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Lunt PST Umbauthread

Gedruckt von: Astrotreff - Astronomie Treffpunkt
URL des Themas: http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=100110
Gedruckt am: 28.03.2020

Thema:


Autor des Themas: Gummiadler
Betreff: Lunt PST Umbauthread
Gesendet am: 07.04.2010 20:07:38 Uhr
Nachricht:

Moin Leute,

ich bin derzeit, wie einige andere von euch auch dabei, meine H-Alpha Ausrüstung zu verbessern.

Wie in einem anderen Thread bereits erwähnt, habe ich mir zu meinem PST auch ein Lunt 50mm H-Alpha Etalon und ein Lunt B1800 Blockfilter in Zenitspiegelfassung zugelegt.

Das PST habe ich nun schon fast ein Jahr und ich habe damit schöne Beobachtungen und Fotos gemacht.

Die Luntsachen haben mich von Anfang an nicht so recht begeistern können obwohl sie fast das dreifache eines PST gekostet haben.

Das lag zum größten Teil am Blockfilter, bzw. dessen Verarbeitung und Zusammenbau, da ich keine scharfe Abbildung der Sonnenscheibe erhielt.

Mit dem wesentlich kleinerem PST Blockfilter und dem Lunt Etalon erhielt ich jedoch ein scharfes Bild.

Also habe ich mir heute das Lunt B1800 Blockfilter vorgenommen und fast alles in seine Einzelteile zerlegt.

Was ich dort teilweise sah, liessen meine, wenn auch nur kurzen Haare, zu Berge stehen.

Da wird ein schlecht verklebtes Blockfilter lose zwischen zwei Bauteilen geklemmt und von oben und unten alles mit dicker Klebepaste fixiert, in der Hoffnung "Passt schon!"
Ich kann dazu nur sagen :"Billige, laienhafte und schlampige Verarbeitung für teures Geld".

Blockfilter von oben
Hier sieht man schon links die vorspringende, untere Seite und die untere, rechte Kante, die nicht glatt gefast ist


Blockfilter von unten
deutlich sieht man hier die "professionelle" Verklebung der Schichten


Ein Batzen Klebepaste von vielen


Und noch mehr und so schön ungleichmässig


Alles
rechts Aussen die 2" Hülse mit (UV Filter?)


Ich habe also alle Klebebatzen entfernt und den Murks gesäubert.
Der gesamte Zenitspiegel lässt sich, wenn auch nur mit einigem Kraftaufwand, in seine Einzelteile zerlegen.

Nach Zusammenbau ergab sich ein wesentlich besserer visueller Bildeindruck.
Ich werde aber noch das eigentliche Blockfilter in seiner zu grossen Aussparung fixieren und ober- u. unterhalb einen ganz dünnen Dichtungsring oder ähnliches zur Druckentlastung einlegen.

Das war es erst einmal für Heute.

Vorschau:

1. Lunt Blockfilter funktioniert nach Umbau auch am PST
(das Anfertigen des Adapters dauert noch einige Zeit)
2. Hochzeit Lunt Frontetalon mit PST Etalon zum Doublestack?
(wahlweise mit PST-/Luntblockfilter)

CS Heiner

Antworten:


Antwort von: ingsten
Gesendet am: 07.04.2010 20:40:47 Uhr
Beitrag:

Hallo Heiner,
interessanter Bericht.
Ich hätte ich das nicht getraut.
Aber man sieht, was man eigentlich nicht sehen will.

Vielen Dank fürs zeigen.

Gruß Ingmar

P.S. Ich würde gern mal den T-Scanner mit dem Solar Spectrum stacken,
dazu müsste ich den Daystar zerlegen.
Das trau ich mich nicht.

Das wär mal ne Kombo 0,6 und 0,65 A.


Antwort von: Gerhard_Rausch
Gesendet am: 08.04.2010 11:12:02 Uhr
Beitrag:

Hallo Heiner,

na Du hast ja Mut gleich einen 1800 Blockfilter zu zerlegen. Aber wenn es zu einem besseren Ergebnis geführt hat, lohnt es sich allemal. Meine Aktivitäten mit dem Lunt-Frontfilter hinter das Objektiv zu bauen habe ich erstmal bis ich aus Spanien zurück bin auf Eis gelegt. Na ja stimmt nicht ganz, ich habe mir eine 2 fach Telezentrik zu Ostern geschenkt die dann mit meinem 4"/f15 Wachter und dem Lunt zum Einsatz kommen soll. So hab ich erstmal eine Unbekannte im System beseitigt, bevor ich was anderes anfange.

Hallo Ingmat,

einen Daystar zu zerlegen ist einfach. Einen Deckel abschrauben, welchen ist egal, Einstellschraube die zum kippen des Filters dient rausschrauben, die beiden Madenschrauben die als Drehpunkt des Filters dienen, lösen. Dann kann man den Filer aus dem Gehäuse entnehmen, nur drauf achten, gegenüber der Schraube zum Kippen befindet sich eine Druckfeder. Beim Zusammenbau nur darauf achten das der Filter wieder schön zentrisch im Gehäuse sitzt.

Viele Grüße
Gerhard


Antwort von: juergens
Gesendet am: 08.04.2010 12:38:59 Uhr
Beitrag:

Hallo Heiner,
das nenne ich mal eine Harke! Ich finde diese Pionierarbeit aller Ehren wert. Die Lunt BFs wären ja eine Alternative zu Coronado. Meines Wissens gibt es Strömungen, welche glauben machen wollen, das LUNT BFs nicht mit Coronado Etalons harmonieren. Woran das wohl liegt!

Gruss
Matthias


Antwort von: ingsten
Gesendet am: 08.04.2010 12:56:32 Uhr
Beitrag:

Hallo Gerhard,
danke für die Info.
Das hört sich echt einfach an.
Wenn ich den jetzt draußen hätte müsste ich ihn ja kippbar, irgendwo einbauen.
Dazu bräuchte ich ja auch wieder ein kleineres Gehäuse o.ä.

Und dann noch die Frage in welchem Abstand und vor oder hinter dem Solar Spectrum.
Vom Gedanken her,
würde ich den Daystar hinter(Richtung Kamera) dem beheizten Solar Spectrum verbauen.
Ob ich das jemals hinkriege?
Ich bin mechanisch nicht so der Bastler.

Gruß Ingmar


Antwort von: Gerhard_Rausch
Gesendet am: 08.04.2010 13:19:19 Uhr
Beitrag:

Hallo Ingmar,

sorry das ich oben Deinen Namen so verunstaltet habe, man sollte auch nicht mit dem dicken Daumen schreiben :-)
Also, der Daystar hat ja an beiden Seiten dieses komische Zollgewinde das sich gern mal festfrisst, mir jetzt erst passiert. Wenn Du dir 2 neue Endplatten mit jeweils einmal T2 innen- und Aussengewinde drehen lässt, sollte sich doch der Daystar ganz einfach an den Solar Spektrum adaptieren lassen, voraussetzung ist natürlich das der Solar Spektrum T2 Anschlußgewinde besitzt. Dann kann der Daystar im Gehäuse verbleiben, lässt sich nach wie vor kippen und ob er nun vor oder hinter dem Solar Spektrum angebaut wird ist auch ganz einfach und die beste Position muss man experimentell ermitteln. Als Abstand würde ich sagen direkt hintereinander, denn die Frontfilter in Doublestack werden ja auch direkt verschraubt.
Übrigens, Daystar verlangt pro Endplatte 35 Dollar, vielleicht macht es ja ein Dreher deines Vertrauens auch etwas billiger.

Viele Grüße
Gerhard


Antwort von: ingsten
Gesendet am: 08.04.2010 13:52:43 Uhr
Beitrag:

Hallo Gerhard,
danke für deine ausführliche Antwort.
Der SolarSpectrum hat auf jeden Fall T2 Anschlussgewinde.
Das Problem ist nur,dass ich dann nicht mehr in den Fokus kommen werde.
Mit Motorfokuser und Daystar oder SolarSpectrum habe ich noch ca. zwei cm bis der OAZ komplett eingefahren ist.
Wenn ich beide stacken will ist der Gesamtaufbau zu lange.
Vielleicht wenn ich alle Adaptionsmöglichkeiten so kurz wie möglich wähle könnte es klappen.

Gruß Ingmar


Antwort von: Gerhard_Rausch
Gesendet am: 08.04.2010 15:28:05 Uhr
Beitrag:

Hallo Ingmar,

hab ich das richtig verstanden, du hast den originalen OAZ und dann noch einen Motorfokussier am Teleskop? Bei meinen Teleskopen wurden alle OAZ durch einen Abschlußspant mit Innengewinde M68 ersetzt. Daran kommt dann je nach dem was hinten dran kommen soll Verlängerungshülsen System68 von Baader, oder weil noch in Mengen vorhanden, das System67 von Lichtenknecker. Zum Schluss der Feather Touch von Starlight Instruments mit Motorantrieb. Dadurch hab ich auch keine Probleme ein Bino zu benutzen ohne den Tubus kürzen zu müssen. Also einen einzigen vernünftigen OAZ für alle meine Teleskope. Alle schweren Komponenten einschließlich Filterrad sind vor dem OAZ, dahinter sitzt nur noch die Kamera und damit kann auch nichts mehr verkippen.

Gruß
Gerhard


Antwort von: Gummiadler
Gesendet am: 08.04.2010 17:32:32 Uhr
Beitrag:

Zitat:
Original erstellt von: juergens

Hallo Heiner,
das nenne ich mal eine Harke! Ich finde diese Pionierarbeit aller Ehren wert. Die Lunt BFs wären ja eine Alternative zu Coronado. Meines Wissens gibt es Strömungen, welche glauben machen wollen, das LUNT BFs nicht mit Coronado Etalons harmonieren. Woran das wohl liegt!

Gruss
Matthias



Matthias,
ich muss noch den richtigen Abstand zum PST Etalon ausmessen.
Mit der am Luntblockfilter angebauten, langen Hülse funktioniert es jedenfalls nicht. Diese muss abgeschraubt werden und durch eine sehr kurze ersetzt werden. Und danach muss ich prüfen ob dieser Abstand dann auch mit verschiedenen Okularen geht.

Lass die Sone erst mal wieder länger scheinen.

CS Heiner


Antwort von: ingsten
Gesendet am: 08.04.2010 18:18:59 Uhr
Beitrag:

Hallo Gerhard,
du hast richtig verstanden.
Den Mofokus von JMI NGF-S(8cm Baulänge) hatte ich mir wegen des Spiegelshiftings am SC zugelegt gehabt.
Wenn ich schon einen habe, warum nicht benutzen.
Der hat kein manuelles Fokusierrad.

Wenn ich allerdings das TZ2 einsetzte kann der Motorfokuser nicht mehr benuzt werden,
weil ich dann nicht mehr in den Fokus komme.

Habe das TZ2 erst seit kurzem.
Da muß die Adaption an der Kamera noch verändert werden.
Es fehlen ca. 1-2cm

Das ganze ist aus der Adapterbox zusammengeschraubt worden, bis es passte.
Bisher hat es ja auch ganz gut funktioniert.

Hier mal ein Bild im Feldeinsatz (Arbeitshandy)
[URL=http://www.pic-upload.de/view-5232190/DSC00258.jpg.html][/URL]

Wenn ich stacken will,muß ich ganz schön was umbauen.
Hat ja noch etwas Zeit.
Nur die Idee schwirrt mir schon länger im Kopf herum.

Gruß Ingmar


Antwort von: Gerhard_Rausch
Gesendet am: 08.04.2010 20:08:22 Uhr
Beitrag:

Hallo Ingmar,

wenn auf dem Bild vor dem Daystar ein TZ2 verbaut ist, sehe ich bei der richtigen Adaption noch ein riesiges Potenzial. Allein schon durch den Austausch der beiden Endplatten auf T2-Anschluss am Daystar gewinnst Du jede Menge Platz für den Solar Spektrum- Filter. Kommst Du mit dem gezeigten Instrumentarium auf die geforderten f/30?

Gruß
Gerhard

Edit: TS hat einen Adapter von T2 auf C-Mount mit 4 mm Baulänge im Programm, hab ich mir letztens auch spendiert.


Antwort von: ingsten
Gesendet am: 12.04.2010 13:28:21 Uhr
Beitrag:

Hallo Gerhard,
das ganze hin und her mit uns beiden hat zwar nicht mehr viel mit dem Lunt Ursprungsthema zu tun,
aber ich bin froh darüber geredet zu haben.
Danke für deine Stellungnahmen und Infos.
Das gezeigte Bild ist der Aufbau mit TZ4 und f/30.
Wenn die Endplatten mal angefertigt sind, werde ich mir auch den kurzen T2/cmount Adapter holen.

Gruß Ingmar



Antwort von: Gummiadler
Gesendet am: 15.04.2010 20:52:27 Uhr
Beitrag:

Hallo,

heute hatte wieder Zeit mit Lunt, PST und den Blockfiltern zu spielen.
Im großen und ganzen bin ich mit dem Ergebnis zufrieden.

Zuerst mein immer noch provisorischer Aufbau:

1) Lunt Etalon mit Adapterring, in die Taukappe des ED120
eingeschoben. Liegt dort ziemlich plan und passgenau drin.
Nur an das Einstellrad des Etalons komme ich so nicht. Es ist aber
in optimaler Position eingestellt.
2) Pst Etalon mit 2" Adapter von AOK Swiss ind den OAZ.
3) hinterm PST Etalon ein Adapter der sowohl in den TS Zenit-
spiegel, als auch in die 2" Baader Okularklemme passt.
Diese Kombi ist für den Einsatz mit dem PST Blockfilter gedacht.

Damit ich mit dem Luntblockfilter ein klares Bild erhalte, musste ich diesen mit dem Okularhalter aus dem Gehäuse des Zenitspiegels ausbauen und ziemliche nahe (ca. 3-4 cm) vor dem PST Etalon plazieren.
Fixiert wurde das Blockfilter (der etwas in den hinteren PST Adapter hineinragte) dick mit Tesafilm. Dies hielt fürs Bresserzoom und auch für die DMK.

In dieser Reihenfolge erhielt ich ein sauberes Bild der H-Alpha Sonne und zwar im Doublestackmodus, da dass Bild wesentlich mehr Details zeigte als nur mit den einzelnen Etalons.
Insbesondere fotografisch konnte ich die Verbesserung erkennen.

Das war der Zwischenbericht für heute

CS Heiner


Antwort von: Gummiadler
Gesendet am: 16.04.2010 15:11:57 Uhr
Beitrag:

Moin, moin,

heute ist mein PST-Luntblockfilteradapter fertig geworden.
Ich zeige mal einige Fotos meiner derzeitigen Adapterkollektion.

Das Lunt Etalon:
oben aufgeschraubt der Einsteckadapter für den SW 150/1200 mit 70mm CERF Aufnahme
unten der Aufsteckadapter für den WO 80/600


Der AOK Swiss 2" PST Adapter mit UV/IR Blockfilter und das PST Etalon


links der Adapter für das Luntblockfilter, re. Zenitspiegeladapter


PST Adapterkit mit Lunt Blockfilter


PST Blockfilter mit Adapter für Baaderklemme als auch für TS Zenitspiegel


PST Adapterkit mit PST Blockfilter im Zenitspiegel


Adapter von Eike82 gefertigt

CS Heiner







Antwort von: Dietmar
Gesendet am: 16.04.2010 15:19:58 Uhr
Beitrag:

Hallo Heiner,

spielt bei Deinem Umbau der in dem Nachbarthread angeführte Abstand PST-Etalon bis Fokaleben 200mm eine Rolle?

Bei einem f/7,5 Strahlengang sollte der Abstand auf 150mm sinken.

Wir sind noch am experimentieren, in wie weit das Bild dadurch besser/am besten wird.


Antwort von: Gummiadler
Gesendet am: 16.04.2010 21:11:38 Uhr
Beitrag:

Hallo Dietmar,

ich habe heute nur mit dem WO 80/600 beobachtet.
Damit habe immer Fokusprobleme und pack das PST Blockfilter ziemlich nah ans PST Etalon.
Aber bei schönem Wetter werde ich morgen mal schauen, wie weit ich mit dem Abstand komme und wie die Bildqualität wird.

Beinahe hätte ich es vergessen.
Wie gesagt habe ich heute mit dem WO 80/600 im quasi Doublestackmodus geschaut: das Lunt Etalon vor dem Objektiv und das PST Etalon im OAZ.
Das visuelle Bild mit dem Luntblockfilter war indiskutabel. So gut wie keine Oberflächenstrukturen zu sehen bis auf drei, sich dunkler abzeichnende Filamente.
Mit dem winzigen PST Blockfilter hingegen schöne Strukturen auf der Oberfläche und wie immer kamen die Protuberanzen gut hervor. Davon gabs heute nur nicht viele.
Ich habe dann das PST Etalon entfernt und nur das Lunt Etalon mit dem Lunt Blockfilter benutzt.
Auch dieser Anblick war bescheiden und schnell war das PST Blockfilter wieder angesetzt.

Mein heutiges, visuelles Fazit bei meinem WO 80/600 mit Lomo Optik! :
PST Blockfilter wieder klarer Sieger.
Weit abgeschlagen das Lunt Blockfilter.
Fotos wurden heute keine gemacht - womit auch? LOL


CS Heiner


Antwort von: Unigraph
Gesendet am: 17.04.2010 21:27:05 Uhr
Beitrag:

Hallo Heiner,

mit Spannung verfolge ich diesen Thread, weil bei mir ein ähnliches Umbauprogramm ansteht. Nächste Woche werde ich einen Lunt35-Etalon bekommen, welchen ich mit dem PST Etalon "paaren" will. Anbei mal ein Bild vom sekundären Strahlengang des Uni. Dort wo ich hinzeige kommen die Etalons rein. Das PST Etalon funktioniert recht gut bei meiner Anordnung. Eigentlich dürfte sich das Bild, durch den zusätzlichen Etalon, nicht verschlechtern. Es wird wahrscheinlich recht dunkel werden, weil Transmission flöten geht, zu Gunsten der Halbwertbreite. Letztendlich dürfte dann mehr Kontrast da sein. Hoffentlich bleibt dann die Belichtungszeit noch auf einem erträglichen Niveau (etwa 1/30sek). Auf die Ergebnisse bin ich gespannt. Sollte die Aktion nicht klappen baue ich ein Übersichtshalphateleskop an den Gittertubus.(mit 127/1300AK Linse - die Originalunigraphenlinse!)Ich werde dann zu gegebener Zeit hier berichten.




Mal noch eine Frage. Sind nun bei dir, durch den Doppelstack, mehr Details sichtbar bzw. ist es jetzt deutlicher möglich durch die Linie zu shiften?

cl. Skies
Harald
www.unigraph.de


Antwort von: Dietmar
Gesendet am: 18.04.2010 03:54:03 Uhr
Beitrag:

Hallo Harald,

gestern haben wir Lunt LS, Coronado SM60 und Coronado SM40 Doppelstack verglichen.

Der neue Lunt LS60 war sehr kontrastreich und streulichtarm, Coronado SM60 ebenso detailreich, etwas mehr Streulicht, Detailbereich etwas breiter als Lunt und

beim SM40 Doppelstack waren die wenigen Filamente wie ausgestanzt zusehen, Gesamtauflösung natürlich geringer, das Bild war heller als beim PST Doppelstack.

Viel Erfolg beim Doppelstack, das wird sich lohnen!


Antwort von: Gummiadler
Gesendet am: 18.04.2010 15:09:16 Uhr
Beitrag:

Hallo zusammen,

==>Harald - Ich habe nun mehrere Versuche unternommen, das Lunt Etalon innerhalb des Tubusses des SW 150/1200 und des SW 120/900 zu plazieren.
Immer ergab sich nur ein flaues, eintöniges Bild einer Orange, ohne jegliche Zeichnung. Das Luntetalon ist ja als Frontetalon konzipiert und wird wohl erst mit einer Telezentrik (hoffentlich) gut zusammenarbeiten. Die erste Linse der Telezentrik habe ich bereits, auf die zweite warte ich noch.

Deshalb habe ich heute das Luntetalon vor meinen WO 80/600 gepackt und das PST Etalon habe ich innerhalb des Tubus auf den OAZ gesetzt da ich ansonsten nicht in den Fokus gekommen wäre.
Mit dieser Kombination hatte ich mit dem Luntblockfilter ein dunkles, sauberes und kontrastreiches Bild, jedoch konnte man die Protuberanzen (vor allem die schwächeren) kaum erkennen.
Mit dem PST Blockfilter hingegen wieder ein wesentlich helleres Bild und natürlich den gewohnten Anblick der Protuberanzen. Obwohl ich auch hier noch anmerken möchte, das es auch PST Blockfilter mit wesentlich dunklerem Bild gibt.

Da nun das PST Etalon innerhalb des Tubus saß, konnte ich mich nur mit dem Luntetalon und diesem Stellrad durch die H-Alphalinien bewegen und es ging mE recht gut. Leider habe icch keinen Vergleich mit einem echten Doublestack.
Die Filamente stachen klar hervor und eine aktive Region konnte ich auch gut durch die Linien verändern.

Alles in Allem hat mir diese Kombination visuell sehr gefallen.
Fotografisch hat mir bislang das Luntetalon (schließlich 18mm gegen 4mm) besser gefallen aber das ist ein schlechter Vergleich. Dazu müsste ich mindestens ein 10mm Coronado Blockfilter heranziehen.

Zugegeben, wenn das Luntpaket nicht so günstig gewesen wäre, dann hätte ich mir ein grosses Coronado Blockfilter zugelegt und Doublestack mit zwei PST Etalons versucht.

Und noch einmal: mE liegt die visuelle Schwäche nur beim Luntblockfilter und nicht beim Etalon.

Sobald ich die Telezentrik fertig habe werde ich natürlich weiter berichten.

==> Dietmar - Danke für den knappen Bericht! Lunt hat noch einiges zu tun und sie sollten sich mehr um Qualität als um nicht einzuhaltende Werbeaussagen kümmern.

Ich habe die falschen Versprechungen mit meiner nie erfüllten Erstorder des Lunt 60 mit B1200 zum Einführungspreis von damals (2008) 1598 $ noch nicht vergessen und werde auch immer wieder die Finger in diese Wunde stecken, vor allem wenn ich nun mit meiner Kombi wieder nur Mittelmaß erworben habe, die erst nach Operation der Blockfilterlage verbessert wurde.

So, geniessen wir noch diesen schönen Tag und hoffentlich auch wieder eine klare Nacht

Viele Grüße
Heiner



Antwort von: Unigraph
Gesendet am: 18.04.2010 19:52:34 Uhr
Beitrag:

Hallo Heiner, Dietmar,

Dietmar:

na da bin ich mal gespannt auf den inneren Doppelstack. Dieser lässt sich sicher nicht mit dem Doppelstack vor dem Objektiv optisch so ohne weiteres vergleichen. Wir betreten da sicher "Neuland", zumindest in meiner Anordnung.

Heiner,
hmm, flaue Bilder sind bei mir auch vorhanden, wenn der UV/IR Cut Filter fehlt. Insgesamt habe ich eine Menge Optik im Strahlengang. Nimmt man aus dieser Anordnung den UV/IR -Cutfilter raus ergeben sich kontrastlose Bilder. Übrigens ist der PST Wärmeschutzfilter (vor dem Okularstutzen im PST verbaut) nicht mit verwendet. Er bringt etwas dunklere Bilder, so dass die Avis um zwei Belichtungsstufen verlängert werden müssen. Ansonsten ist der Kontrast gleich.

Jetzt bin ich gespannt auf die Wirkung des zweiten Etalons. Die heutigen Bilder mit Solo-PST-Etalonwaren wirklich gut. Vielleicht komme ich noch heute zur EBV.

cl. skies
Harald
www.unigraph.de


Antwort von: Gummiadler
Gesendet am: 25.04.2010 17:51:20 Uhr
Beitrag:

Hallo,

ich habe auch wieder ein kleines Lichtchen angemacht.

Nachdem ich mich nun wieder und wieder über das dunkele Abbild des Luntblockfilters (B1800) geärgert habe, insbesondere weil mir die Protuberanzen verborgen blieben, habe ich heute nur das Blockfilter (ohne den zugehörigen Zenitspiegel) mit der Okularaufnahme mittels eines Adapters in den 2" OAZ gesteckt.

Und siehe da, ein sehr helles Abbild der H-Alphasonne mit allen Protuberanzen zeigte sich im Okular.
Es war sogar so hell, dass ich ein 0,6 Graufilter einschraubte um ein angenehmes Bild zu erhalten.

Ich vermute, dass der Übeltäter das hellblaue Filter ist, welches sich objektivseitig in meiner 2" Aufnahme befindet. Ich weiss nicht um was für ein Filter es sich handelt.
Schaut man durch das Filter so werden Rottöne fast grau, gelb und grün fast normal und violett etwas bläulicher.

Sobald ich mal ein zB 15mm Coronado Blockfilter zum Vergleich habe, entscheide ich mich dann, welches ich den Vorzug gebe.

CS Heiner


Antwort von: Gummiadler
Gesendet am: 06.05.2010 08:53:11 Uhr
Beitrag:

Moin zusamnmen,

in der Zwischenzeit habe ich auch die 2. Linse für die Telezentrik erhalten und versucht, jeweils eine vor und eine hinter das Luntetalon zu plazieren.
Also: am hinteren Ende des Tubus den negativen Achromaten, dann Etalon, dann Plankonvexlinse, danach OAZ mit Blockfilter und Okular.
Irgendwie bekomme ich kein Bild zustande und weiß auch nicht so richtig wie ich weiter vorgehen soll um das Problem einzugrenzen.
Es sind ja auch alles Behelfsaufbauten und bei og Kombination kommt das Bild nicht in den Fokus, dh. wenn ich mit einem Blatt Papier hinter der letzten, okularseitigen Linse hin- und herfahre, bekomme ich keinen Fokuspunkt.
Sollte die Telezentrik vielleicht doch komplett vor das Luntetalon plaziert werden?

Aber um doch noch wieder was positives zu berichten, habe ich nun schon des öfteren das Luntetalon als Frontfilter am WO 80/600 eingesetzt und im OAZ das PST Etalon und dahinter mittels Adapter sowohl das Lunt- als auch das PST Blockfilter befestigt.

Damit ergibt sich wirklich ein sehr kontrastreiches Bild und man kann schön durch die H-Alphalinien fahren.
Und bei dieser Tubuslänge kann man auch schön mit dem Verstellrädchen am Luntetalon spielen und gleichzeitig das Bild im Okular betrachten, wobei ich hauptsächlich das PST Etalon verstelle.

Viele Grüße
Heiner


Antwort von: Beloptiker
Gesendet am: 06.05.2010 11:27:32 Uhr
Beitrag:

Hallo Heiner,

wie groß sind die Brennweiten der Linsen? Möglichst über 250mm?
Du kannst auch erstmal das Etalon zwischen den Linsen weglassen, beim suchen des scharfen Bildes. Der Negativ-Achromat muß an die Stelle, wo sich der reelle Brennpunkt vom Objektiv mit dem virtuellen Brennpunkt des Negativ-Achromaten vereinigen. Bsp: Das Strahlenbündel einer Punktlichtquelle ist dann parallel.
Dann kannst Du den Positiv-Achromaten dahinter setzen und suchst mit dem Okular das scharfe Bild.

Grüße

Oliver


Antwort von: Beloptiker
Gesendet am: 06.05.2010 11:46:17 Uhr
Beitrag:

Heiner,
das bläuliche Filter im Lunt Blockfiltersystem ist ein Schott BG38 Blaugrünglas. Sowas soll angeblich den Kontrast erhöhen.? Nach der Filterkurve von dem Glas, hat es bei Halpha etwa 60% Transmission. Meine Vermutung ist, daß die Lunt Blockfilter allein in der Höhe der Transmission etwas verschieden sind. Die spektrale Bandbreite dieser Filter darf ja zwischen 3A bis 10A variieren.
Ich habe mal einem leichten Grün- oder Blaufilter(#82A) statt BG38 ausprobiert. Das geht auch, je nach Sonnenstand und Transmission des Blockfilters...

Grüße

Oliver


Antwort von: Gummiadler
Gesendet am: 06.05.2010 14:18:07 Uhr
Beitrag:

Hallo Oliver,

als Linsen für die Telezentrik habe ich:

a) Bestellnr. NT48-802-INK Lens ACH 40X -150 MGF2 TS
(negativer Achromat)
b) Bestellnr. NT63-767 LENS PCX 50MM DIA x 250MM FL NIR INK
(Planconvex)

von Edmund Optics gekauft.

Ich versuche mal, das was du beschreibst (*hä?) umzusetzen.
Dazu habe ich mir schon ein provisorisches Gehäuse für die Linsen geholt (graues Abwasserrohr DN50 mit verschiedenen Gummidichtungen).


Zum Luntkontrastfilter:
Ich hab es nun vollständig entfernt, nachdem ich es noch einige Male ausprobiert habe. Es schluckt definitiv viel zu viel Licht.
Nun setze ich ein variabeles Polfilter ein und bin damit bestens zufrieden.

Viele Grüße
Heiner



Antwort von: Beloptiker
Gesendet am: 07.05.2010 08:42:10 Uhr
Beitrag:

Hallo Heiner,

Mit den Linsen sollte es gehen, auch wenn mir die Brennweite von dem Negativ-Achromaten etwas kurz erscheint wegen möglicher Abbildungsfehler.
Zitat:>Ich versuche mal, das was du beschreibst...<
Nimm mal nur den Negativ-Achromaten und verschiebe ihn solange im Strahlengang, bis Du ein scharfes Bild hast ala Fernrohr nach Galilei. D.h. bei einem Objekt im "unendlichen", sollte der Achromat in etwa um f=150mm vor dem Brennpunkt des Objektivs stehen.
Wenn mal wieder der Mond/Sonne strahlt kannst Du mit der Projektionsmethode so auch den Strahlenbündeldurchmesser messen.

Ein variables Polfilter ist eine gute Idee!

Grüße

Oliver


Antwort von: Unigraph
Gesendet am: 16.05.2010 18:47:57 Uhr
Beitrag:

Hallo Sonnen-Technikfreunde,

"die Karawane zieht weiter" und ich habe heute nach der ....zigsten Umbauvariante die letzte, robusteste und damit beste Anordnung der Optikelemente im Unistrahlengang getestet und für gut befunden. Das Prinzip ist rel. schnell erklärt:
Nach dem Primärfokus mit Kegel- und Irisblende kommt im entsprechenden Abstand ein Diaprojektionsobjektiv (die Diaseite zeigt zur Kegelblende), welches als Kollimator und als Lyotblendenoptik fungiert, zum Einsatz. Nach der Lyotblende ist dann ein komplettes Frontetalon-PST-Teleskop mit einem 12mm 6-A Blockfilter, RG 645 und UVIR Cut eingebaut (allerdings ohne dem schwarzen Kasten mit Prisma). Probehalber habe ich auch mal das zweite richtige PST Etalon vor das Luntetalon davorgehalten (natürlich ohne Optiken) und auch ein deutlich kontrastreicheres Bild (sicher nur visuell günstig, wegen langer fotografischer Belichtung) bekommen. Dabei war ich allerdings mit dem erreichten Bildfeld noch nicht zufrieden - hier herrscht noch "Forschungsbedarf". Soweit erstmal, anbei ein Bild vom jetztigen vorübergehender Zustand (man beachte den exzessiven Einsatz von schwarzen Klebeband als Gewindeersatz!). Heute Abend werde ich noch das Luntetalon richtig am PST Objektiv leicht kippbar befestigen.



Ergebnisse folgen!

cs Harald
www.unigraph.de


Antwort von: xtragucker
Gesendet am: 17.05.2010 20:40:58 Uhr
Beitrag:

Hallo alle,

wenn ich den thread hier so verfolge,
könnte ich mir eigentlich wo hin beisen,das ich ihn nicht vorher gefunden habe, bevor ich mir das ls60ha/b1200 c zu gelegte.

da muss man sich fragen wo sind die profis ?:
profis übern grossen teich die etwas zusammen schustern oder

hier So.amateure die es profihaft auseinander nehmen und wieder
zusammenfügen.

leider sind meine eng.kentnisse begrenzt,doch interessieren würde mich
schon ,was die da drüben über ls denken ?
oder sind die besseren Son.Amateure doch hier,in good old europa.

ich werde das ls60 auf jedenfall mal mit nach Rüsselsheim nehmen ,
um eine Beurteilung zu bekommen ,hoffentlich ist von euch jemand da,
ob ich mir auch eine krücke eingefangen habe oder nicht ? und mit tränensäcke später wieder nach hause fahre.

grüße jürgen




Antwort von: Unigraph
Gesendet am: 19.05.2010 19:17:16 Uhr
Beitrag:

Hallo Jürgen,

also der ls60 ist sicher nicht schlecht! Das was mir so beim Vergleichen zwischen den verschiedenen Systemen aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass Frontetalons die gesamte Sonne homogener zeigen. Besonders bei den Coronados ist dies auffällig. Da habe ich noch keine Ausreißer gesehen. Bei den Lunts war es mir schon so, dass die Einblickrichtung in das Okular etwas den Kontrast des Bildes bestimmt allerdings nun auch nicht so, dass die Dinger vollkommen unbrauchbar waren. Unsere Modifikationen sind, wenn man so will, einzig und allein dem Kostenfaktor geschuldet. Ich habe einfach keinen Bock für 200mm Öffnung zig Kiloeuro auszugeben. Also muss man sich was einfallen lassen. Das es in Old Germany mit die besten Sonnenamateure gibt versteht sich wohl von selbst! Soviel Selbstbewusstsein sollte man auf jeden Fall haben.

cs Harald
www.unigraph.de


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