-Adapter, Zusatzelektronik zum Steuern des Filterrads und der EOS, alle nötigen Kabel
Die 2,8kg des Original-Gegengewichts habe ich mir bis jetzt gespart, da geht auch irgendein Eisenteil vor Ort mit der passenden Montage-Bohrung.

Optik:
1,8kg: Scopos ED66/400 oder alternativ (wenn Gewicht kein Problem ist)
2,9kg: Volksapo ED80/600
0,9kg: Leitrohr mit Kamera Lodestar (Sucher 50mm mit Barlow x2) oder alternativ
0,6kg: Leitrohr mit Kamera ALCCD5 (Sucher 50mm)
0,4kg: Sucher SC3 an Objektiv 50mm / f/1,8 (optional)

Hauptkamera:
0,5kg: ATIK314L
0,6kg: motorisiertes Filterrad L,R,G,B,Ha
oder (weniger gern)
1,6kg: EOS400 mit Netzteil und Batterieladegerät

Ich komme so auf Gesamtgewichte zwischen 14kg und 20kg (einschliesslich stabilem Koffer im Koffer für die Monti). Wenn ihr zu zweit seid, also gar kein Problem. Die Optik und manch Anderes kommt ins Handgepäck, der Anteil am Gepäckgewicht beträgt also gute 10kg.

Tests mit der NP zeigen bei 400mm und 600mm tadellose Sternabbildungen, das Guiding mit der NP klappt also.
Das Goto der LF-VPower ist auch sehr angenehm und mit der Lodestar gibt es keine Leitsternprobleme.

Das Alles ging natürlich nicht von heute auf morgen. Ich habe für die Anschaffung der Hardware, den Selbstbau der nötigen Mechanik/Elektrik/Elektronik und die Praxistests, Verbesserungen und das Sammeln der praktischen Erfahrungen Jahre gebraucht (die mir viel Spass gemacht haben).
Deshalb sehe ich deine Hektik mit etwas Skepsis.

ps:
den "mgen-Adapter" habe ich z.B. schon vor Jahren für meine alte SC1 "erfunden", jetzt passen die Lodestar oder die ALCCD5 mit derselben Mechanik an den 50mm-Sucher.

Gruss
Günter


Antwort von: halbetzen
Gesendet am: 07.12.2010 22:49:58 Uhr
Beitrag:

Also, der Ansatz mit der Astrotrac hat schon was! Kann man sicher auch gebraucht kaufen. Und dann schon mal üben. Da könnte auch das Stativ reichen. Und ich würde auch nicht über 100mm Brennweite (aber jetzt auch nicht mit dem Vario-Objektiv) gehen.
Dann könnte das ohne große Scherereien gehen.

Grüße

Dietrich


Antwort von: FrankH
Gesendet am: 07.12.2010 23:29:54 Uhr
Beitrag:

Hallo

das mit dem Shoestringadapter ist schon richtig, aber man ist dann immer auf Treiberplugins angewiesen und muß noch die Handsteuerbox gegen die Ursa minor austauschen, wegen der Guidegeschwindigkeit,
ich weis jetzt die Preise nicht GPUSB 60€ und Handbox 80€? wenn du die kleine Lötübung von Daniel Weitedorf nimmst, die beherrscht Pulsguiding so das keine extra feine Guidegeschwindigkeit nötig ist, geht über LX200 was eigentlich jedes Programm unterstützt, da bist du mit ca. 30€ weit günstiger.
Andererseits macht wegen der besseren Motoren auch das Synscan-Kit Sinn, das Gotoist ja auch nicht ganz unnütz, was mir da nicht passt ist das es nicht an andere Montierungen angepasst werden kann, das erfordert wohl immer spezielle Getriebe. Ich weis jetzt nicht in wie weit diese Montierung mit den synscan-motoren ungeguidet sauberer läuft wie mit den Normalen, bei der EQ6 Klassik waren die Getriebefehler erheblich stärker als bei den neuen Motoren der SynScan, SynTreck
Nebenbei schätze ich das Guiden mit mgen als leichter ein, man braucht da nur ein Gerät beherschen, wärend mit Webcam diese Treibermäßig funktionieren muß, das Guideprogramm muß mit den nötigen Plugins laufen, dann noch das Kameraauslöseprogramm, alle Parameter richtig einstellen zum guiden. und wehe ein Teil hat einen Fehler.
Das ganze Guiden über PC verschluckt viele nächte bis man es beherscht.
Ob man nun die Astrotrack oder eine EQ ungeguidet laufen lässt sollte im Idealfall egal sein, die Ausbaubarkeit ist aber bei der EQ besser.
Die Fornax 10 wäre auch eine Möglichkeit, die verwendet auch den preiswerten Polsucher der EQ3

Gruß Frank


Antwort von: halbetzen
Gesendet am: 08.12.2010 01:36:50 Uhr
Beitrag:

Hallo Frank,

Treiber und Plug ins habe ich gar nicht , trotzdem funktioniert's.

Ich denke Jacek muß sich erst einmal selbst klar werden, was er da machen will, und was er machen kann. Astrofotografie ist eben nicht: da kaufe ich das und das und das, dann klappts. Das ist der oft jahrelange Weg, mehrfach über den eigenen Schatten gesprungen und übele und teure Enttäuschungen hingenommen. Und aber auch: probiert und es hat gleich geklappt ( und alle haben gesagt, da braucht es viiel Erfahrung!).
Noch hat er ja nichts wirklich entschieden.

Ich sehe auch noch gar kein wirklich geeignetes Aufnahmegerät.
Bestenfalls das sehr kurzbrennweitige Sigma 10-20mm.

Für so ein kurzbrennweitiges Objektiv ist aber weder Guiding noch die teure Astrotrac notwendig, da reicht die EQ1.

Das 150-500 würde ich nicht für astrofotografische Versuche einsetzen. Nicht einmal bei 150mm, dafür ist es viel zu schwer. Bei 500mm wird es keine gute Bildqualität liefern und die Anforderungen an die Nachführung sind schon enorm hoch. Dabei muß es auch noch mechanisch so sicher gehalten werden, daß die Linsen nicht verrutschen und das Objektiv vollig starr bleibt.

Und die Kamera? Ist auch ein Stück weg vom Optimalen. Ist denn schon mal das Rauschverhalten bei längeren Belichtungszeiten und bei hohen Empfindlichkeiten erprobt worden?
Ist eine Belichtungszeit von sagen wir mal 30 Sekunden überhaupt gangbar? Auch bei ISO 800?

Da sind also noch Fragen offen.

Grüße

Dietrich


Antwort von: flyingk
Gesendet am: 08.12.2010 08:40:08 Uhr
Beitrag:

Hi,

dann will ich auch mal kurz meine Meinung dazu geben :)

Ich hatte bis August diesen Jahres eine Vixen SP Montierung (ca. auf EQ5 Ebene anzusiedeln) mit Boxdörfer MTS-SLP Steuerung, Laptop, Webcam, ...

Da ich aber in Sachen Astrofotografie ein absoluter Anfänger war (war bis dahin nur rein visuell unterwegs mit der Vixen SP) und keine Hilfe von einem Astrofotografie-Experten hatte war ich als Einsteiger einfach überfordert mit dem Ganzen. Ich hätte schon fast frustriert aufgegeben bis ein Bekannter meinte ich solle doch überlegen auf die Astrotrac umzusteigen. Nach langem hin und her hab ich meine SP und das ganze Zubehör verkauft und mir auf der AME das Astrotrac Travellerset mit Kugelkopf und Fotostative gekauft. Seit dem war ich 5 mal beim Fotografieren draußen und muss sagen ich bin einfach nur begeistert. Wo ich vorher hilflos nach dem Fehler gesucht habe, um ihn dann nicht zu finden, kann ich heute einfach die Trac hinstellen, einnorden und die EOS ihre Arbeit verrichten lassen während ich mit einem Feldstecher den Himmel genieße.

Ich würde mir an deiner Stelle wirklich überlegen ob du dir das ganze Guiding antuen willst oder ob du dich nicht lieber mit Fotos bis zu 200mm Brennweite zufrieden gibts und dafür den Himmel genießt. Am besten eben vielleicht mit einem Feldstecher ;)

Viele Grüße
Christoph


Antwort von: halbetzen
Gesendet am: 08.12.2010 11:39:49 Uhr
Beitrag:

Sowas geht auch ohne Nachführung:


Milchstraße um eta Carinae


Milchstraße im Schützen


Kreuz des Südens und Kohlensack


eta Carinae-Nebelgebiet

Vieleicht auch eine Alternative. Viele Belichtungen zwischen 1,5 und 3 Sekunden, je nach Brennweite, und dann gestackt.

Dafür braucht's dann nur ein Stativ, ein Stativkopf und einen Timer.
Und das kann man auch sofort - so das Wetter mitspielt - üben.

Grüße

Dietrich


Antwort von: Juerg_B
Gesendet am: 08.12.2010 13:13:24 Uhr
Beitrag:

Hallo,

ich sehe das ähnlich wie Dietrich. Mit der jetzigen Fotoausrüstung reicht eigentlich eine aufgemotzte EQ1. Hatte das Angebot von Frank (Astrofan) übersehen welche ja schon für diesen Zweck bereits Funktionsbereit ist, basteln bräuchtest du da also auch nicht mehr viel.

Gruss Jürg


Antwort von: halbetzen
Gesendet am: 11.12.2010 23:36:27 Uhr
Beitrag:

Thema erledigt?


Antwort von: Stallion
Gesendet am: 12.12.2010 00:19:04 Uhr
Beitrag:

Hallo!

Nein, Thema hat sich noch nicht ganz erledigt. Hatte nur die letzten Tage keine Zeit gehabt mich damit zu beschäftigen.

Wie auch immer, ich denke ich werde eure Tipps beherzigen und für den Urlaub auf das 150-500 verzichten und mich erstmal auf das WW und vielleicht eine ca 100mm FB beschränken. (was Astro angeht) :-)
Aufrüsten kann ich hier danach ja immer noch.

Wie wird denn die Angebotene EQ-1 eingenordet?

Gruß
Jacek

PS: Danke für eure Geduld! :-)


Antwort von: halbetzen
Gesendet am: 12.12.2010 00:40:33 Uhr
Beitrag:

Hallo Jacek,

In Australien wird sie nicht eingenordet, sondern eingesüdet!

Und es gibt leider nicht so einen schönen Polarstern, wie bei uns im Norden.
Das Einsüden ist bei kürzeren Brennweiten und nicht ganz langen Belichtungszeiten nicht so sehr exakt nötig. Lieber viele kuz belichtete Aufnahmen machen und die dann stacken, als langbelichtete, die dann deformierte Sterne haben.

Ich habe einfach darauf geachtet, daß die Stativbasis so waagerecht wie möglich ausgerichtet war(Wasserwaage im Stativkopf). Die Polhöhe habe ich einfach auf der Skala der Montierung eingestellt nachdem ich geprüft hatte, ob die Skala stimmt. Und mit einem Kompas die Polachse so sorgfältig wie möglich nach Süden ausgerichtet. Eine weiße Peil-Linie auf dem Polachsengehäuse erleichtert das. Die magnetische Mißweisung berücksichtigen!

Die Motornachführung muß auf Süd-Betrieb eingestellt sein (Schalter).

Prüfe aber auch erstmal, ob deine Kamera länger belichtete Bilder überhaupt erzeugen kann. Thema Bildrauschen. Das kannst du schon mit Strichspuraufnahmen, also Kamera einfach auf dem Stativ montiert, und Belichtungszeiten von 10, 30, 60, 120, 240Sekunden prüfen. Objektiv auf Blende 5,6 einstellen.

Grüße

Dietrich


Antwort von: FrankH
Gesendet am: 12.12.2010 11:46:44 Uhr
Beitrag:

Hallo

du solltest dich einfach mit Einscheinern beschäftigen, wenn man das kann soll es in 15min erledigt sein, das geht im Norden uns im Süden, ist nicht nötig die Polregion dafür zu sehen.
geht auch mit Hilfsprogrammen und Webcam, wie es für dich am einfachsten ist weis ich nicht.

Gruß Frank


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